Volkshochschulen
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Die Zukunft der Freisinger Volkshochschule ist weiter ungewiss.

Anruf aus der Staatskanzlei

„Endet in einem Fiasko“: Brandbrief der VHS zeigt Wirkung, aber Sorgen bleiben

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Wie geht es weiter mit der VHS Freising? Der Brandbrief, den die Volkshochschule nach München geschickt hat, zeigt Wirkung. Doch viele Sorgen bleiben.

  • Die Freisinger Volkshochschule hat Schwierigkeiten.
  • Die Corona-Pandemie bringt sie in arge finanzielle Nöte.
  • Ein Brandbrief brachte Reaktion aus München - doch die Sorgen beleiben.

Freising – Die Zukunft der Freisinger Volkshochschule, die wegen der Corona-Pandemie in argen finanziellen Schwierigkeiten steckt (wir haben berichtet), ist noch immer ungewiss. Der Finanzausschuss der Stadt hatte sich am Dienstag zwar in nichtöffentlicher Sitzung über die finanzielle Situation der VHS informieren lassen, eine Entscheidung, ob man den monatlichen Barzuschuss auch in Corona-Zeiten weiterbezahlt, um das Überleben der Einrichtung zu sichern, wurde allerdings nicht getroffen.

VHS Freising darf wieder unterrichten: Teilnehmer-Schwund befürchtet

Oliver Dorn (Vhs):„Es bleiben viele offene Fragen.“

Und auch wenn – wie jetzt beschlossen – die Staatsregierung 30 Millionen Euro bereitstellt, um die Erwachsenenbildung in Bayern zu unterstützen, sorgt das bei VHS-Geschäftsführer Oliver Dorn noch lange nicht für Aufatmen. In einem Schreiben, das dem Freisinger Tagblatt vorliegt, hatte sich Dorn an Staatsminister Florian Herrmann (CSU) gewandt, ihm die Situation und die Probleme geschildert, die man seit Schließung der VHS am 16. März habe. „Wir haben als Verein seit zwei Monaten nur Ausgaben, aber keine Einnahmen mehr.“

Noch bevor die Staatsregierung verkündet hat, dass die Volkshochschulen ab 30. Mai wieder öffnen dürfen, wollte Dorn wissen, wann „das Ende des Betätigungsverbots“ ist. Dorn erinnerte Herrmann daran, dass die Volkshochschulen „in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Systemrelevanz engagierter Erwachsenenbildung mit exzellenten Zahlen bewiesen” hätten. Und: „Die Angestellten der VHS, wie auch über 200 freie Mitarbeiter und tausende Teilnehmer in Freising verstehen Ihre Politik nicht.”

VHS-Chef schreibt Brandbrief: Kritik an Verboten

Dorn kritisiert, dass Verbote ohne Differenzierungen ausgesprochen worden seien, dass Menschen Bildungsangebote bräuchten, „um nach Corona wieder Fuß zu fassen“. Die Befürchtung des VHS-Geschäftsführers: „Der eingeschlagene Weg ist unbezahlbar, wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht vertretbar und endet in einem Fiasko.”

Nun hat Herrmann Dorn am Dienstag telefonisch über die neuen Entwicklungen und Entscheidungen der Staatsregierung informiert. Dorn sprach von einem „konstruktiven Gespräch”, in dem allerdings keine Details besprochen worden seien. Und auch nach dem Telefonat bleiben für Dorn noch viele offene Fragen: Ein Schulungsbetrieb mit Auflagen sei „wirtschaftlich bedenklich“, das Verhalten von Teilnehmern sei nicht kalkulierbar, ein deutlicher Teilnehmer-Schwund sei zu befürchten. es komme zu Stellenabbau durch die Nichtverlängerung von Verträgen, Neueinstellungen seien nicht möglich. Dorns Fazit: „Unter diesen Umständen ist ein verantwortungsvolles und wirtschaftliches Arbeiten mehr als erschwert, eigentlich nicht möglich.“

Immerhin: Das Programmangebot der VHS Freising für die nächsten Wochen ist auf www.vhs-freising.org zu finden und wird regelmäßig, soweit die Auflagen es erlauben, ergänzt. 

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