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30 Jahre Besuchsdienst: Dafür bekam Margit Bartscherer (l.) den Weißen Engel von Ministerin Melanie Huml.

Der Weiße Engel für Margit Bartscherer aus Freising

„Ich mache es aus Dankbarkeit“

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Sie sorgt für viele glückliche Momente bei den Senioren im Freisinger Heiliggeistspital: Margit Bartscherer (78) aus Freising. Seit 30 Jahren macht sie Besuchsdienst im Seniorenheim. Dafür gab es von Ministerin Melanie Huml den Weißen Engel. Dem FT hat die Freisingerin erzählt, wie sie auf die Idee kam, alten Menschen Halt und Ansprache zu geben.

Freising – „Es war ein sehr schöner Festakt“, erinnerte sich gestern Margit Bartscherer. Die Freisingerin freute sich sehr über den „schönen Empfang“. Vor allem imponierte ihr, dass der Landkreis Vize-Landrat Robert Scholz und die Stadt Sozialreferentin Waltraud Heinlein-Zischgl, entsandt hatten.

Der Weiße Engel ist ein treffliches Symbol für das, was Margit Bartscherer nun schon seit 30 Jahren als ihr soziales Engagement mit ganzem Herzen angenommen hat: Sie besucht Senioren im Heiliggeistspital und unterhält sich mit ihnen. So einfach sich das auch anhört, so anspruchsvoll ist es: „Es gibt so viele verschiedene Fälle. Die einen brauchen eine ganz besondere Ansprache. Andere wiederum wollen sich einfach nur mal unterhalten“, erklärt sie. So sei sehr viel Flexibilität gefragt. Zudem stehe Margit Bartscherer auch in direktem Kontakt mit der Stiftungleitung: „Da erfahre ich aus erster Hand, was gerade gewünscht wird.“

Der Grund für Margit Bartscherers Engagement im Besuchsdienst liegt im Privaten begründet: Ihre Mutter, erzählt Bartscherer, sei selbst im hohen Alter noch aktiv gewesen. Darüber war und ist Margit Bartscherer glücklich: „Ich bin einfach dankbar für diese positive Fügung.“ Und so entschloss sie sich dazu, anderen Senioren, denen es nicht so gut geht oder die einsam sind, Lichtblicke für den Alltag zu geben. So machte sie sich nach Absprache mit den Verantwortlichen in Pfarrei und Stiftung Ende der 80er-Jahre auf den Weg.

Sie bekam von Anfang an nur positive Reaktionen: „Die Leute nehmen das Angebot dankend an.“ Schon ein Lächeln des Gegenüber ist es, das Margit Bartscherer für ihren Einsatz belohnt. Inzwischen ist sie auch nicht mehr allein. Engagierte Damen aus der Pfarrei St. Georg sind im Besuchsdienst aktiv.

Die 30 Jahre jedenfalls vergingen wie im Flug. Und Margit Bartscherer, verheiratet mit dem Physiker Hans-Christoph Bartscherer und Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Töchtern, ist nach wie vor von ihrer sozialen Aufgabe erfüllt: „Es ist jedes Mal wieder schön, wenn man sich mit den Senioren trifft. Und deswegen denkt die Freisingerin auch noch nicht ans Aufhören. „Ich mache weiter, bis ich 90 bin“, meint sie mit einen sympathischen Lachen in der Stimme: „Das hab’ ich mir fest vorgenommen.“

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