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„Wir sind glücklich über unsere Erfolge“: FDP-Räte sind zufrieden mit 2021, doch ein Wermutstropfen bleibt

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Von: Andreas Beschorner

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Susanne Hartmann will in Sachen Ortsumfahrung Allershausen hartnäckig bleiben.
Susanne Hartmann will in Sachen Ortsumfahrung Allershausen hartnäckig bleiben. © Beschorner

Eine zufriedene Jahresbilanz haben die beiden Freisinger FDP-Kreisräte gezogen. Doch ein Wermutstropfen bleibt.

Freising – „Wir haben schon einen geilen Landkreis.“ Das sagt zumindest Susanne Hartmann. Und daran, so die Meinung der beiden FDP-Kreisräte Hartmann und Tobias Weiskopf, sei das Duo der Liberalen im Kreistag nicht ganz unschuldig. Denn, so die Botschaft beim Online-Pressegespräch am Freitag: Man habe im vergangenen Jahr mit zahlreichen Anträgen viel bewirken können: „Wir sind glücklich über unsere Erfolge“, sagte Weiskopf. Und man werde auch 2022 bei vielen Themen dranbleiben und hartnäckig sein.

Als Erfolge des Jahres 2021 werteten Hartmann und Weiskopf beispielsweise, dass der Kreistag hybride Sitzungen abhalte, man sei „unfassbar stolz“, dass man zusätzliche Busverbindungen durchgesetzt habe, und dass jetzt in Sachen Luftreinigungsgeräte für Klassenzimmer Experten und Gutachter eingeschaltet wurden.

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Dass es mit Landrat Helmut Petz eine verbale Auseinandersetzung über das Impftempo im Landkreis gegeben habe, erwähnte das FDP-Duo allerdings ebenso wie das Thema der Verlängerung der U 6 von Garching aus. Da sei die Absage von Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer „eine herbe Enttäuschung“ gewesen, sagte Weiskopf. Aber man bleibe an der Sache dran, habe da mit dem Landrat auch „einen starken Mitstreiter“.

Tobias Weiskopf sieht den Landkreis als „riesigen Profiteur“ einer Event-Arena.
Tobias Weiskopf sieht den Landkreis als „riesigen Profiteur“ einer Event-Arena. © Beschorner

Die Rolle der „jungen Anschieber“, wie Weiskopf sich und Hartmann bezeichnete, will die FDP im Kreistag auch im Jahr 2022 ausfüllen. Da sei zunächst das Thema Josef-Hofmiller-Gymnasium: Die FDP favorisiere „nach derzeitigem Kenntnisstand“ einen Neubau, scheine das doch die beste Lösung für die Schule zu sein. Notwendig sei, dass sich der Schulausschuss des Landkreises und der Kulturausschuss der Stadt zu einer gemeinsamen Sitzung träfen, um das Vorgehen abzusprechen. Und wichtig sei, dass man bei der Entscheidung Neubau oder Sanierung Schüler, Eltern und Lehrer mitnehme.

Froh sei man, dass die landkreiseigene Wohnungsbau GmbH fortbestehe – etwas, was die FDP im Wahlkampf gefordert habe. Und sollte das JoHo tatsächlich an anderer Stelle neu errichtet werden, könne man das dann zur Verfügung stehende Areal an der Vimystraße möglicherweise im Sinne des sozialen Wohnungsbaus nutzen, so Weiskopf. „Da ist vieles vorstellbar.“ Ein anderes Thema, bei dem vor allem die Stadt Freising gefragt sei: die geplante Event-Arena. Für die FDP stehe fest, dass der Landkreis „ein riesiger Profiteur“ einer solchen Halle sei, schließlich kämen die Steuereinnahmen, die die Stadt dadurch erhalte, über die Kreisumlage auch dem Landkreis zu Gute.

Westtangente führt zu noch mehr Verkehrsbelastung für Allershausen

Anschieben will die FDP auch beim Jugendkreistag: Da wolle man „das Feuer der Jugendlichen“ nutzen, sehe in dem Gremium eine tolle „Ideenschmiede“. Vorschläge aus dem Jugendkreistag sollten mehr Beachtung finden, der FDP schwebt auch ein Workshop vor. Und dann ist die Freude bei der FDP auch darüber groß, dass nun die Westtangente in Freising eröffnet wird.

Doch es gibt einen Wermutstropfen, den Hartmann anführte: Die neue Umfahrung werde zu noch mehr Verkehr und noch mehr Belastungen in Allershausen führen. Und deshalb werde man in Sachen Umfahrung Allershausen und zweite Autobahnausfahrt ebenfalls hartnäckig bleiben. Denn, so das Credo des FDP-Duos im Kreistag: „Wir sind für die Bürger da.“

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