Traurige Bilanz bei Radlkontrollen

„Miteinander, nicht gegeneinander!“

Genau unter die Lupe nahm die Polizei Freising  in der vergangenen Woche die Radfaher. Und jetzt wurde die traurige Bilanz präsentiert: Es gab mehr als 50 Verstöße im Straßenverkehr.

Freising - Das Ergebnis der Verkehrskontrollen war „alarmierend“, meldet Freisings Vize-PI-Chef Michael Ertl: „Allein 16 Radler wurden bei der Missachtung des Rotlichts ertappt. 32 Mal fuhren die Radler ohne Licht, oder das Fahrrad hatte überhaupt keine Beleuchtungseinrichtungen. Sehr häufig trugen die bei den Kontrollen auch Ohrhörer, benutzten Gehsteige oder fuhren auf Radlwegen in die falsche Richtung. Einige telefonierten sogar während der Fahrt.

Interessant war laut Ertl „für die Beamten die Reaktion auf die Kontrollen“. Während sich „viele Radfahrer gegängelt fühlten“,  bekamen die Beamten von Fußgängern und Autofahrern Rückendeckung. Radler, hieß es da, bewegten sich im öffentlichen Verkehr genauso wenig in einem Rechtsfreien Raum wie alle anderen Verkehrsteilnehmer. Sie seien genauso Teil dieses Systems wie alle anderen. Ertl: „Dieses System kann aber nur funktionieren, wenn sich alle zumindest an die Grundregeln halten. Und welcher Radfahrer vertraut beispielsweise nicht darauf, dass ein Pkw-Fahrer bei einer Roten Ampel anhält?“

Die Benutzung von Scheinwerfern in der Nacht ist für einen Radfahrer eine Lebensversicherung. Ohne Licht geht da einfach nicht.  Und weil das Gehör im Straßenverkehr genauso wichtig wie das Sehen ist, stellt das vermehrte Fahren mit „Musik im Ohr“, sprich Kopfhörer, inzwischen eine absolute Unsitte dar - ebenso wie das Telefonieren.

Ertls ganz persönlicher Appell: „Abschließend sei gesagt, dass auch ich sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs bin. Ich fahre aber auch mit dem Auto und ich bin Fußgänger. Würde sich jeder immer mal wieder vor Augen führen, wie er es gerne hätte, dass sich die jeweils andere Gruppe verhalten soll und anschließend  selbst auch so handelt, trüge das immens zur allgemeinen Verkehrssicherheit bei. Miteinander nicht gegeneinander!“.                                                                                                 

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