Spenden-Affäre der AfD nimmt dubiose Wendung

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CSU für Europa: (v. l.) Landrat Josef Hauner, Bezirksrat Simon Schindlmayr, Staatsminister Florian Herrmann, Ortschef Jürgen Mieskes, MdB Erich Irlstorfer, EU-Kommissar Günther Oettinger und Europakandidat Benedikt Flexeder. 

Kampf gegen „antieuropäische Schreihälse“

Werbung für die EU: CSU-Kommissar Oettinger stellt seine Mission für die Europa-Wahl vor

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„Herr Kommissar Oettinger“ hat am Sonntag in Freising ermittelt. Sein Auftrag: für Europa zu werben und den Export von Werten und Frieden als wichtiges Ziel vorzugeben.

Freising – „Herr Kommissar Oettinger“ hat gestern im Stephanskeller zu Weihenstephan ermittelt. Sein Auftrag: für Europa zu werben und den Export von Werten und Frieden als wichtiges Ziel vorzugeben. Günther Oettinger, EU-Kommissar für Finanzplanung und Haushalt, war Festredner beim Neujahrsempfang der Freisinger CSU. Und mit ihm waren sich alle Redner und Gäste einig: Bayern brauche Europa, die CSU stehe für Europa, man dürfe das Feld nicht den europafeindlichen Kräften und den „Schreihälsen“ aus den extremen Ecken überlassen.

Oettinger, der vorher noch in München war und nach seinem Auftritt in Freising per Zug nach Berlin fuhr, zeichnete zunächst ein differenziertes Bild: Wirtschaftlich seien „die sechs besseren Jahre“ in Europa vorbei, „jetzt trübt sich die Lage ein“. Gerade deshalb aber sei es wichtig, den antieuropäischen Kräften sowohl von außen als auch von innen nicht zu weichen. Damit nicht extreme Parteien die Oberhand gewinnen, die lediglich das Ziel eine, „Europa zu zerstören“, gelte es jetzt, „für unsere Werteordnung zu kämpfen“, so Oettinger. Denn auch wenn der Export von BMW und Co. wichtig sei: Die kommende Generation werde die derzeitige Politik danach bemessen, ob man Werte und Frieden exportiert habe.

Vorzüge Europas auch für Bayern von Bedeutung

Die Vorzüge Europas seien auch für die Bayern, die der Europapolitiker aus dem Ländle stets als „ihr“ anredete, von entscheidender Bedeutung. Das sei wahrlich nicht nur der Segen einer gemeinsamen Währung. „Goethe hat auf dem Weg nach Rom 23 Währungen gebraucht – auch wenn er meistens eingeladen war“, scherzte er. Vielleicht, lautete sein Plädoyer für „die große Idee Europa“, müsse man Europa mal für eine Woche abschaffen, damit man auch wieder die Vorteile erkenne.

Während sich der Festredner für Europa und gegen extreme Kräfte stark machte, ging der örtliche CSU-Kandidat für das Europaparlament, Benedikt Flexeder aus Haag, auch gegen alle anderen politischen Mitbewerber vor. Er äußerte harsche Kritik an Linken, Grünen und SPD, bezeichnete seine eigenen Ausführungen dazu als „warme Worte über Verirrte“. Patriotisch, auf christlich-jüdischen Werten basierend, regional, an Franz Josef Strauß orientiert – das sei das Europa der CSU. Und seines.

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Die Linie vorgegeben hatte der Staatsminister und bayerische Minister für Europa-Angelegenheiten, der Kreisvorsitzende Florian Herrmann. „Bayern liegt im Herzen Europas und die Bayern haben Europa im Herzen.“ Bei der Wahl 26. Mai gehe es wirklich um die EU, weil es viele antieuropäische Kräfte gebe, die daran „zerren“. Europa, so Herrmanns Einschätzung, stehe „gewaltig unter Druck“. Das Drama um den Brexit zeige, dass „man aus Europa nicht einfach so austreten kann wie aus einem Sportverein, wenn man keine Lust mehr hat“. Man dürfe all die Fortschritte, die man durch die Union erreicht habe, jetzt nicht „verbaseln“ – zumal man sich klar sein müsse, dass die Europäer immer weniger werden: Stellte der Kontinent um 1900 noch 25 Prozent der Erdbevölkerung, waren es 2010 nur noch sieben Prozent.

Mutig zu sein und den „Schreihälsen“ der Extremen nicht die Bühne zu überlassen – das war der eindringliche Appell des Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer zum Abschluss des Empfangs, bevor Bayernhymne und Deutschlandlied gesungen und die Europahymne gespielt wurde. Bei Weißwürsten und Brezen war dann wieder klar, wo man eigentlich war: in Bayern.

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