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Im Sommer nächsten Jahres soll für die Vöttinger Bürger die Zeit des Leidens unter der Westtangenten-Baustelle vorbei sein. Ende 2021 wird dann wohl die Verkehrsfreigabe erfolgen. 

Licht am Ende des Tunnels

Nur noch ein Jahr Westtangenten-Baustelle: Vöttinger Leidenszeit bald vorbei

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Es ist ein Licht am Ende des Tunnels: In der Bürgerversammlung erfuhren die Vöttinger, dass die Westtangenten-Baustelle in etwa einem Jahr entfernt sein soll.

Freising – 20.13 Uhr: „Dann komm ich jetzt zur Westtangente.“ 43 Minuten nach Beginn der Bürgerversammlung im Gasthof Lerner und nach einem Blick auf Statistiken, Zahlen, Daten und wichtige Projekte in Freising wandte sich Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher der Maßnahme zu, die seit vielen Jahren das beherrschende Thema bei Bürgerversammlungen in Vötting ist. Nicht anders auch am Dienstag, als der OB sowie Projektleiter Franz Piller rund 60 Vöttingern Rede und Antwort standen. Doch eines war deutlich: So große Wellen wie in manch früheren Jahren schlägt die Westtangente nicht mehr.

Erleichterung für Anwohner

Ab Mai 2020 werde an der Thalhauser Straße der Kreiselbau starten (wohl bis Ende 2020), der Tunnelbau dürfte bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein, Ende 2021 soll dann die Verkehrsfreigabe erfolgen, zählte Eschenbacher die wichtigsten Daten auf. Dass demzufolge bis Mitte des Jahres 2020 die Baustelle in Vötting entfernt sein wird, erleichterte die Anwohner, nahm schon einmal wesentlich Druck aus dem Kessel.

Für den größten Aufreger sorgte bei einem Vöttinger die Moosach, in die inzwischen eineinhalb Meter Schlamm gespült worden sei. „Dreck“, so der Anwohner, von dem er sich schon frage, wer den eines Tages wieder „rausholt“. Piller versicherte, dass sicherlich nicht alles von den Bauarbeiten für die Westtangente herrühre. Und als Stadt dürfe man auch gar nicht einfach hergehen und die Moosach wieder freibaggern oder den Schlamm absaugen. Dazu brauche es eine Genehmigung des Wasserwirtschaftsamts. Zudem, so Piller, gebe es für diesen Bereich und für eine Hochwasserfreilegung eine Planung, die allerdings mit der Westtangente gar nichts zu tun habe. OB Eschenbacher versicherte aber, man werde sich die Situation anschauen und dann das Wasserwirtschaftsamt darum bitten, tätig zu werden.

Der fehlende Nahversorger treibt die Vöttinger um

Was die Vöttinger ebenfalls umtreibt, ist der noch immer fehlende Nahversorger. Dass demnächst auf dem Campus die TU so eine Art kleine Nahversorgung anbiete, half den Vöttingern nicht weiter. Schon eher die Ankündigung Eschenbachers, er habe vor kurzem ein Gespräch mit den Vertretern einer Nahversorger-Kette geführt, die auf seine Anregung hin nun den Standort Vötting überprüfen würden. Denkbar wäre so eine Einkaufsmöglichkeit beispielsweise im Bereich nördlich der Westtangente.

Sollte es, so ein anderer Wunsch der derzeit 3015 Vöttinger, einen Wochenmarkt ähnlich dem Neustifter Freitagsmarkt geben, werde das die Stadt auf jeden Fall unterstützen: Das sicherte der Oberbürgermeister den Vöttinger Bürgern zu. 

Lesen Sie auch: Westtangente: Brückenbau wird Verkehr beeinträchtigen

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