Das Bild zeigt den Vorstand des VCD Freising (v. l.): Bernhard Sturm, Karl Auerswald (beide Beisitzer) , Vorsitzender Alfred Schreiber, Andreas Kagermeier (Schatzmeister) und Jürgen Maguhn (Beisitzer).
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Der Vorstand des VCD Freising (v.l.): Bernhard Sturm, Karl Auerswald (beide Beisitzer) , Vorsitzender Alfred Schreiber, Andreas Kagermeier (Schatzmeister) und Jürgen Maguhn (Beisitzer).

Gemischte Bilanz Jahreshauptversammlung

VCD: Radverkehr in Freising eine „unendliche Frustgeschichte“

„In Kürze wird die Westtangente eröffnet – und was ist mit dem Radverkehr?“ Für Andreas Kagermeier vom Bürgerbegehren ist das eine „unendliche Frustgeschichte“.

Freising - Trotz jahrzehntelanger Diskussionen, so Kagermeier, habe sich beispielsweise in puncto Tauglichkeit von Bahnunterführungen für den Radverkehr nichts getan. Bei einer kürzlich vorgelegten bundesweiten Bewertung der Situation erhielt Freising die Note 4,1. Im bundesweiten Vergleich mit anderen 415 Mittelstädten landete Freising gerade einmal auf Platz 302 – und auch im Vergleich mit bayerischen Städten schaut es eher schlecht aus. Hier landete die Domstadt auf Platz 38 von 49, Erding hingegen auf Rang 16, Dachau sogar auf Platz 13.

Die Verbesserungen

„Es gab in den vergangenen Jahren nur wenige konkrete Verbesserungen bei der Radinfrastruktur“, erklärte Kagermeier. Zwar seien Fahrradstraßen eingerichtet worden wie in der Kulturstraße und in der Schwabenau ebenso wie auch drei Grün-Pfeile für Rechtsabbieger. Der große Wurf, so Kagermeier, sei aber noch nicht gelungen. Deshalb werden weiterhin Unterschriften für das Bürgerbegehren gesammelt.

Die Forderungen

Wichtig seien jetzt eine hohe Qualität bei Radwegen, ein durchgängiges Radverkehrsnetz und eine bessere Gestaltung, vor allem an Kreuzungen und Einmündungen, um die Sicherheit deutlich zu erhöhen. Außerdem sollten deutlich mehr Fahrrad-Abstellmöglichkeiten geschaffen werden. Nur bei konsequenter und zielstrebiger Vorgehensweise könne der Radverkehr seine positiven Auswirkungen zum Klimaschutz, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und für mehr Lebensqualität auch erfüllen, betonte Kagermeier.

Die Neuwahl

Aber es musste auch neu gewählt werden beim VCD: Einstimmig im Amt bestätigt wurde als Vorsitzender Alfred Schreiber, zu seinem neuen Vize wurde Bernhard Sturm, ehemals Beisitzer, gekürt. Andreas Kagermeier wird als Schatzmeister die finanziellen Angelegenheiten regeln, als Beisitzer wurden Karl Auerswald, Vilmar Eggerstorfer und Jürgen Maguhn gewählt.

Ihr gemeinsamer Wunsch: Den Radverkehr wirksam voranbringen und den ÖPNV weiter ausbauen. Zudem sollte der weitere Ausbau von Straßen gestoppt werden wie auch beispielsweise die Verbreiterung der Schlüterbrücke oder die Nordumfahrung Erding.

Update Dritte Startbahn

Von Christian Magerl gab es noch ein Update in der Causa Dritte Startbahn. Diesbezüglich hat Schreiber eine klare Meinung: „Ministerpräsident Söder sagte anlässlich der Hochwasserkatastrophe, man müsse künftig mehr für den Klimaschutz tun. Da kann er ja gleich mal mit der 3. Startbahn anfangen, und dieses längst überholte Großprojekt endgültig aufgeben!“

Das große Anliegen

Ebenso ein großes Anliegen für Schreiber, wie er dem FT verriet: die Besteuerung von Kerosin. „Es ist überfällig, auch den klimaschädlichen Luftverkehr für eine Besteuerung angemessen heranzuziehen.“ Das von der Luftverkehrsbranche selbst vorgeschlagene CORSIA-Konzept sehe der VCD äußerst kritisch, denn damit würde der Produktion von Palmöl Vorschub geleistet, und das würde zur weiteren Vernichtung des Regenwaldes führen. Mit der Besteuerung von Kerosin wird der auf Erdöl basierende fossile Energieträger entsprechend herangezogen, so Schreiber. Dies biete Anreize für einen sparsamen Verbrauch und eröffne zudem neuen Technologien einen Markt.

Richard Lorenz

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