Man sieht den Testbus in Neufahrn stehen und Leute warten davor.
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Mobile Station: Auf dem Marktplatz in Neufahrn macht das Team mit dem Testbus immer donnerstags Halt.

Große Resonanz in der Region

Testbus-Kapazitäten noch nicht ausgeschöpft - Britische Mutation im Kreis Freising auf dem Vormarsch

Seit Ende März tourt zur Ausweitung der Test-Strategie ein Bus für kostenlose Corona-Schnelltests durch den Landkreis Freising – und zwar erfolgreich.

Freising - Aktuell fährt das Testzentrum auf Rädern vier Gemeinden von Montag bis Donnerstag an. In Eching haben sich bis Dienstag 205 Bürger testen lassen, in Attenkirchen 83, in Hallbergmoos 139 und in Neufahrn 182. Dabei wurde die Kapazitätsgrenze laut dem Landratsamt noch nicht erreicht – die liege bei 240 Testungen pro Tag, ausgenommen Attenkirchen mit einer Höchstgrenze von 120.

Dem Virus auf der Spur ist dabei die Aicher Ambulanz Union mit einem sogenannten Point-of-Care-Antigen- Schnelltest. Sollte dieser positiv ausfallen, müsse sich der Betroffene unverzüglich in Isolation begeben, erklärt Zimmerhof. Das Gesundheitsamt ordne dann zur weiteren Klärung einen PCR-Test an.

Bus wird nach Au umgeleitet

Da in Eching mittlerweile wie berichtet im ehemaligen Gasthof Huberwirt ein Schnelltestzentrum errichtet worden ist, wird der Bus ab kommenden Montag, 12. April, in den Markt Au in der Hallertau umgeleitet. Momentan sei aber nicht geplant, weitere Kommunen in die Route des Testzentrums auf Rädern aufzunehmen. Allerdings, so Zimmerhof, werde die Lage ständig beobachtet und bei Bedarf einer Änderung der Route vorgenommen.

Das sei genau die Kernkompetenz des Dienstleisters Aicher Ambulanz Union, erklärt deren Pressesprecherin Ulrike Krivec: auf besondere Anforderungen speziell zu reagieren. Mit dem Großraumrettungswagen, bestückt mit einem Fahrer und drei Helfern, könne das Unternehmen vor allem die Bürger in ländlichen Bereiche gut mit diesem Service versorgen.

72 Prozent der Fälle sind Mutationen

Nur durch zahlreiche Tests können Infektionen schnell erkannt und Ansteckungsketten frühzeitig durchbrochen werden. Und das ist wichtig, denn die besorgniserregenden Virus-Mutationen breiten sich aus. Von 22. Bis 28. März lag die Rate positiver Labormeldungen mit VOC (Variants of Concern, sprich: besorgniserregende Varianten) im Landkreis Freising bei 72 Prozent, in der Vorwoche noch bei 59 Prozent, berichtet Eva Zimmerhof. Bei der nachgewiesenen VOC handle es sich fast ausschließlich um die sogenannte Britische Mutation B. 1.1.7. Das heißt: Wie in Bayern und ganz Deutschland steigt auch im Landkreis Freising deutlich der Anteil der Britischen Mutation.  

Richard Lorenz

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