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Die Volkshochschule in Freising.

Erwachsenenbildung im Landkreis

Die Volkshochschule Freising

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Die VHS Freising gibt es schon seit 1948. Seitdem verschreibt sie sich der Erwachsenenbildung im Landkreis. Alles rund um die Volkshochschule und ihr Programm.

Freising - Unter Volkshochschulen versteht man gemeinnützige Einrichtungen zur Erwachsenenbildung und -weiterbildung. Entgegen ihrer Bezeichnung handelt es sich dabei nicht um Hochschulen aus dem tertiären Bildungsbereich, sondern werden dem quartären Bereich der Weiterbildung zugeordnet. Volkshochschulen verfolgen das Ziel, breiten Bevölkerungsgruppen zu sozialverträglichen Konditionen ein breites Bildungsangebot zu bieten. Insgesamt existieren rund 900 Volkshochschulen in Deutschland.

Die Geschichte der Volkshochschule in Deutschland

Volkshochschulen gibt es in Deutschland schon seit dem 19. Jahrhundert. Als erste Volkshochschule in Deutschland wird oft die Humboldt-Akademie genannt. Diese wurde 1878 gegründet und schloss sich im Jahr 1902 mit der Freien Hochschule Berlin zusammen. Die meisten Volkshochschulen in Deutschland wurden nach dem Ersten Weltkrieg gegründet. Das Ziel war einfach: die breite Bevölkerung, die bis dahin von der Bildung ausgeschlossen war, sollte durch die VHS gebildet werden. In der Reichsverfassung aus dem Jahr 1919 wurde erstmals die Förderung des Bildungswesens, einschließlich der Volkshochschulen, gesetzlich verankert.

Am 25. November 1918 eröffnete Robert Ferdinand Piloty die Würzburger Volkshochschule. Das erste Semester wurde in den Hörsälen der Universität abgehalten. Ein Jahr später waren bereits mehr als 5000 Hörer bei der VHS eingeschrieben. Die 1918 in Jena gegründete Volkshochschule konnte schon einen Tag nach ihrer Eröffnung 2000 eingeschriebene Hörer verzeichnen. Der Bedarf an Bildung war groß und die Volkshochschulen in Deutschland waren nun im Kommen. Der Bedarf an Bildung war groß und die Volkshochschulen in Deutschland waren im Kommen. Mithilfe einiger Unternehmen, die sich an der Gründung beteiligten, darunter Carl Zeiss, gab es im Jahr 1919 bereits mehr als 150 Volkshochschulen in Deutschland.

VHS Freising: So wird die Schule finanziert 

In der Regel werden Volkshochschulen durch sechs „Säulen“ finanziert: Zuschüsse des Landes, Zuschüsse der Gemeinde, Zuschüsse des Landkreises, Teilnehmerentgelten, Spenden und Förderungsmittel. Meistens sind die Lehrkräfte nicht festangestellt, sondern werden als Honorarkräfte bezahlt. Da eine VHS keine Gewinne erzielen und nur einen gewissen Teil seines Umsatzes selbst decken muss, sind die angebotenen Kurse meist kostengünstige Angebote und damit in der Regel für alle Bevölkerungsschichten zugänglich.

Die Volkshochschule Freising erwirtschaftet pro Jahr einen Umsatz von knapp 1,5 Millionen Euro. 75 Prozent davon muss die VHS selbst erwirtschaften, das letzte Viertel besteht aus Zuschüssen. Größter Finanzier dabei ist die Stadt Freising. Diese bezahlt 4,50 Euro für jeden Einwohner mit Erstwohnsitz in Freising. Weitere Zuschüsse kommen vom Freistaat Bayern und durch Sponsoring.

Die Auftragsmaßnahmen der VHS Freising gewinnen durch die enge Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Seit geraumer Zeit bietet die VHS Freising regelmäßig Integrationskurse in Zusammenarbeit mit dem Bamf an. Auch mit der Sparkasse Freising arbeitet die Volkshochschule schon seit vielen Jahren zusammen.

Seit über 15 Jahren führt die VHS Freising außerdem als einzige Volkshochschule Sprachkurse für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa durch. Der Unterricht umfasst insgesamt 14 Sprachen und fußt auf erprobten Methoden. Die Lehrkräfte der VHS Freising haben eine Sprachausbildung und teilweise eine Zusatzqualifikation für die Erwachsenenbildung. Die meisten Lehrkräfte sind Muttersprachler. Das Ziel des Kurses ist die Vorbereitung auf authentische Altags- und Berufssituationen.

Rund 16.000 Menschen nehmen jährlich die Kursangebote der VHS Freising wahr. Die Hauptzielgruppe sind dabei Frauen zwischen 25 bis 45 Jahren. Diese machen rund 75 Prozent der Teilnehmer aus. 

Das Programm der VHS Freising:

Die Volkshochschule Freising wurde im Jahr 1948 gegründet. Der ehemalige Kultusminister und Förderer der Volksbildung, Professor Dr. Franz Fendt sagte im Jahre 1947: „Die Hauptaufgabe der Volkshochschulen besteht nicht in der reinen Wissenvermittlung, sondern in der Förderung der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit des Menschen." Bis heute verschreibt sich die VHS Freising dieser Philosophie.

Mittlerweile werden jährlich zwischen 2.500 und 2.800 Kurse angeboten. Knapp 20 Prozent davon finden wegen zu weniger Kursanmeldungen nicht statt. Durchgeführt werden die Kurse von 240 freiberuflichen Lehrkräften. Insgesamt gibt es fünf Fachbereiche an der VHS Freising: Gesellschaft, Beruf und EDV, Sprachen, Gesundheit und Kultur. Ergänzt werden die Halbjahresprogramme durch die Sommerakademie, die die Zeit in den Sommermonaten gestaltet. Seit Längerem kann man bei der VHS Freising auch den Einbürgerungstest ablegen. Die Anmeldung zu den Veranstaltungen findet persönlich, telefonisch oder online statt.

Die VHS Freising im Überblick:

Die Volkshochschule Freising

Öffnungszeiten

Anschrift:

Kammergasse 12

85354 Freising

Montag:

09:30 - 12:30

Homepage:

www.vhs-freising.org

Dienstag:

09:30 - 12:30

Email:

vhs@vhs-freising.org

Mittwoch:

09:30 - 12:30

Telefon:

08161/49 07-0

Donnerstag:

15:00 - 19:00

Angebot:

Gesellschaft

Beruf und EDV

Sprachen

Gesundheit

Kultur

Sommerakademie

Freitag:

09:30 - 12:30


Im Jahr 2018 feiert die VHS Freising ihr 70-jähriges Jubiläum. Dazu gibt es eine Ausstellung in der Kammergasse und im Rathaus. Dort wird die Chronik der VHS Freising anhand von Tafeln veranschaulicht. Außerdem werden Programmhefte aus verschiedenen Epochen ausgestellt, ebenso wie Exponate aus dem Bereich Keramik und Ikebana. Am 13. Juli soll zudem ein Festakt mit Würdigung der VHS stattfinden.

tf

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