+
Auf ein gutes Gelingen der Starkbierprobe stießen an: Peter Müller (Amtschef Kultusministerium), OB Tobias Eschenbacher, TU-Präsident Wolfgang Herrmann, Kabarettist Wolfgang Krebs und Brauereidirektor Josef Schrädler (v. l.).

Weihenstephaner Starkbieranstich: Lachstürme für Kabarettist Wolfgang Krebs

„Mutti Merkel“ lässt Stephanskeller brodeln

Da war Dampf dahinter. Beim Anstich, beim Derblecken und auch im Bier in den Krügen. Gut 220 Gäste prosteten sich tüchtig zu und amüsierten sich beim Weihenstephaner Starkbierfest. Den Vogel schoß Kabarettist Wolfgang Krebs mit seiner Merkel-Parodie und einer saftigen Portion Lokalkolorit ab.

Freising– Es ging heiß her im prall gefüllten Stephanskeller. Das mag am süffigen Bier, am deftigen Essen, aber auch an den markigen Sprüchen gelegen haben. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was da kam, lieferte Brauereidirektor Josef Schrädler höchstpersönlich. Und zwar gleich zu Anfang mit einer süffisanten Spitze: „Er versucht da immer Bier zu brauen“, sagte Schrädler in in Richtung von Dekan Thomas Becker und der von ihm mitbetreuten hauseigenen Weihenstephaner Versuchsbrauerei. Freilich nicht ohne geflissentlich und augenzwinkernd hinterherzuschicken, dass es ihm „immer besser“ gelinge.

Damit war klar: An diesem Abend würde noch so mancher Promi sein Fett abbekommen. Und als Garant für diese Lachmuskelmassage hatte man keinen Geringeren als den Parodisten und Kabarettisten Wolfgang Krebs engagiert. Der brillierte nicht nur in den Rollen von Ministerpräsident Seehofer und Edmund Stoiber. Zur Hochform lief Krebs auf, als er „Mutti Merkel“ im Backsteingewölbe gab.

Die Leute lachten reihenweise Tränen bei dem Versuch Merkels, sich an der bayerischen Sprache und der einheimischen Mentalität abzuarbeiten. Radebrechend und die Hände zur Raute gefaltet, formte Krebs Begriffe wie „O - i - d - e“ und „so - a-cha“. Es dauerte eine Weile bis die Zuhörerschaft realisierte, dass es sich dabei um den Namen „aller Frauen in Bayern“ und ums Verrichten der Notdurft handelte. Das Gelächter der verblüfften Gäste im Keller war danach umso größer.

Als leichter verständlich stellten sich dagegen Seitenhiebe in Richtung Lokalpolitik heraus. Krebs war gut informiert. Sogar das Thema Abseits schaffte es in seine Seitenhieb-Sammlung. Krebs sprach von einer Falle, die ein „Nachfahre eines Raubrittergeschlechts“ dem Verein zur Rettung des Abseits gestellt habe. Von einer „Moderbude“, in der nicht jeder bayerische Kabarettist anfangen hat müssen. Er jedenfalls nicht, gab Krebs, immer noch in der Rolle von Angela Merkel zu verstehen.

Auch Vize-Landrätin Birgit Mooser-Niefanger und ihr Wechsel von den Grünen zur Freisinger Mitte bekam in Krebs’ Merkel-Parodie ihr Fett ab. Mooser-Niefanger habe nur die Farbe gewechselt, weil sie ihr Ziel verfehlt hat, bei den Grünen „einen guten Listenplatz für die Bundestagswahl zu haben“, ätzte Krebs. Mooser-Niefanger sei ja leider nicht da, bedauerte das Multitalent. Unabhängig davon sprach Krebs sie direkt an: „Ich bin schon ganz gespannt, bei welcher Partei Sie nächstes Jahr sind.“

Alexander Fischer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Frau verschwunden: Große Suchaktion in der Nacht hält Anwohner in Atem - Hubschrauber und Hunde im Einsatz
Eine groß angelegte Suchaktion in Au/Hallertau hat in der Nacht zum Dienstag Dutzende Einsatzkräfte in Atem gehalten. Und für Aufsehen in der Bevölkerung gesorgt.
Frau verschwunden: Große Suchaktion in der Nacht hält Anwohner in Atem - Hubschrauber und Hunde im Einsatz
Exhibitionist belästigt und bedroht Frauen im Zug - die reagieren richtig
Es war eine unerfreuliche Zugfahrt für mehrere Frauen: Mit Maske bekleidet hat ein Exhibitionist sie belästigt und bedroht. Ein Mann stellt sich dem Täter in den Weg.
Exhibitionist belästigt und bedroht Frauen im Zug - die reagieren richtig
Am Flughafen München: Mann lässt Koffer zusammen mit kurioser Nachricht zurück - mit fatalen Folgen
Ein 49-Jähriger ließ seinen Koffer einfach am Flughafen München zurück - zusammen mit einer kuriosen Nachricht. Was er damit auslöste, war ihm wohl nicht klar.
Am Flughafen München: Mann lässt Koffer zusammen mit kurioser Nachricht zurück - mit fatalen Folgen
Auto-Betrüger gesteht vor Gericht - im Gefängnis freuen sie sich schon auf ihn
Mit immer der selben Masche hat ein Betrüger sich von Autohäusern Leihwagen beschafft und diese verkauft. Vor Gericht hat er gestanden, im Gefängnis freuen sie sich …
Auto-Betrüger gesteht vor Gericht - im Gefängnis freuen sie sich schon auf ihn

Kommentare