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Die Eisschicht ist nicht dick genug.

Wasserwacht im Landkreis warnt vor Eisspaziergängen

Trotz klirrender Kälte sehr dünnes Eis

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Das Skandinavien-Hoch „Hartmut“ und die damit verbundene Kälte haben Freising fest im Griff: Doch eine Umfrage bei den Wasserwachten zeigt: Die Minustemperaturen im zweistelligen Bereich garantieren keine tragfähige Eisdecke auf den Seen.

Landkreis – „Die Eisdecken auf den Weihern und Seen im Landkreis sind maximal zwei Zentimeter dick. Das reicht nicht, um sie zu betreten“, warnt Korbinian Buckl, der stellvertretende technische Leiter der Wasserwacht in Freising. Die vergangenen Tage und Nächte waren sehr kalt, deswegen ist auf einigen Seen im Landkreis zwar schon eine Eisschicht gewachsen: „Allerdings ist die sehr tückisch“, beschreibt Buckl: „Auch wenn die Eisflächen den Eindruck machen, als würden sie tragen, tun sie es nicht. Das Eis ist sehr dünn und das Betreten lebensgefährlich.“ Die Wasserwacht Freising rät deshalb dringend, „die Füße auf dem Festland zu behalten und sich nicht aufs Eis zu wagen.“

So sieht es auch Stefan Aigner, Chef der Wasserwachttruppe in Moosburg: „Es ist einfach zu gefährlich derzeit.“ In der Nacht friere es zwar und es bilde sich auf dem Wasser eine dünne Schicht: „Aber tagsüber fängt es wieder an, etwas zu tauen.“.

Ende der Woche will er mit seiner Mannschaft zum Üben ausrücken. Aber Aigner warnt: „Wenn wir aufs Eis gehen, sind wir mit unserer Schutzausrüstung bestens präpariert. Passanten dürften ja nicht den Eindruck gewinnen, wenn wir von der Wasserwacht aufs Eis dürfen, dürfen sie auch“.

Korbinian Buckl ergänzt: „Wir bitten auch die Bevölkerung um Mithilfe.“ Sollten Passanten beim Spazierengehen Leute beobachten, die sich aufs Eis wagen, sollten sie diese auf die mögliche Gefahr hinweisen. Buckl weiter: „Noch wichtiger ist die schnelle Reaktion, wenn man beobachtet hat, wie jemand ins Eis eingebrochen ist.“ Man sollte sich diesem Fall nicht selbst in Gefahr bringen, „sondern schnell die 112 wählen“. Dann werden die geschulten Einsatzkräfte zu Hilfe eilen. Insgesamt 80 Aktive zählt die Wasserwacht Freising: „Davon stehen 20 in der Schnellen Einsatzgruppe zur Verfügung, die bei Notfällen alarmiert werden.“

Bis Donnerstag soll es laut Andreas Brömser vom Deutschen Wetterdienst zwar ebenfalls klirrend kalt werden, allerdings vermeldet der Meteorologe nach der derzeitigen Wetterprognose bereits am kommenden Wochenende tagsüber wieder Plusgrade. Korbinian Buckl: „Diese wenigen kalten Tage sind eben zu wenig, um ein ausreichendes Gefrieren der Seen zu gewährleisten.“

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