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Das „Erzählcafé – Freising in alten Aufnahmen“ bietet die Möglichkeit, in geselliger Runde entspannt über frühere Zeiten zu plaudern.

13 Stationen

Vorwärts in die Vergangenheit: Buntes Programm beim Tag des offenen Denkmals in Freising

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Freising - „Macht und Pracht“ lautet in diesem Jahr das Motto für den Tag des offenen Denkmals. Für die Stadt Freising ist das Anlass, die Innenstadtsanierung in den Mittelpunkt zu rücken. So führt das Programm etwa auf den Domberg, zur Moosach, in ein preisgekröntes Haus und auf eine Großbaustelle.

Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag präsentiert die Stadt Freising gemeinsam mit engagierten Institutionen und Vereinen ein spannendes Programm. Anlass bietet die Innenstadtentwicklung: Mit der laufenden Neugestaltung sollen moderne Ansprüche an ein lebendiges Zentrum erfüllt werden. Zugleich geht es darum, den historischen Charakter der Altstadt zu bewahren und das bauliche Erbe aufzuwerten. Hier sind die 13 Stationen im Überblick.

„Wohnhaus Luckengasse 4“

Das Bürgerhaus mit ehemaliger Werkstatt behziehungsweise Laden wurde in den Jahren 1691/92 in der Luckengasse errichtet. Nach längerem Leerstand erfolgte die Sanierung des Anwesens in enger Abstimmung mit den Eigentümern, dem Architekten und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Eine „Rarität“ im heutigen Stadtbild ist die erhaltene bauzeitliche Putzfassade. 

Führung: 11 bis 17 Uhr durch die Architekturwerkstatt Gmeiner/Huber, Treffpunkt: Luckengasse 4.

„Die Fürstenzimmer der Freisinger Residenz“ waren vom 16. bis zum 18. Jahrhundert Wohn- und Repräsentationsorte der Fürstbischöfe.

„Die Fürstenzimmer der Freisinger Residenz“

Die Fürstenzimmer im Kardinal-Döpfner-Haus bilden eine Folge von historischen Räumen, die von 16. bis 18. Jahrhundert den Freisinger Fürstbischöfen als Wohn- und Repräsentationsort dienten.

Führungen: 11 bis 16 Uhr, jeweils zur vollen Stunde mit Florian Notter und Michael Lutzenberger, Treffpunkt: Domplatz


„Ein Rathaus ist unter allen Umständen das wichtigste Wahrzeichen einer Stadt“

Der Architekt Günther Blumentritt (1860-1919) errichtete von 1904 bis 1907 das Freisinger Rathaus. Mit seiner künstlerischen Ausstattung, den Fassaden, den Ratssälen und dem Brunnen auf der Nordseite stellt es ein Kunstwerk dar.

Führung: 11 Uhr mit Klaus Kratzsch, Treffpunkt: Marienplatz

„Archäologischer Rundgang über den Domberg“

Der Freisinger Domberg war aufgrund seiner topographisch markanten Lage im Isartal seit jeher ein attraktiver Siedlungsplatz. Die Führung begibt sich auf die Spuren wichtiger archäologischer Funde und versucht, die archäologisch-historische Siedlungsentwicklung des Freisinger Dombergs in einem großen Bogen von den Anfängen bis zum Dombrand 1159 vor Ort nachzuzeichnen.

Führung: 12 Uhr mit Christian Later (Landesamt für Denkmalpflege), Teilnehmerzahl: maximal 40 Personen, Treffpunkt: Domplatz


„Historische Dachwerke am Domberg“

Im Mittelpunkt der Führung stehen die historischen Dachwerke der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz (KDH). Das Dach ist nicht als eine Einheit errichtet worden, sondern besteht aus mehreren Bauabschnitten im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts. Der Rundgang ist nicht „barrierefrei“.

Führungen: zwischen 13 bis 15 Uhr, jeweils zu vollen Stunde mit Georg Brütting (Uni Bamberg), Teilnehmerzahl: maximal 25 Personen, Treffpunkt: Domplatz vor dem Döpfner-Haus

„Erzählcafé – Freising in alten Aufnahmen“

Das Erzählcafé in der Bibliothek des Seniorenwohnheims der Heiliggeistspital-Stiftung bietet die Möglichkeit, in geselliger Runde über alte Zeiten zu plaudern. Bei schönem Wetter ist die Terrasse geöffnet. Der Zugang erfolgt über das historische Spitalgebäude.

Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr (Beata Kansy, Heiliggeistspital-Stiftung), Treffpunkt: Heiliggeistgasse 17

„Junge Stadtforscher unterwegs“

Auch Kindern wird etwas geboten: Wer einmal Stadtforscher sein und dabei die Straßen und Gassen der Altstadt von Freising erkunden, möchte, sollte zwischen 14 und 16 Uhr an den Infostand an der Unteren Hauptstraße kommen.

Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr für Kinder von acht bis zwölf Jahren, Treffpunkt: Infostand, Untere Hauptstraße

Die „Historischen Dachwerke am Domberg“ wurden in mehreren Bauabschnitten binnen zwei Jahrhunderten errichtet.

„Wenn Gebäude Stadtgeschichte erzählen“

Die Stadt Freising ist reich an Baudenkmälern. Insgesamt 277 Objekte sind derzeit in der Denkmalliste verzeichnet. In einem Vortrag werden Einblicke in die Inventarisationsarbeit der Denkmalpflege gegeben.

Vortrag: 14 Uhr mit Nina Dürr, Treffpunkt: Großer Sitzungssaal, Rathaus

„Asamgebäude – Archäologische Grabungen und Sanierungsdetails“

Das bedeutende Baudenkmal wird bis 2021 generalsaniert und zum Kultur- und Bürgerzentrum umgebaut. Intensive Voruntersuchungen brachten die Reste der spätmittelalterlichen Vorgängerbebauung zum Vorschein, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Die Sicherungsmaßnahmen sowie das Fassadenkonzept werden weitere Themen sein.

Führung: 14.30 Uhr mit Ulrich Setzwein (Hochbauamt), Teilnehmerzahl: maximal 25 Personen, Treffpunkt: Marienplatz 7, Durchgang Innenhof

„Stadtlandschaft – Anhöhen, Niederungen und Topographie erleben“15

Freising erstreckt sich über besondere Anhöhen und Niederungen, die viel aus der Stadtgeschichte und viel über die Denkmaltopographie verraten. Die Führung startet auf dem Domberg. Es geht von der Inneren Moosach zur Stadtmoosach und zum Wippenhauser Graben.

Führung: 15 Uhr mit Gerhard Ongyerth, Teilnehmerzahl: maximal 40 Personen, Treffpunkt: Domberg, Aussichtsplattform

„Sommer- und Gartenhaus der Domkleriker“

Als 2006 das Wohnhaus Sackgasse 9 im überaus kritischen Zustand zum Verkauf stand, ahnte niemand, dass es sich hierbei um einen mittelalterlichen Gartenpavillon der Domkleriker handelte, der zirka 1700 unter Weihbischof Johann Sigmund Freiherr von Zeller um einen repräsentativen Festsaal erweitert worden war. Die Stadtbauhistorikerin Alexandra Baier wird auf das Nebeneinander von bürgerlichen und adeligen Wohnstätten in der Stadt sowie auf den Funktionswandel nach der Säkularisation eingehen.

Führungen: 15 und 16 Uhr mit Ingrid Hartert-Müller und Alexandra Baier, Teilnehmerzahl: maximal 25 Personen, Treffpunkt: Sackgasse 9

Ehemaliges Bürgerhaus, Ziegelgasse 5

Das Anwesen wurde 1552 errichtet und in den folgenden Jahrhunderten immer wieder ausgebaut und verändert. 2016 wurde eine behutsame Sanierung abgeschlossen. Für das außerordentliche Engagement erhielten die Eigentümer den Bayerischen Denkmalpflegepreis (Bronze) sowie den Stadtbildpflegepreis.

Führung: 15.30 Uhr mit Architekt Christian Klessinger sowie den Eigentümern Gaby und Georg Reiter, Teilnehmerzahl: Kleingruppe, Treffpunkt: Ziegelgasse 5


„Von Fassaden, Fenstern und Türen“

Der aufmerksame Flaneur wandert durch die Straßen der Altstadt und erfreut sich an den schönen historischen Fassaden. Doch warum wirken gerade diese so reizvoll im Stadtbild? Genau dies soll bei diesem Rundgang erkundet werden.

Führung: 17 Uhr mit Yvonne Slanz, Teilnehmerzahl: maximal 40 Personen, Treffpunkt: Kriegerdenkmal

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