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Der Soundtrack zur Abseits-Rettung: Mit Ska- und Reggae-Stücken begeisterte die Formation Minor Movement unzählige Besucher im Unterhaus des Lindenkellers.

Hunderte kamen

Überwältigende Benefiz-Veranstaltung Freising zeigt Flagge für die Kultkneipe Abseits

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Freising - Wenn es auf die moralische Unterstützung für den Erhalt des Abseits ankäme, dann wäre die Rettung der Freisinger Kultkneipe schon längst gelungen. Viele hundert „Retter“ zeigten am Samstag erst bei einer Matinee, dann am Abend bei einem Benefizkonzert Flagge.

Erst im Furtnerbräu, dann im Lindenkeller – Freisings Kneipen- und Kulturszene hält zusammen, wenn es um die Zukunft eines der ihren geht: Damit das Deutsche Haus am Herrenweg und damit das Abseits dem Abriss entkommt, waren am Samstag viele Anhänger der Kneipe zusammengekommen, um zu feiern, und um den Abseits-Verein in seinem Vorhaben zu unterstützen – moralisch und auch finanziell.

Und dafür hatten sich jede Menge Künstler schwer ins Zeug gelegt – von dem wieder einmal als Sänger auftretenden Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bis hin zu den inzwischen in Freising heimisch gewordenen Rockgrößen von Simeon Soul Charger. 150 Mitglieder hat der Verein zur Rettung des Abseits inzwischen, die jetzt ins Leben gerufenen acht Fachgruppen werden demnächst beginnen, konkrete Verhandlungen mit Eigentümer Graf Guy von Moy über den Preis der denkmalgeschützten Immobilie am Herrenweg zu führen und sich um Zuschüsse aus verschiedenen Töpfen wie Denkmalschutz, Städtebauförderung & Co. zu bemühen. Dass die Frauen und Männer um Vereinsvorsitzenden Norbert Bürger herum da auf breiteste Unterstützung der Freisinger zählen können, das wurde am Samstag eindrucksvoll bewiesen.

Schon bei der Weißwurst-Matinee im Furtnerbräu war der Andrang groß, die Atmosphäre prächtig und der Optimismus groß. Und erst recht am Abend, als sechs Künstler und Bands zum Benefizkonzert in den Lindenkeller geladen hatten, um weiter Geld für den Erhalt des Abseits zu sammeln: In der ersten Stunde nach Beginn des Konzerts reichte die Schlange derer, die unbedingt ins Unterhaus wollten, bis hinaus in den Biergarten des Lindenkellers, zwischenzeitlich konnten keine Gäste mehr eingelassen werden. Wegen Überfüllung geschlossen.

Kein Wunder, denn neben Rapper AmRhym standen die Ska- und Reggae-Helden von Minor Movement, das Trio von PSR (Projekt Schwarz Rot), die rockige Cover-Crew von 70 Cent und die Rocker von Simeon Soul Charger auf der Bühne, spielten und sangen sich für das Abseits die Seele aus dem Leib. Und was wäre ein Benefizkonzert für das Abseits ohne den Abseits-Chor und sein „Don’t stop me now“? Nichts. Eben.

Draußen im Foyer lief derweil die Merchandising-Abteilung der Abseits-Retter zur Höchstform auf. Im Angebot: T-Shirts, Steinkrüge, Aufkleber – mit dem Kauf zeigte man nicht nur seine Solidarität mit dem Projekt, sondern trug mit ein paar Euro auch wieder etwas zum Erhalt der Kneipe bei. Samstag war Abseits-Tag. Botschaft des Tages: Bei der Rettung des Abseits will keiner abseits stehen.

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