+
Stabwechsel an der Realschule: Rektorin Christine Obermaier geht in Ruhestand, Bernd Friedrich rückt als Chef nach. 

Wechsel an Karl-Meichelbeck-Realschule: Bernd Friedrich neuer Chef

„Ich werde die Schule nicht umkrempeln“

  • schließen

Sie habe, so sagt sie, „großes Glück im Leben gehabt“. Denn es habe keinen Tag gegeben, an dem sie nicht gerne gearbeitet hätte: Christine Obermaier, bis Freitag noch Direktorin an der Karl-Meichelbeck-Realschule (KMRS) in Freising. Ihr Nachfolger ist einer, der ebenfalls schon an der Freisinger Realschule gewirkt hat: Bernd Friedrich

Freising – Christine Obermaier, so gibt sie zu, habe sie ihren Beruf lange genug ausgeübt. „Ich werde es im Ruhestand genießen, keinen Plan haben zu müssen“, sagt die Pädagogin, die von 1985 bis 2004 in Freising gelehrt hat, dann Schulleiterin in Manching wurde und seit 2008 die Geschicke der KMRS lenkte.

Bernd Friedrich (52), war von 2002 bis 2010 Lehrer an der Düwellstraße, danach zweiter Konrektor in  Wasserburg und stellvertretender Schulleiter in Taufkirchen/Vils. Wenn er ab Samstag offiziell der neue KMRS-Chef ist, dann kennt er noch rund ein Viertel der Lehrkräfte und werde, so sagt er, zunächst einmal wenig ändern. „Ich werde die Schule nicht umkrempeln.“ Wenn morgen Obermaier verabschiedet wird, dann geht sie „leichten Herzens“. Denn: „Ich bin alt genug.“ Und die Zeit, in der sie an der KMRS als Schulleiterin wirkte, war ja auch tatsächlich eine bewegte.

Schon 2008, als sie nach Freising kam, sei klar gewesen, dass die Schule Raumnot habe, dass es auf Dauer ohne eine zweite Realschule in Freising nicht gehen werde. Die Errichtung des sogenannten P-Baus, die Vergrößerung des Lehrerzimmers, die Erneuerung der Biologie- und Chemiesäle, der Neubau der Realschule II in Freising und der Realschule in Au – alles Projekte, bei denen Obermaier gefragt war. „Das war sehr viel Arbeit, aber es war interessant und herausfordernd“, blickt die scheidende Schulleiterin zurück. Und ihr Nachfolger ergänzt: „Wenn man baut, darf man ja auch gestalten.“ Bauen wird Friedrich derweil wohl nicht: Mit derzeit rund 850 Schülern habe die Schule eine „gute Größe“ – so, dass sie den Schülern noch ein Zuhause sein könne, aber groß genug, um alle vier Wahlpflichtfächer anbieten zu können. Und auch sonst sehe er momentan keine Veranlassung zu gravierenden Veränderungen. Er kenne das Credo von Obermaier, wisse um deren Ziele als Schulleiterin, da könne er nahtlos daran anschließen. Und: „Dass Schüler hier erfolgreich sein können, ist doch das Beste!“

Nur ein Manko sieht Friedrich: die fehlende Schulsozialarbeit. Denn manche Schüler hätten gerade in der 7. und 8. Klasse „Durchhänger“, da wäre jemand, der sie dazu bringe, sich wieder und weiter zu motivieren gut.

Für Obermaier sei es stets das Schönste gewesen, wenn sich Schüler oder Kollegen „richtig gefreut“ hätten, erzählt die. Nach fast zehn Jahren in Freising denke sie schon, dass die Schüler verstanden hätten, „dass sie uns wichtig sind“. Und auch die Eltern hätten immer gewusst, dass sie sich an sie und die Lehrer hätten wenden können. Am Ende ihrer Tätigkeit als Pädagogin bleibt ihr die Gewissheit, „dass ich meine Aufgabe sehr gerne gemacht habe – und so gut wie ich konnte“. Und diese Freude an der Arbeit zeichnet auch Friedrich aus: „Ich freue mich auf die Arbeit hier, ich werde auch selbst unterrichten. Ich bin schon immer gerne Lehrer gewesen.“ Jetzt eben wieder nach einem Umweg über Manching und Taufkirchen in Freising. Wohnen wird Friedrich aber weiter in Taufkirchen. Allein schon wegen der Preise in Freising. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Motorradfahrer stürzt heftig zu Boden - Rettungshubschrauber landet auf der A99
Alleinbeteiligt verlor ein 54-Jähriger am Freitag die Kontrolle über sein Motorrad. Die Folge: Ein schlimmer Unfall auf der A99. 
Motorradfahrer stürzt heftig zu Boden - Rettungshubschrauber landet auf der A99
Durststrecke überstanden: Mittagsbetreuung in Attenkirchen feiert 20. Geburtstag
Für viele Familien aus Attenkirchen ist die Mittagsbetreuung ein unverzichtbares Angebot. Am Samstag, 21. April, feiert die Einrichtung ihren 20. Geburtstag.
Durststrecke überstanden: Mittagsbetreuung in Attenkirchen feiert 20. Geburtstag
FDP plant Ortsverband für Hallertau: Wie es jetzt weiter geht
Der FDP-Ortsverband Moosburg/Hallertau ist seit der Gründung vor zwei Jahren gut gewachsen. Heute sind es 17 Mitglieder aus Landkreis-Norden, die sich im Ortsverband …
FDP plant Ortsverband für Hallertau: Wie es jetzt weiter geht
Kinderschutzbund Moosburg: Nach 28 Jahren droht das Aus - Wer rettet den Verein?
Er ist ein funktionierendes Netzwerk für Kinder und Familien in Moosburg - doch nun droht dem Kinderschutzbund das Aus. Alle Blicke richten sich auf den 2. Mai.
Kinderschutzbund Moosburg: Nach 28 Jahren droht das Aus - Wer rettet den Verein?

Kommentare