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Einige Busse bleiben am Montag stehen - wegen eines Warnstreiks. (Symbolbild)

Wieder Ausnahmezustand in der Domstadt

Wegen Warnstreik: Am Montag fahren in Freising einige Busse nicht

Erneut steht der Stadt Freising ein Streik bevor: Am Montag werden zahlreiche Buslinien nicht bedient. Immerhin: Die Schulbusse fahren wie gewohnt. 

Freising– Exakt eine Woche nach dem Streik vor allem der Klinikum-Mitarbeiter ist Freising erneut von einem Ausstand betroffen. Am Montag gibt es einen Warnstreik des privaten Omnibusgewerbes – und bestreikt wird nach einer Mitteilung die Firma HLV Hadersdorfer Linien-Verkehr Freising.

Vor allem im Stadtgebiet würden aufgrund des Busfahrerstreiks am Montag (26. Oktober) zahlreiche Linien in der Zeit von 4 bis 16 Uhr nicht bedient, sagte auf Nachfrage ver.di-Mann Franz Schütz. Außerdem betroffen seien einige Linien ins Freisinger Umland, wozu aber keine genaueren Angaben zu erhalten waren. Im Zweifelsfall also am Montag aufs Auto umsteigen. Wichtig: Der Schülerverkehr wird nicht vom Streik betroffen sein.

Zum Hintergrund des Warnstreiks teilte die Gewerkschaft mit: „Trotz bisher vier erfolgreichen Streiktagen haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt und verweigern weiterhin jegliche Verhandlungen. Das ist eine klare Kampfansage von den Arbeitgebern“, betonte die ver.di- Verhandlungsführerin für den Bereich privates Omnibusgewerbe in Bayern, Silke Vorpahl. Um den bestehenden Fahrermangel zu beheben, müsse der Beruf wieder attraktiv werden. „Dafür werden wir kämpfen und deshalb streiken wir für unsere Forderungen“, sagte Vorpahl. Die Busfahrer würden einen „ungemein wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“ leisten und seien dabei immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Gleichzeitig werde der Fahrermangel immer deutlicher. „Die Arbeitgeber können weitere Streiks verhindern, indem sie ein ordentliches Angebot vorlegen“, betont Vorpahl. Bis jetzt biete der Arbeitgeberverband der bayerischen Omnibusunternehmen aber nur einen zweiten Verhandlungstermin im Januar 2021 an. „Übersetzt heißt das: Sie bieten nichts“, kritisierte Vorpahl.

Im Hinblick auf Tarifabschlüsse in Rheinland-Pfalz und Nord und den bestehenden Fahrermangel sei dies mehr als unverständlich.  

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