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„Die Vorfreude ist sehr groß“ - Freisingerin Sandra Abstreiter steht bei der Eishockey-WM im DEB-Tor

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Von: Wolfgang Krzizok

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Sandra Abstreiter hält den Kasten sauber
Auf nach Calgary: DEB-Keeperin Sandra Abstreiter und Co. freuen sich schon auf die Eishockey-WM in Kanada. Da alle zunächst in eine fünftägige Quarantäne müssen, sorgt unter anderem ein „Guten-Morgen-Call“ für Abwechslung. © Dominic Pencz

Ab 21. August findet im kanadischen Calgary die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Mit dabei ist mit Sandra Abstreiter auch eine Freisingerin.

Freising - Unter Bundestrainer Thomas Schädler haben sich 28 Spielerinnen im Bundesleistungszentrum Füssen jetzt auf die WM vorbereitet. Schon zum zweiten Mal, denn eigentlich hätten die Titelkämpfe bereits im April stattfinden sollen. Doch einen Tag, bevor die Teams aus aller Welt angereist wären, wurde die WM aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Jetzt aber sind alle Mannschaften wohlbehalten in Kanada angekommen – darunter das deutsche Team mit 24 Spielerinnen, die letztlich den Sprung in den WM-Kader geschafft haben. Darunter sind mit Torhüterin Sandra Abstreiter aus Freising, Verteidigerin Tabea Botthof und Stürmerin Bernadette Karpf drei ehemalige Erdingerinnen. Dazu kommt noch Keeperin Franziska Albl, die in der Saison 2015/16 das Tor der Erding Gladiators in der Bayernliga gehütet hat.

Nicht dabei sind Franziska Feldmeier und die Ex-Dorfenerin Celina Haider, die eigentlich fester Bestandteil der Nationalmannschaft sind. „Ich kann leider aus beruflichen Gründen nicht“, sagt Haider. „Und ja, ich bin schon enttäuscht und wär gerne dabei gewesen, aber letztendlich denke ich, dass es nicht meine letzte Weltmeisterschaft gewesen wäre. Daher freu ich mich einfach auf die nächste WM beziehungsweise erstmal auf die kommende Saison.“ Natürlich werde sie die Spiele mitverfolgen und den Teamkameradinnen die Daumen drücken. „Ich hoffe für sie, dass sie das Beste aus sich rausholen, gerade weil die Vorbereitung so lange war und alle ziemlich hart gearbeitet haben.“

Ein weiteres großes Ziel: die olympischen Winterspiele in Peking

Absagen musste schweren Herzens auch Franzi Feldmeier. „Ich kann mir im August/September leider keine drei bis vier Wochen frei nehmen“, sagt sie. „Natürlich ist es schade. Im April hätte alles geklappt, und die Vorbereitung war echt super. Und jetzt kann ich halt nicht.“ Auch sie wünscht „den Mädels viel Spaß, und dass sie ihr Ziel, also das Viertelfinale, erreichen“. Ihre Teamkameradinnen sollen es auch gleich als Vorbereitung auf die neue Saison sehen. „Denn letztendlich steht ja noch viel mehr an in der kommenden Saison und auch andere Großereignisse, die wir erreichen wollen.“ Dazu gehört vor allem die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen vom 4. bis 20. Februar 2022 in Peking. Hierfür muss sich das deutsche Team erst noch qualifizieren.

„Die Vorfreude ist bei mir und bei der ganzen Mannschaft natürlich sehr groß, da wir endlich wieder internationale Spiele bestreiten und die WM jetzt doch spielen dürfen“, schwärmt Sandra Abstreiter. Die Vorbereitung sei ähnlich intensiv gelaufen wie im Frühjahr, mit insgesamt drei Lehrgängen, „und dazwischen haben wir daheim weiter trainiert“. Natürlich sei es ungewöhnlich, eine WM im August zu spielen, „aber wir konnten uns trotzdem super vorbereiten“, betont die 23-Jährige. „Ich hoffe auf ein tolles Event, ein super Erlebnis und natürlich viel Spaß mit der Mannschaft“, sagt Abstreiter und fügt grinsend an: „Für den werden wir trotz der strengen Regeln schon sorgen.“

WM-Gruppenphase: Erstes Turnierspiel gegen Ungarn

„Ich freu mich natürlich auch riesig, dass ich zur WM mitfahren darf“, sagt Tabea Botthof. Zunächst aber ist in Calgary erst einmal eine fünftägige Quarantäne für alle Sportlerinnen angesagt, die in dieser Zeit ihre Hotelzimmer nicht verlassen dürfen. „Um uns in dieser Zeit fit zu halten, machen wir individuelle Online-Workouts“, erzählt Botthof, und Abstreiter ergänzt: „Jeden Morgen gibt es auch einen Guten-Morgen-Call, um alle auf dem Laufenden zu halten und trotz Einzelzimmer ein Mannschaftsgefühl zu kreieren.“ Am 18. August steht ein Vorbereitungsspiel gegen Gruppengegner Dänemark auf dem Programm, ehe es dann in der WM-Gruppenphase gegen Ungarn (21.), Dänemark (23.), Tschechien (25.) und Japan (26. August) geht.

„Wir freuen uns alle riesig, dass wir diesmal wirklich nach Kanada geflogen sind und nach zweieinhalb Jahren wieder eine WM spielen dürfen“, meint Botthof. Für die junge Erdingerin ist es bereits ihre dritte WM. „Die ganze Mannschaft ist einfach nur voller Vorfreude und Aufregung, dass es jetzt losgegangen ist, und dass es jetzt endlich mal wieder ernst wird.“ Auch wenn es mitten im Sommer ist.

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