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Sie wollen, dass sich auf der Ismaninger Straße schnell etwas ändert: Anwohner haben einen Forderungskatalog zusammengestellt, der dem OB übermittelt werden soll. Eine Verkehrsschau war kurzfristig abgesagt worden.

Bürger schlagen Alarm

Tägliches Chaos, nächtliche Raser, wütende Anwohner: Ismaninger Straße in Freising wird zum Brennpunkt

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Sie ist eine „Rennstrecke“, die Ismaninger Straße. Das sagen zumindest die Anwohner. Die haben nun einen Forderungskatalog an die Stadt gestellt.

Freising – Den Anwohnern der Ismaninger Straße in Freising reicht es. Seitdem Parkverbot auf der Straße herrsche, seien besonders Schulkinder und Radfahrer manchmal ihres Lebens nicht mehr sicher. Und in der Nacht rauben „Möchtegern-Schumis“ den Anliegern den Schlaf. Die Forderungen, die man an die Stadt stellt, sind klar: ein Geschwindigkeitslimit von 30 km/h, Lkw-Fahrverbot und der Bau des Südostrings, der Lerchenfeld endlich entlasten würde.

Eigentlich war für Dienstag eine Verkehrsschau mit Stadt, Straßenverkehrsbehörden, Polizei und Feuerwehr angesetzt. Doch weil laut des Lerchenfelders Ernst Berg die Polizei fürchtete, dass durch die Teilnahme von Anliegern der Ismaninger Straße, die davon Wind bekommen hatten, der Termin zu einer Diskussionsrunde werde, wurde der Termin abgesagt. Und so schilderte man am Dienstag eben dem FT die Situation und formulierte seine Bedenken und Forderungen.

Wenn das Kombibad fertig ist, steigt das Verkehrsaufkommen sogar noch

Manchmal stehen morgens vier Schulbusse hintereinander an der Haltestelle Richard-Strauß-Straße, um die Kinder einsteigen zu lassen. Doch die Pkw-Lenker denken nicht daran, nur in Schrittgeschwindigkeit an den Bussen vorbeizufahren. Und so kommt es tagtäglich zu gefährlichen Situationen. So zumindest schildern die Anwohner der Ismaninger Straße die Lage. Und das sei nur ein Brennpunkt, so erklärt Berg. Die Raser würden auch die Kinder und Erwachsenen gefährden, die die Straße vom Sportpark Savoyer Au kommend queren. Und wenn jetzt dann das Kombibad fertig sei, werde das Verkehrsaufkommen noch weiter steigen, sind sich Berg, die Anwohner und viele andere Bürger sicher.

Einer von ihnen fährt mit dem Fahrrad. Der Fahrradschutzstreifen sei da manchmal kein Schutzstreifen, vor allem wenn sich ein Bus und ein Lkw begegnen, berichtete Berg. Eine Mutter schildert, dass sie, wenn sie ihr Kind in einem Anhänger mit dem Fahrrad hinter sich herziehe, sicherheitshalber nur noch auf dem Gehweg fahre.

Seit 2017 ist das Thema im Rathaus bekannt, geschehen ist nichts

Seit 2017 ist das Thema schon bekannt. Über 200 Anlieger haben auf einer Liste unterzeichnet, mit der eine zumindest zeitlich begrenzte, viel besser aber noch generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h gefordert wird. Tagsüber für die Sicherheit, nachts, so ergänzen einige Anwohner, wegen des unzumutbaren Lärms, den „aufgemotzten Kisten“ mit geschätzt 80 bis 100 km/h verursachen würden. Freilich werde ab und zu von der Polizei kontrolliert – aber immer an derselben Stelle, und meist in Zeiten, in denen nichts los sei. Würde man einmal nachts kontrollieren, „dann wäre die Hälfte ihren Führerschein los“, ist sich eine Bürgerin sicher.

Ärgerlich findet man es auch, dass die Geschwindigkeitsanzeige vom Clemensängerring kommend stadteinwärts seit Wochen kaputt sei – und trotz des Hinweises an die Stadt keine Reparatur stattfinde. Zudem würden bei Baustellen in den Clemensängern die Kieslaster und Baustellen-Lkw durch die Ismaninger Straße donnern. Dabei würde doch ein Lkw-Fahrverbot eine wesentliche Entlastung und viel mehr Sicherheit bedeuten. Alle Vorschläge hat man nun OB Tobias Eschenbacher übermittelt. Am 21. November ist Bürgerversammlung in Lerchenfeld.

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