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Vorkehrungsmaßnahmen

Volksfest Freising: In jedem Teil zu jeder Zeit Polizisten

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    Manuel Eser
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Freising - Während der Volksfest-Woche 2015 ist es  in Freising zu einer Vergewaltigung gekommen. Grund genug für Polizeichef Ernst Neuner, mit seiner Mannschaft Präsenz zu zeigen – nicht nur, um Straftaten auf dem Festgelände zu verhindert, sondern auch auf dem Heimweg.

Das Volksfest Freising sollte vor allem eines sein: ein Ort für Spaß, Brotzeit und die ein oder andere Maß Bier. In den vergangenen Jahren ging es – bis auf wenige traurige Ausnahmen – zwar auf dem Gelände friedlich zu. Umso erschütternder war es, dass eine 31-Jährige beim Heimweg vom Volksfest auf dem Fürstendamm Opfer einer Vergewaltigung wurde.

Solche schlimmen Vorfälle und auch die latente Terrorgefahr stellen die Polizei Freising vor große Herausforderungen – vor allem, wenn man mit Personalmangel zu kämpfen hat, wie Polizeichef Ernst Neuner erst kürzlich bei einem Termin mit Landtagsabgeordneten Florian Herrmann betont hatte. Dennoch will der Polizeioberrat gerade an den besucherstarken Tagen (an den Freitagen, Samstagen und am Dolce-Vita-Dienstag) mit stärkerer Besetzung antreten. „Wir wollen Präsenz zeigen“, sagt Neuner. Sein Ziel sei, „in jedem Teil des Volksfestes zu jeder Zeit Polizisten zu haben“. Klar: Findet an einem Ort ein Einsatz statt, sind andere Stellen nicht so gut überwacht. Und doch werden auch P+R-Platz und Fürstendamm ebenso wie die sonstige Umgebung des Volksfestgeländes verstärkt in die Streife miteinbezogen, um dort ebenfalls für Sicherheit zu sorgen.

Durch Vorkommnisse wie dem Amoklauf in München werde man natürlich sensibler, meint Neuner. Man spiele Szenarien durch, inwiefern man für Extremfälle auch gerüstet sei. „Wir hinterfragen uns jedes Jahr, ob das, was und wie wir es getan haben, richtig war.“ Mit der Stadt Freising sei man da im ständigen Austausch. Die einzelnen Maßnahmen werden auch in Absprache angepasst.

Viel anpassen musste man allerdings aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren nicht. „Die Sicherheitslage am Volksfest ist eigentlich immer gut“, sagt Neuner und lobt die Organisatoren: „Das Konzept ist einfach darauf ausgelegt, dass die Leute größtenteils in Frieden feiern.“ Außerdem hat es seitens der Polizei oft schon gereicht, präsent zu sein. Die Strategie heuer: entspannt mit den Volksfestbesuchern umgehen, mit Augenmaß auf die Regeln hinweisen.

Trotzdem spricht Neuner auch Warnungen aus: Wenn Grenzen überschritten werden, schreitet die Polizei in gebotenem Maß ein. Reibereien versuchen die Beamten allerdings schon zu schlichten, bevor sie zu Straftaten werden.

Auch zum Thema „Sicherer Heimweg“ hat Ernst Neuner auch ein paar Tipps: Man sollte, wenn möglich, immer in Begleitung vom Volksfest aufbrechen. Am besten sei es auch, keine Abkürzungen zu nehmen, sondern an beleuchteten Straßen und Orten zu bleiben.

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