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Die Kreisräte waren am Zug, um die Kostenbeteiligung des Landkreises an dieser neuen Untersuchung in Sachen U6-Verlängerung abzusegnen.

Projekt soll „möglichst flott Zug um Zug“ umgesetzt werden

U6-Verlängerung bis in den Kreis Freising: Jetzt kommt die Machbarkeitsstudie

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Im Jahr 2009 war eine bauliche Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U 6 bis in den Landkreis Freising durchgeführt worden. Jetzt soll diese Untersuchung aktualisiert werden.

Landkreis – Vor zehn Jahren war man schon einmal so weit, wie man jetzt kommen will: Im Jahr 2009 war eine bauliche Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U 6 bis in den Landkreis Freising durchgeführt worden. Jetzt soll diese Untersuchung aktualisiert werden, um das Projekt „möglichst flott Zug um Zug umsetzen“ zu können, wie Landrat Josef Hauner am Donnerstag im Planungsausschuss des Landkreises sagte.

Die Kreisräte waren am Zug, um die Kostenbeteiligung des Landkreises an dieser neuen Untersuchung abzusegnen. Nach bisherigen Erfahrungen dürfte so eine Untersuchung zwischen 50.000 und 85.000 Euro netto kosten. Der MVV hat sich inzwischen schriftlich bereit erklärt, rund 25.000 Euro zu übernehmen, der Freistaat Bayern will sich auch mit rund einem Drittel beteiligen. „Das ist schön“, fand Hauner. Nach Adam Riese bliebe also für den Landkreis Freising – je nach Ausschreibungsergebnis – ein Anteil von rund 30 000 Euro.

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Michael Stanglmaierdrängt auf schnelle Ergebnisse.

Kreisbaumeisterin Antonia Seubert hatte nochmals erklärt, wieso die Verlängerung der U 6 über den TUM-Standort Garching hinaus so sinnvoll und so wichtig sei: Der südliche Landkreis Freising verzeichne in den vergangenen Jahren ein überdurchschnittliches Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum. Das wiederum bedeute eine starke Verkehrszunahme auf der Straße und der Schiene, was wiederum zu hohen Belastungen der Verkehrsinfrastruktur führe. Die Verlängerung der U 6 über Garching hinaus sei „eine Möglichkeit“, das Mobilitätswachstum in der Region sinnvoll zu gestalten. Wie Seubert betonte, sei die Formulierung „Verlängerung in den Landkreis Freising“ absichtlich so „unkonkret“ gewählt, um im Bezug auf die Trassenführung und den genauen Endpunkt der U 6-Linie keine zu engen Vorgaben zu machen. Klar sei nur, so Seubert, dass die U 6 an das S-Bahn-Netz anschließen müsse.

„Jetzt sollten wir Farbe bekennen“

Die seit Jahren kursierenden Konzepte und Überlegungen zu diesem Projekt – so sind vor zehn Jahren zehn Trassenvarianten untersucht und Kosten-Nutzen-Analysen angefertigt worden – seien wegen der sich zunehmend verschärfenden Verkehrssituation jetzt wieder in den Mittelpunkt der politischen Überlegungen gerückt. Deshalb habe, wie der Landrat betonte, im November 2018 im Landratsamt Freising ein Dialogforum stattgefunden, an dem verschiedene Vertreter aus Politik und Verwaltung teilgenommen hätten. Das Ergebnis sei eben die Empfehlung gewesen, die aus dem Jahr 2009 stammenden Untersuchungen zu aktualisieren. Seubert: „Jetzt sollten wir Farbe bekennen.“ Und das taten die Mitglieder des Planungsausschusses – und zwar einstimmig.

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Michael Stanglmaier (Grüne) wollte wissen, wann mit dem Abschluss der Untersuchung zu rechnen sei. Schließlich sei der Handlungsbedarf groß, da sollte man „nicht nach sieben Jahren einen ersten Zwischenbericht bekommen“. Seubert beruhigte: Im Mai soll die Untersuchung ausgeschrieben werden, Ende des Jahres sollte das Resultat vorliegen.

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