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Die Macher von Exokrypt: (v. l.) Stefan Kleeberger, Tobias Kohlhuber und Eric Kunz stecken jede freie Minute und jeden C ent in ihr Projekt. 

Freisinger Tüftler und ihr ehrgeizigstes Projekt 

Der Traum vom sicheren Handy: Diese Freisinger wollen ihn Wirklichkeit werden lassen

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Drei Männer aus dem Landkreis haben einen Traum: Ihnen schwebt eine Welt der Smartphones vor, in der man sich nicht vor Angriffen auf die eigenen Daten fürchten muss. Dafür arbeiten sie bereits seit zweieinhalb Jahren an einem Projekt – und geben täglich alles.

Landkreis – Tobias Kohlhuber, Stefan Kleeberger und Erik Kunz haben die Firma „Exokrypt“ gegründet – und ein Problem festgestellt: Es gibt dutzende Möglichkeiten, sich im Internet vor Fremdzugriffen zu schützen. Doch wie viele davon sind tatsächlich praktisch? Ein Beispiel: „Es gibt die zweistufige Authentifizierung, aber die nutzt kaum jemand“, erklärt Kohlhuber. Das heißt konkret: Um sich auf einer Seite im Internet einzuloggen, bekommt man auf das Handy oder über einen Code-Generator ein weiteres Passwort zugeschickt, das man zusätzlich eingeben muss. Eine sehr sichere Methode, keine Frage – doch sehr aufwendig. „Man muss immer noch irgendetwas abtippen, das ist nicht benutzerfreundlich.“

Und genau da wollen Kohlhuber und seine Kompagnons ansetzen: „Wir wollen eine sichere Identität auf dem Smartphone realisieren.“ Und das ist die Idee: Die Software von Exokrypt, die derzeit in Entwicklung ist, lernt seinen Benutzer kennen, versteht, wann der Besitzer am Telefon ist und wann nicht. Durch Aktionen wie Fingerabdruck, Herzrhythmus oder Gangmuster wird ein virtuelles Guthabenkonto aufgeladen – quasi eine Art „Sicherheitskonto“. Wenn es aufgeladen ist, wird es komfortabel: Zusätzliche Sicherheitsschranken wie die zweistufige Authentifizierung führt die Software dann automatisch aus. Denn sie weiß anhand der biometrischen Muster, dass der echte Besitzer am Gerät ist. Wird das Handy geklaut, so bleiben die Daten trotzdem geschützt, können nicht ausgelesen und das Smartphone nicht entsperrt werden. Das Sicherheitsguthaben läuft nach einiger Zeit auch wieder ab – und ein Fremder kann somit nicht auf die Daten zugreifen. Das ist das Sicherheitsversprechen von Exokrypt.

Kohlhuber, Kleeberger und Kunz stecken seit zweieinhalb Jahren jede freie Minute und jeden Cent in ihren großen Traum. Da sich die Software-Entwicklung aber noch etwas hinziehen wird, erklärt Kohlhuber, schafft man sich bei Exokrypt mehrere Standbeine: „Wir arbeiten auch an Hardware.“ Konkret zeigt sich das an Handyhüllen, die für besonderen Schutz sorgen sollen – und zusätzlich diverse Funktionen mit sogenannte Inlets liefern. Man kann die Hüllen also individuell anpassen: Ob man sich nun mehr Speicher, eine Akkuerweiterung oder zusätzliche Sicherheit für das Handybetriebssystem wünscht – es gibt mehrere Wahlmöglichkeiten. Etwas, das es auf der Welt so noch nicht gibt, erklärt Tobias Kohlhuber.

„Unser Prototyp ist bald fertig“, erklärt er. Dann hoffe man, in die Produktion gehen zu können. Derzeit starte man auch in diversen Businessplanwettbewerben und kläre im Internet über Gefahren auf – denn noch immer müsse das Sicherheitsbewusstsein im Netz geschult werden. Denn, so sagt Kohlhuber metaphorisch: „Was hilft es mir, auf meine Festung Geschütze zu stellen, wenn ich dann selbst die Tür von innen öffne?“ Das kann im Internet schnell passieren: Ein falscher Klick, einmal am falschen Ort Daten preisgegeben – und schon lädt man Betrüger quasi ein. Da helfen dann auch keine Schutzmaßnahmen mehr. „Uns ist wichtig, dass die Bürger aufmerksam bleiben – und daran arbeiten wir.“

Gut zu wissen

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich über www.exokrypt.de an die drei jungen Männer wenden und sich weiter informieren.

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