Achtung Autofahrer: DWD warnt vor Glatteis in München

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Unwetter über dem Landkreis: Rund 70 Feuerwehreinsätze

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume

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Mit Starkregen, Hagel und Böen über 80 Stundenkilometer ist eine Gewitterwalze in der Nacht zum Samstag über den Landkreis hinweggerast. Die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, zudem wurde der S-Bahnbetrieb eingestellt. Die letzten Einsätze endeten um 3 Uhr.

Landkreis – Kurz nach 21 Uhr ging’s rund. Gewaltige Schauer, Windböen mit Geschwindigkeiten von über 80 km/h und stellenweise Hagel verwandelten die Straßen in gefährliche Rutschbahnen: über all abgerissene Äste und massenweise Laub lagen auf dem Asphalt. Die Regenwand war teilweise so dicht, dass man nur noch wenige Meter Sicht hatte. Dazu blitzte und donnerte es unentwegt.

Hagel fiel in Freising, aber auch in einigen Gemeinden im Ampertal.

In Gammelsdorf fiel Hagel – und für knapp eine Stunde der Strom aus. Auch in Moosburg war Hagel angesagt, ebenso in vielen Gemeinden im Ampertal. Wie die PI Moosburg am Samstagmorgen mitteilte, waren vor allem Äste und Bäume von den Straßen zu beseitigen: „Größere Schäden aber gab es nicht“, hieß es. Betroffen waren der gesamte Norden – von der Dreirosenstadt bis Au.

Übersät mit abgerissenen Ästen waren die Straßen in Freising. Aber auch Bäume wurden umgedrückt.

Laut Polizeipräsidium Oberbayern-Nord gab es Samstagnacht rund .. Einsätze der Feuerwehren im Landkreis. Vor allem im Norden mussten abgerissene Äste von den Straßen geräumt werden. Bei Buch am Erlbach an der Landkreisgrenze zu Moosburg schlug gegen 22.15 Uhr ein Blitz in eine Hochspannungsleitung bei Dirnaichbach. Dabei riss die Hochspannungsleitung und erzeugte einen heftigen Funkenschlag in einem Weiher. Über den Stromversorger wurde eine Abschaltung der Leitung veranlasst. Wie Freisings FFW-Pressesprecher Florian Wöhrl mitteilt, hatten die Einsatzkräfte in Freising viel zu tun: Die Unwetterfront verursachte im Stadtgebiet Freising und zahlreichen Gemeinden erhebliche Schäden. Beide Freisinger Feuerwachen waren ab 21 Uhr im Einsatz. An rund 15 Einsatzstellen in der Stadt mussten umgestürzte Bäume beseitigt, ausgehängte Gullydeckel wieder eingehängt und ein Bauzaun gesichert werden. Bäume blockierten unter anderem die Ismaninger Straße, Feldfahrt und An der Mühle.

In verschiedenen Gebäuden an der Unteren Hauptstraße und im Clemensängerring unterstützte die Feuerwehr bei der Beseitigung von Wasserschäden. In Freising war die FFW mit etwa 35 Mann und sieben Fahrzeugen im Stadtgebiet im Einsatz. Die letzten Kräfte rückten gegen 3 Uhr ein.

Um 21.30 Uhr wurde in der Hauptfeuerwache auch die Kreiseinsatzzentrale in Betrieb genommen: Fünf Mann unterstützten von dort aus die Integrierte Leitstelle und disponierten alle Einsätze im Landkreis. Mit Schwerpunkt auf dem westlichen und südlichen Teil des Landkreises mussten insgesamt rund 60 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Freisings Stadtbrandinspektor Anton Frankl: „Das Einsatzspektrum im Landkreis zog sich von Fahrenzhausen angefangen über Neufahrn und Eching bis Hallbergmoos. Überall bis sich den Einsatzkräften das gleiche Bild: abgerissene Äste und auch umgestürzte Bäume auf den Fahrbahnen. An der Kinobaustelle in Mintraching waren Bauzäune vom Sturm umgedrückt worden. Den Kurt-Kittel-Ring in Neufahrn blockierte ein umgestürzter Baum. In Massenhausen lief ein Gully über und das Wasser floss in eine angrenzende Garage. Auch hier war die FFW gefragt.

Das Gewitter hatte auch massive Auswirkungen auf den S-Bahn Verkehr: Wie die Bahn noch am Freitagabend mitteilte, musste am Samstagabend kurz vor 22 Uhr der Verkehr für etwa 40 Minuten komplett eingestellt werden. Am Samstagmorgen wurde dann gegen 7 Uhr wegen Ästen in der Oberleitung die Strecke zwischen Neufahrn und Freising gesperrt. Die S-Bahnen der Linie S 1 verkehrten ab Neufahrn ausschließlich nach München Flughafen. Ein Schienenersatzverkehr mit Taxis wurde gegen 7.30 Uhr zwischen Neufahrn und Freising eingerichtet.

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