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Der Stadtchef wusste, was die Vöttinger nervt: Die Großbaustelle Westtangente sorgt für Lärm und ein alltägliches Chaos.

Klagen bei der Bürgerversammlung

Vöttinger leiden unter ihrer Mega-Baustelle

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Die Grundschule Vötting wird saniert und erweitert: Die Turnhalle soll abgerissen und durch eine neue Sportstätte ersetzt werden, der Nordflügel soll nach Osten hin erweitert werden. Einerseits freut das die Vöttinger. Andererseits weckt das im Westen von Freising Befürchtungen vor weiteren Belastungen durch Baustellen.

Freising – Denn was die 2934 Vöttinger seit dem Start der Arbeiten für die Westtangente erdulden müssen, das stellt die Anwohner auf eine harte Probe. Bei der Bürgerversammlung am Dienstag im Lerner wussten die Betroffenen dem OB ein Lied davon zu singen.

Tobias Eschenbacher wusste genau, weshalb die 40 Bürger in erster Linie gekommen waren. Immer wieder verwies er darauf, dass er noch Ausführungen zur Westtangente machen werde. Als es dann so weit war, entbrannte auch gleich die Debatte über das Projekt, das – dessen war sich der OB sehr wohl bewusst – während der Bauphase eine starke Belastung für die Vöttinger sei. „Ich will das gar nicht kleinreden, dass das eine belastende und große Baustelle ist“, betonte der Rathauschef. Eschenbacher versicherte aber auch, dass alle Beteiligten alles täten, um die Belastungen so gering wie möglich zu halten. Freilich: Bei so einem Mammutprojekt gehe eben mal etwas daneben, laufe etwas nicht so wie gewünscht. Beispiel: Die nach Norden verlegte Giggenhauser Straße sei zu eng für die Schulbusse gewesen. Man habe also die Verschwenkung überprüft und verändert, jetzt werde ein neuer Fahrversuch durchgeführt. Und da könne es dann auch mal passieren, dass ein Kanal „angebaggert“ werde, weil er nicht da lag, wo er liegen hätte sollen. Und da könne es auch passieren, dass ein Internetkabel abgerissen werde.

Besondere Probleme sehen die Vöttinger zum einen wegen der bisher unzureichenden Straßenreinigung. Der in der Stadt für das Projekt Westtangente zuständige Mann, Franz Piller, dankte für den Hinweis und versicherte, man werde dies bei der anstehenden Baubesprechung zum Thema machen. Eine andere Stimme aus Vötting schilderte ein durch die Baustelle verursachtes tägliches „Chaos“, das für Fußgänger und Radfahrer besonders gefährlich sei.

Weil sie genug Lkw gesehen und gehört haben, wollen die Vöttinger künftig am liebsten gar keine Lastwagen mehr in ihrem Stadtteil sehen. „Die gehören weg und raus!“, forderte ein Bürger. Das, so der OB, sei aber nicht so einfach, könne nicht so ohne weiteres angeordnet werden. Für den Vorkämpfer gegen die Westtangente, Wolfgang Reinhardt, war das der Beweis: Die Westtangente werde für Vötting keine Entlastung bringen.

Eine Entlastung soll es ab Anfang 2018 zumindest sein, wenn die Arbeiten für die obere Hälfte des Tunnels abgeschlossen sind und man die untere Hälfte des Tunnelquerschnitts anpackt: Die gehe schneller und man bekomme als Anwohner nicht mehr viel davon mit, versprach der Oberbürgermeister.

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