+
Gestaunt haben die Teilnehmer am Wintervortrag von Professor Arno Wacker (r.) des Reservistenverbandes. Und zwar darüber, was alles möglich ist, wenn man in Sachen Cyberkriminalität.nur genug kriminelle Energie aufbringt.   

Wintervortrag im Freisinger Rathaus

Die Angreifer im Internet schlafen nie

Die Angreifer im Internet können sich jederzeit Zugriff in Rechensysteme weltweit verschaffen. Experte Arno Wacker klärte darüber die Freisinger auf.

Freising Da tut Gegenwehr Not, damit man den Angreifern im Netz zuvor kommen und die Attacken abwehren kann, bedarf es einer fortwährend aktualisierten Strategie. Ein weites Feld und ein eigener Forschungszweig wie sich jetzt beim „Wintervortrag“ des örtlichen Reservistenverbandes im Rathaus zeigte: Da referierte Professor Arno Wacker vom Institut für Informatik an der Bundeswehr-Universität München zum Thema „Die Bedrohung durch Cyberkrieg – Das Forschungsinstitut Cyber Defence (Code) an der Universität der Bundeswehr als Antwort“.

Mit einem Referat, einem Fachvortrag und dem Hinweis auf „innovative technische Neuerungen und Konzepte zum Schutz von Daten, Software und IT-Systemen“ sei es nicht getan, betonte der Wissenschaftler. Man müsse vierlmehr ständig auf der Hut vor Attacken sein. Er führte zusammen mit seinem Mitarbeiter Christoph Ruhl vor, wie leicht es ist, in einen Computer, ja in ein ganzes System einzudringen und einen Rechner zu manipulieren. „Das geht binnen zehn Sekunden, da muss die Sekretärin nur mal schnell einen Kaffee holen gehen“, erklärte Wacker: Nur schnell einen USB-Stick eingesteckt und schon habe man Zugriff auf Daten. Als die beiden Wissenschaftler das live vorführten, staunten die rund 80 Besucher nicht schlecht.

Dateien hochzuladen sei tatsächlich kein Problem. Sogar eine Webcam, um zu sehen wer vor dem Rechner sitzt, könnte laut Wacker und seinem Assistenten von „außerhalb“ eingeschaltet werden. Ein Angreifer müsse nicht vor Ort sein, um Hand an den Rechner zu legen, den er manipulieren will, denn: Eine einfache E-Mail, ein unachtsam angeklickter Anhang reichten schon aus, um ins Programm eindringen zu können. Wacker und Ruhl machten es vor Ort anschaulich. Auf die Frage, ob derlei Angriffe rückverfolgbar seien, gab es von Wacker eine ernüchternde Antwort: „In 90 Prozent aller Fälle nicht.“

                                                                                     Alexander Fischer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Weniger Straftaten: Das ist die Kriminalstatistik 2018 für den Landkreis Freising
Weniger Diebstähle und Wohnungseinbrüche – aber mehr Rauschgiftdelikte: Das sind die Eckpunkte der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord für 2018. Ein …
Weniger Straftaten: Das ist die Kriminalstatistik 2018 für den Landkreis Freising
Jubiläumskonzert des Freisinger Symphonieorchesters begeistert Publikum
Seit zehn Jahren hält das Freisinger Symphonieorchester die Fahne der klassischen Musik hoch. Das Jubiläumskonzert setzte nun ein weiteres Glanzlicht.
Jubiläumskonzert des Freisinger Symphonieorchesters begeistert Publikum
Diese Freisinger Erstklässlerinnen setzen ein Zeichen gegen die Müllflut 
Keine Lust auf einen dreckigen Schulweg: Weil sie der Müll an den Paul-Gerhardt-Schulen so stört, haben die drei Erstklässlerinnen Luisa, Lana und Heidi ihm den Kampf …
Diese Freisinger Erstklässlerinnen setzen ein Zeichen gegen die Müllflut 
Rabiate Aktion: Autofahrer fährt Radfahrer auf den Fuß – und bleibt dort stehen
Die Polizei fahndet nach einem rücksichtslosen Autofahrer: Der bislang Unbekannte ist einem Radler in Zolling auf den Fuß gefahren - und dort stehen geblieben. 
Rabiate Aktion: Autofahrer fährt Radfahrer auf den Fuß – und bleibt dort stehen

Kommentare