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Kommende Projekte erläuterte OB Tobias Eschenbacher bei der Bürgerversammlung in Haindlfing. Besondere Sorge bereitete den Anwesenden die Umleitung im Zuge der Bauarbeiten an der Nord-Ost-Umfahrung.

Bürgerversammlung

„Wie Geisteskranke“: Haindlfinger beschweren sich über Raser im Ort

Bei der Bürgerversammlung in Haindlfing wurden jetzt unter anderem Sorgen der Anwohner über rasende Autofahrer und ein gefährliches Busmanöver laut. 

Haindlfing – Wenn im kommenden Jahr der Umleitungsverkehr durch den Ort rauschen soll, so ist den Bürgern aus Haindlfing heute schon Angst. Wie berichtet, ist in der Zeit zwischen Mai und Oktober die Anbindung der B301 an die Nord-Ost-Umfahrung geplant. Drängende Fragen dazu gab es in der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Gasthaus Landbrecht.

Wie „Geisteskranke“ seien die Autofahrer jetzt schon unterwegs. Wer glaube, über die Querungshilfe in der Ortsmitte von einer Seite der Durchgangsstraße auf die andere zu gelangen, der irre. „Wenn man in Haindlfing überfahren werden möchte, dann nur über den Zebrastreifen gehen“, riet eine Besucherin zynisch. Tatsächlich sei der Durchgangsverkehr so schnell unterwegs, dass man die Straße eigentlich nur auf Höhe einer Kurve am Ortsausgang in Richtung Freising überqueren könne. Denn dort müssten die Autofahrer sowieso abbremsen, monierten einige Zuhörer.

Das Gleiche sei entlang der FS9 auf Höhe von Untergartelshausen der Fall, meinte ein Anlieger. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung dort müsse „rasch“ umgesetzt werden, bevor die B 301 gesperrt würde. „Nächstes Jahr im Frühjahr ist das zu spät.“ Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher versprach, hinsichtlich der geplanten Umleitung an der B301 noch einmal Rücksprache mit dem Straßenbauamt zu nehmen.

Gefährliches Busmanöver kritisiert

Um die Sicherheit ihrer Kinder sind die Bewohner des Ortsteils besonders besorgt. Wenn der Bus morgens die Schüler einsammle und dann wieder zurück in Richtung Freising auf die FS9 auffahre, komme es vor, dass er beim Wendemanöver kurzzeitig quer auf der Straße stehe – „das alles bei Nebel!“, wie besorgte Eltern betonten. Wünschen würde man sich auch die Verlängerung der Stadtbuslinie von der Kleinen Wies bis nach Untergartelshausen.

Ein weiteres Anliegen: Ob man nicht auf Höhe der Einmündung der Gartener Straße in den Radweg zwischen Haindlfing und Unterberg ein Vorfahrtsschild anbringen könne. Die Situation dort sei sehr unübersichtlich. Ein ganz anderes Projekt hatte Pastoralreferent Andreas Fußeder im Sinn: Er bat den OB für die Sanierung des Leichenhauses in Haindlfing um einen städtischen Zuschuss.

Eine gute Nachricht konnte Eschenbacher vermelden. Der Zeitpunkt für den Bau des Radwegs zwischen Haindlfing und Palzing steht fest: Im kommenden Jahr wird damit begonnen. In der letzten Ortsteilversammlung vor den Kommunalwahlen 2020 sprach Eschenbacher seinen expliziten Dank an den Stadtrat aus. Es sei ein „konstruktives“ Arbeiten gewesen. Das habe sich insbesondere beim Neubau des Freisinger Erlebnisschwimmbads fresch gezeigt. Alle Fraktionen hätten an einem Strang gezogen.

Maria Martin

Lesen Sie außerdem: Die Freisinger Laienbühne hat jetzt das Publikum in der Luitpoldhalle mit einer Boulevardkomödie vom Feinsten begeistert.

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