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Energiegeladen: Sänger Marian Gold.

Alphaville beim Uferlos-Festival

Der Synthie-Pop lebt

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Mit den Synthie-Pop-Helden von Alphaville aus Münster erreichte das Uferlos-Festival am Sonntag einen würdigen Abschluss. Es war ein begeisternder Ausflug in die 80er-Jahre – Welthits inklusive.

Freising – Marian Gold ist ein Bär von einem Mann. Und das, was er am Mikrofon verrichtet, ist Schwerstarbeit. Marian Gold ist der Sänger einer der großen Bands des Synthie-Pop, Gold ist Gründer, Frontman und Stimme von Alphaville, Und Gold ist die prägende Persönlichkeit auch beim Auftritt der 1981 gegründeten Pop-Gruppe beim Uferlos-Festival in Freising. Das, was Gold und seine musikalisch exzellente Truppe am Sonntagabend im Sparkassenzelt bieten, ist der würdige Abschluss von zehn grandiosen Uferlos-Tagen

„Big in Japan“ und „Forever Young“ – das fällt einem ein, wenn der Name Alphaville fällt. Auch das Freisinger Publikum muss auf die beiden Welthits aus den 80ern nicht verzichten. Die Gruppe aus Münster ist auch in Freising big und gibt sich forever young, hat sich auch vor einigen Wochen mit dem neuen Album neu, jung und frisch gezeigt. Energiegeladen ist das, was Marian Gold und seine vier Begleiter auf der Bühne zelebrieren. Dass der Synthie-Pop lebt – das weiß die kleine, aber gnadenlos eingeschworene Fangemeinde in einem nicht ausverkauften Zelt zu würdigen: Man hüpft, tanzt, jubelt, klatscht – und man singt mit.

Hüpfen, jubeln, tanzen, klatschen: Der Funke sprang schnell aufs Publikum über.

Alphaville hat den Synthie-Pop zur Gänze verinnerlicht. Und: Ja, es gibt ihn noch und er lebt noch, der elektronische Stimmverzerrer. Und ja: fröhlich beschwingte Keyboard-Sequenzen animieren zum Hüpfen, das gute alte Stroboskop-Licht verrichtet gute Dienste, und wenn der Sänger ins Falsett geht, dann ist man in der schönen Discozeit angekommen. Fehlt nur noch die Glitzerkugel.

Dass es so eine Discokugel nicht gibt, liegt auch daran, dass Alphaville noch viel mehr als klassischer Synthie-Sound ist. Da gibt es wunderbare Balladen, so richtige Schmachtfetzen, bei denen – man glaubt es kaum – statt des Smartphones mit Taschenlampenfunktion das gute alte Feuerezeug zum Einsatz kommt und kräftig geschwenkt wird.

Und dann gibt es da noch eine weitere Seite von Alphaville: die rockige, die schnelle, die harte. Denn auch das beherrscht das Quintett: die vier Herren und die Bassistin können so richtig Vollgas geben und Alarm machen. Auch da geht die Fangemeinde begeistert mit, flippt bei „Sounds of a Melody“, das live ziemlich heftig daherkommt, regelrecht aus. Und für „Forever young“ muss man gar nicht bis zur Zugabe warten, die Alphaville-Hymne ist das Ende des Konzerts, bevor Alphaville für weitere Songs wieder auf die Bühne kommt.

Immer ist die Präsenz von Marian Gold groß, stark. Erst recht bei „Forever young“. Gold breitet die Arme aus. Und was hat der Bär von einem Mann da in der Hand? Einen Teddybären.

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