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Die neue Vorstands-Mannschaft der BN-Kreisgruppe Freising: Karl-Heinz Häberle, Mathias Jalowitschar, Christine Margraf, Christian Magerl und Wolfgang Willner.

Wolfgang Willner folgt Christian Magerl als Freisinger BN-Kreis-Vorsitzender

„Es war eine schöne Zeit, eine gute Zeit“

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Sagte man Bund Naturschutz in Freising, meinte man Christian Magerl. 36 Jahre lang war der heute 62-Jährige erster Vorsitzender der Kreisgruppe. Jetzt ist er in die zweite Reihe getreten. Sein Nachfolger: Wolfgang Willner.

Freising Wir schreiben das Jahr 1978: Argentinien wird Fußballweltmeister und Christian Magerl zum zweiten Vorsitzenden der BN-Kreisgruppe Freising gewählt. Vier Jahre später: Italien wird Fußballweltmeister und Magerl wird zum ersten Vorsitzenden bestimmt. 40 Jahre lang hat der promovierte Biologe also die Geschicke des BN in Freising bestimmt. Jetzt, am Donnerstag, war Schluss. Nach seinem letzten Tätigkeitsbericht hat Magerl nicht mehr für den Vorsitzendenposten kandidiert. Sein Resümee: „Es war eine schöne Zeit, eine gute Zeit.“ Doch seine Nachfolge war geregelt: Ohne Gegenstimme wurde Wolfgang Willner aus Moosburg zum neuen Chef der BN-Kreisgruppe gewählt. Kaum zu glauben, aber wahr: Ein anderes BN-Urgestein, das noch länger im Amt war als Magerl Vorsitzender, trat am Donnerstag ebenfalls nicht mehr an: Mathias Jalowitschar, seit 1976 Kassier.

Seit 13 Jahren sind die Tätigkeitsberichte Magerls von einem Thema geprägt: die dritte Startbahn. Das war am Donnerstag im Heurigen nicht anders, als Magerl die neuesten und alte Zahlen vorlegte: Die Passagierzahlen würden weiter steigen, allerdings inzwischen „sehr verhalten“. Da spüre man eine „Bremsspur“. Erst recht bei den Flugbewegungen: Nach den ersten elf Kalenderwochen 2018 stehe da ein extrem mageres Plus von 0,3 Prozent. Im Vergleich zu 2005, als die Planungen für die Startbahn offiziell begonnen und man 399 000 Flugbewegungen im Moos gezählt hatte, seien es 2017 rund 405 000 Starts und Landungen gewesen. Ein Plus von 1,4 Prozent, pro Jahr als 0,12 Prozent. „Mit einer Steigerung von 0,12 Prozent kann man keine dritte Startbahn begründen“, sagte Magerl.

Doch nicht nur die Startbahn, auch die Planungen für die „Airsite West“, jetzt „Lab Campus“ genannt, beschäftigen Magerl und den BN: Angesichts dessen, dass da ein ganzes „Stadtviertel“ entstehen soll (wir haben mehrfach berichtet), müsse man „höllisch aufpassen“. Und die Frage, wo die Menschen denn wohnen sollen, die die 20 000 neuen Arbeitsplätze einmal bekommen, sei nicht geklärt. „Wir werden das sehr intensiv und kritisch begleiten.“

Seinen letzten Bericht legte auch Mathias Jalowitschar vor: Und in dem erfuhren die Mitglieder, dass die BN-Kreisgruppe in 2017 ein Plus von 800 Euro gemacht und jetzt 22 000 Euro in der Kasse habe. Ein Plus, so der Geschäftsführer des BN in Freising, Manfred Drobny, gab es auch bei den Mitgliedern: Im Lauf des Jahres 2017 sei die Mitgliederzahl um 16 auf 4392 gestiegen. 22 eigene Veranstaltungen mit rund 500 Teilnehmern habe die Kreisgruppe 2017 auf die Beine gestellt, so Drobny weiter.

Wie mühsam aus Sicht des BN der Kampf für die Natur sei, zeigte zum einen der Blick des BN-Landesgeschäftsführers Peter Rottner auf den Koalitionsvertrag: Schaue man auf das, was da zu Natur und Umwelt stehe, sei die Zusammenfassung ein leicht frustriertes „Ach“.

„Wir bleiben dran“, betonte Christine Margraf, die über den Stand der Dinge zu dem möglichen Nationalpark Donau-Isarauen informierte: „Schade“, dass Ulrike Scharf nicht mehr Umweltministerin sei, sagte Margraf, denn sie habe sich wirklich für diesen dritten Nationalpark eingesetzt. Markus Söder hingegen habe jetzt erst einmal alles auf Eis gelegt.

Margraf wurde danach zusammen mit Karl-Heinz Häberle zu dem Stellvertreter-Duo für Wolfgang Willner gewählt, über die Kasse wacht nun Ines Schlät. Und wer ist Schriftführer? Richtig geraten: Christian Magerl.

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