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Rund 280 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Freising haben am Dienstag erneut die Region Traunstein vom Schnee befreit. Wir waren mit dabei.

Not-Hilfe aus dem Landkreis Freising

XXL-Reportage: Im Einsatz mit der Feuerwehr in Traunsteins Schnee-Chaos

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Eine Mammutaufgabe war für Freisings Landkreis-Feuerwehren der Traunsteiner Katastropheneinsatz. Wir haben die spektakuläre Schnee-Mission einen Tag begleitet.

Freising/Traunstein – Sie könnten jetzt daheim im warmen Bett liegen, der Wecker würde vielleicht erst in Stunden läuten, bevor es zum Job, in die Uni, an die Hausarbeit geht. Aber rund 280 Frauen und Männer aus dem ganzen Landkreis Freising haben sich an diesem Dienstagmorgen anders entschieden. Sie wollen anpacken, wo andere sich nicht mehr zu helfen wissen.

Also stehen sie um 5.30 Uhr mit müdem Blick und in schwarz-rot-neonfarbener Schutzkleidung in der Freisinger Hauptfeuerwache und warten, dass es los geht. Viele haben noch keine Ahnung, was sie erwartet. Sie hören denen zu, die schon den zweiten, dritten oder gar fünften Tag in Folge ausrücken.

Feuerwehrmann berichtet: „Kräftezehrend, faszinierend und erschreckend“

Patrick Kiehl ist einer von denen, die wissen, was auf sie zukommt. Der 33-jährige Löschmeister aus Moosburg war bereits am Samstag dabei. „Kräftezehrend“ sei der Einsatz auf Traunsteins Dächern gewesen, sagt Kiehl. „Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, was diese Schneemassen alles anrichten können.“ Samstag, das war der Tag, an dem die Lage noch brisanter wurde. Zu spüren bekam das vor allem ein Feuerwehrmann: Er wurde von einem herabstürzenden Schneebrett getroffen und verletzt. Doch er kam glimpflich davon und konnte das Krankenhaus rasch wieder verlassen.

Fotos: Feuerwehren aus dem Kreis Freising in Traunsteins Schnee-Chaos

Als die Regierung von Oberbayern Kreisbrandrat Manfred Danner das erste Mal anrief, um Hilfe für die Katastrophenregion Traunstein anzufordern, war es Donnerstag vergangener Woche, kurz vor Mitternacht. Bis ein paar Stunden später der erste Konvoi vom Hof der Wache an der Dr.-von-Daller-Straße rollte, hatten die Organisatoren von Feuerwehr und Landratsamt ununterbrochen telefoniert und koordiniert. 132 Einsatzkräfte, 85 Schaufeln, eine Mission: Schnee räumen.

Nicht genügend Unterkünfte für die Helfer

Auch an Tag 5 sitzen nun wieder die Führungskräfte in der Einsatzzentrale zusammen, verschaffen sich ein Bild der morgendlichen Lage und tauschen sich mit den Behörden in Traunstein aus. Dass man täglich aufs Neue aus Freising startet, hat einen simplen Grund: Es fehlt an Unterkünften, um die insgesamt weit über Tausend Helfer vor Ort übernachten zu lassen.

Im Raum mit den vielen Monitoren und Telefonen steht zwischen der Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Riege Landrat Josef Hauner. Es ist der dritte Tag, an dem auch er zum Sehr-Frühaufsteher wurde. „Ich bin dafür extra zeitig ins Bett gegangen“, sagt er und lächelt, die Augen noch recht klein. „Ich will den Helfern meine Wertschätzung ausdrücken. Sie begeben sich für andere in Gefahr und leisten Beeindruckendes.“ Jetzt zeige sich, wie wichtig die solide Ausbildung und Ausrüstung der Feuerwehren sei, sagt der 67-Jährige.

Rettungsgasse überflüssig: Blaulicht-Konvoi irritiert viele Autofahrer

Er wird die Worte gleich noch einmal sprechen, bei der großen Versammlung in der Gerätehalle. Freisinger Feuerwehrautos stehen kaum mehr im Raum, sie parken schon draußen auf dem Hof, neben den Fahrzeugen der vielen Ortswehren von außerhalb. Kreisbrandrat Manfred Danner verkündet letzte Anweisungen, jeder steckt sich ein paar Brezen in die Jacke, dann geht’s los.

Das Führungsauto von Konvoi 2 lenkt Franz Rauch, Vize-Vorsitzender des Freisinger Feuerwehrvereins. Neben ihm sitzt Kommandant Anton Frankl, der Funkkontakt zu den übrigen Wagen im Verbund hält. Mit Blaulicht geht es Richtung Chiemgau. Für den Berufsverkehr keine alltägliche Situation, immer wieder kommt es zu Irritationen: Tauchen die blauen Blitzlichter im Rückspiegel auf, bilden viele Autofahrer reflexartig eine Rettungsgasse. Eigentlich vorbildlich. Doch der Konvoi mit seinen schweren Lkw schafft eh nur Tempo 80. Dass bloß in Kombination mit Martinshorn Platz geschafft werden muss, wie Rauch erklärt, wissen viele nicht.

Feuerwehr-Kommandant beklagt verkommene Erwartungshaltung der Bürger

Zum Funkgerät hören die beiden Männer Bayern 1. Der Katastrophenfall ist auch dort Thema Nummer eins. In den Nachrichten dankt Innenminister Joachim Herrmann allen Helfern „für ihre grandiose Leistung“. Als der Moderator über fahrlässige Skifahrer und ausgelöste Lawinen spricht, schimpft Franz Rauch los: „Manche glauben echt, weil sie ihren Airbag-Rucksack haben, kann ihnen ja nichts passieren. Aber dass die Bergwacht dann ihre Leute in Gefahr begeben muss, um sie rauszuschaufeln, so weit denken die nicht.“

Anton Frankl, von seinen 62 Lebensjahren schon 46 bei der Feuerwehr, nickt eifrig. Für ihn ist das auch ein Beispiel der generell verkommenen Erwartungshaltung in Teilen der Bevölkerung, wie er sagt: „Sobald’s a bisserl Wasser im Keller haben oder ein Astl auf der Straße liegt, wählen sie 112. Die glauben, wir hocken im Feuerwehrhaus rum und warten nur auf ihren Anruf. Aber auf unseren Autos steht Feuerwehr, und nicht Hausmeisterservice.“ Franz Rauch stinkt es vor allem, dass man die Bürger ständig an das Wort „Freiwillig“ im Namen ihrer Organisation erinnern müsse. „Wir hören immer wieder beim Einsatz: Dafür werdet Ihr schließlich bezahlt.“ Der 58-Jährige kann über diesen Irrglauben bloß mit dem Kopf schütteln.

Kurios: Konvoi verpasst Pinkelpause - und startet Umfrage

Die Bereitschaft, Mitmenschen zu helfen, ist im Kreis Freising angesichts solcher Anekdoten immer noch erstaunlich hoch. Frankl führt das auf ein spezielles Feuerwehr-Gefühl zurück: „Es bereichert das Leben, wenn man zu so einer Kameradschaft gehört. Speziell bei besonderen Einsätzen wie heute. Das schweißt zusammen.“ Tatsächlich hätten sich trotz Werktag über 100 Kräfte mehr als die von den Behörden angeforderten gemeldet und Unterstützung angeboten. Rauch: „Dass wir denen absagen mussten, tut einem fast leid.“

Vor lauter Reden haben die beiden die Ausfahrt zur Raststätte Holzkirchen verpasst. Dort wäre eigentlich ein Pinkelstopp geplant gewesen. „Mist“, sagt Rauch – und beide lachen. Ein Blick nach hinten zeigt: Alle folgen weiter brav dem Konvoiführer. Aufs Klo muss eh noch niemand, wie eine Umfrage per Funk ergibt. „Gut, dann fahr’n wir durch“, gibt Frankl Order.

Dach des Wirts wird geräumt - aus gutem Grund

Je näher Traunstein rückt, desto höher die Schneeberge am Fahrbahnrand. Kurz vor der Stadt teilen sich die Kräfte auf, Rauch und Frankl steuern mit ihrem Zug Hochberg an. In einer Serpentine kommt ihnen ein Räumfahrzeug entgegen. Eigentlich ein Grund zum Ausweichen. Aber Feuerwehr sticht Schneepflug, und so muss der Mann vom Räumdienst auf der engen Hangstraße rückwärts den halben Berg zurück, während der Konvoi hinterherkriecht.

Welche Objekte in welcher Reihenfolge vom Schnee befreit werden, regelt eine Prioritätenliste. Bedeutende Infrastruktur-Einrichtungen haben Vorrang: Krankenhäuser, Schulen, Tankstellen und so weiter. Der Grund, weshalb die Feuerwehr ausgerechnet den idyllischen Alpengasthof in Hochberg ansteuert, steht auf dem Dach: ein kleiner, grauer Antennenmast. „Über den läuft die gesamte Alarmierung für den Kreis Traunstein“, sagt Kreisbrandrat Manfred Danner. Er steht auf der Straße und blickt am Haus nach oben, wo die ersten Feuerwehrler den Schnee vom Dach schippen. „Sonst würden wir hier nicht vier Tage lang den Wirt abräumen.“

Bundeswehr kommt Feuerwehr zur Hilfe

Der 47-jährige Danner, blondes, kurzes Haar und schwarze Brille, ist schon von Weitem an seiner weiß-blau-karierten Weste erkennbar. „Kontingentführer Landkreis Freising“, prangt es auf seinem Rücken. Auch wenn er am Boden bleibt: Der Einsatz fordert auch ihm alles ab. Schließlich trägt er mit seinen Entscheidungen die Verantwortung für das Wohl von Hunderten Kameraden.

Neben ihm steht ein Soldat in Flecktarn, er gehört zur Besatzung des Bundeswehr-Krans, der im Innenhof parkt und an dessen Haken sich die Dach-Abräumer mit ihren Kletterseilen zur Sicherung eingeklinkt haben. Es ist ein beeindruckendes Zusammenspiel sämtlicher Organisationen, die für den Katastrophenschutz mobilisiert wurden: Neben Feuerwehr und Bundeswehr sind auch zahlreiche Kräfte des Technischen Hilfswerks, vom Roten Kreuz und der Polizei im Dauereinsatz. Auf den Straßen Traunsteins begegnen einem in diesen Tagen ständig Fahrzeuge mit Blaulicht.

Virales Video zeigt Feuerwehr-Einsatz mitten in heftigem Schneesturm

Und überall türmen sich mannshohe Schneeberge auf, die zuvor von Dächern geräumt wurden. Wie herausfordernd es sein kann, ein Gebäude von der weißen Last zu befreien, zeigt ein Video, das auf Facebook die Runde macht und schon 20.000 Mal aufgerufen wurde. Darauf zu sehen sind mehrere Feuerwehrleute, die mitten in einem Schneesturm auf einem Dach kauern. 

Die Flocken fliegen ihnen von der Seite um die Ohren, ihre Helme und Jacken nehmen langsam die Farbe der Umgebung an. „Unsere Leute gestern in Hochberg“, sagt Franz Rauch. „So viel Schnee – das war das Chaos im Chaos. Wir wären beinahe nicht mehr runter gekommen vom Berg.“ Sogar ein Räumfahrzeug rutschte von der Straße und musste geborgen werden.

Gefährlicher Einsatz auf 18 Meter hohem Amtsgerichts-Dach in Traunstein

Ortswechsel: Im Zentrum Traunsteins, auf dem sechsstöckigen Landgericht, steht Helmut Vielmeier und wirft mit einer blauen Schaufel Schnee in die Tiefe. Ein lautes, dumpfes „Wummm“ ist jedes Mal zu hören, wenn die weißen Haufen aufprallen. Hinter Vielmeier bilden die Ruhpoldinger Berge ein atemberaubendes Panorama. Aber der Angestellte der Flughafen-Werksfeuerwehr hat schon mit seiner Aufgabe genug zu Schnaufen. Er konzentriert sich darauf, dass er beim Räumen in 18 Metern Höhe nicht von der Kante des riesigen Flachdachs rutscht. Dazu pfeift ihm ein eisiger Wind ins Gesicht.

Im Erdgeschoß ist ein Gerichtssaal zum Brotzeitraum umfunktioniert. Drei Helfer der Feuerwehren Marzling und Sielstetten sitzen erschöpft und durchgenässt auf Stühlen, während sie an Wurstsemmeln kauen, die auf dem Tisch der Anklagebank parat liegen.

Als die Feuerwehr einkauft, staunen die Leute im Rewe

Dafür, dass die Verpflegung der Helfer nicht abreißt, sorgt der Chef mitunter persönlich: Vor einem Rewe-Supermarkt steigen Manfred Danner sowie Werner Wagensonner und Hans Krieger von der Führungsgruppe Katastrophenschutz aus dem Feuerwehrauto – und eilen mit einem Einkaufswagen hinein. Vor dem Süßigkeitenregal machen sie Halt, füllen in einer knappen Minute den Wagen bis zum Rand, und werfen dann alles aufs Kassenband. Snickers, Twix, Knoppers und Co. für 178,83 Euro – die umstehenden Kunden und vor allem Kinder kommen aus dem Staunen nicht raus. 

Manfred Danner grinst: „Die Süßigkeiten geben unseren Leuten Energie, aber vor allem heben sie die Moral.“ Alles wird gleichmäßig in Tüten verteilt, um es an die jeweiligen Einsatzorte zu verteilen. Ein Regal in diesem Supermarkt ist derweil fast komplett geräumt. Danner: „Das wurde gestern konfisziert, um für die rund 1600 Helfer im Ort zu kochen.“

Die Haslacher sorgen für mächtig Verwirrung

An diesem Tag gibt es Geschnetzeltes mit Blumenkohl und Reis zu Mittag, serviert wird aus großen Wannen im Feuerwehrhaus von Traunstein. Dazu wurden vom Malteser Hilfsdienst und der örtlichen Feuerwehr Lunchpakete ausgefahren. Werner Wagensonner: „Wenn alle zum Essen hier herkommen würden, wäre das ein zu großer Zeitverlust.“ Der 49-Jährige mit der grauen Wollmütze und der randlosen Brille ist unter Dauerstrom – aber auch in einer gewissen Routine. Die Erfahrung für derartige Lagen hat er unter anderem beim Pfingsthochwasser 2013 gesammelt. „Es läuft gut“, sagt Wagensonner und lächelt. Freilich, Anlaufschwierigkeiten gebe es in so einem Fall immer. „Bis man alle Ansprechpartner kennt und die Logistik läuft, dauert es etwas.“

Dazu habe es kleinere Kuriositäten gegeben, wie etwa die Tatsache, dass es sowohl im Landkreis Freising als auch in Traunstein eine Haslacher Feuerwehr gibt. „Das hat anfangs für einige Verwirrung im Funkverkehr geführt.“ Die größte Herausforderung sei laut Wagensonner jedoch nicht die Koordination gewesen, sondern der Schnee. „Solche Massen hab’ ich noch nie gesehen“, sagt er. Mancherorts standen die Helfer brusthoch im Weiß.

Traunsteins Landrat mit Lobeshymne auf Helfer aus Kreis Freising

Am Nachmittag treffen Danner, Wagensonner und Krieger den Traunsteiner Landrat: Siegfried Walch, 34 Jahre alt und seit 2014 im Amt, steht auf einer Landstraße außerhalb der Stadt, wo er und weitere Behördenvertreter gleich von einem Helikopter der Bundeswehr nach Reit im Winkl geflogen werden sollen – zu einer Lagebesprechung.

Walch trägt Jeans, eine blaue Daunenjacke und zieht an einer Zigarillo, während sich der Transporthubschrauber in der Ferne nähert. „Toll, was die Leute aus dem Landkreis Freising hier leisten“, sagt er. Ohne die Unterstützung von außen wäre man mit der extremen Situation überfordert gewesen. „Von allen Hilfskräften waren die Freisinger am stärksten vertreten. Sie sind Profis, fleißig und sehr gut organisiert.“ Dann übertönt der donnernde Rotorenkrach alle Gespräche, und man muss aufpassen, dass der Wind des landenden Hubschraubers einen nicht wegbläst. Während die Feuerwehr den Landeplatz absichert, steigen der Landrat und seine Begleiter in die Heckluke der Maschine – und fliegen davon.

Dach von Sparkasse Traunstein droht unter Schneelast einzustürzen

Ein paar Kilometer weiter, im Herzen von Traunstein, wird das Dach der Sparkasse am Stadtplatz geräumt. Der Statiker befürchtet einen Einsturz unter der Last des Pappschnees, Eile ist geboten. Dennoch lautet die Order: Jeder schaufelt nur so lange, wie er Kraft hat. Während oben geschuftet wird, freuen sich unten Kinder riesig über die rund fünf Meter hohen Schneeberge, von denen sie mit Schlitten runterrutschen – und die zuvor von den Helfern von den Dächern geschafft wurden.

Nach einer Tour zu den übrigen Einsatzorten der Freisinger Landkreiswehren geht es zur Rettungsleitstelle. Auch hier muss das oberste Stockwerk entlastet werden. Kräfte aus Moosburg, Hörgertshausen und Margarethenried tummeln sich mit ihren Schippen und Schneehexen, den breiteren Wannenschaufeln, auf dem Flachdach. Es herrscht ein Mix aus Fluchen und Lachen.

Das Glück der Feuerwehrfrau: eine Pfarrerin mit Blaulicht-Affinität

Als die Dämmerung einsetzt, werden Helfer und Räumgerät per Drehleiter nach unten befördert. Sarah Schlag, 28, aus Moosburg, ist froh, dass der Tag zu Ende geht. Es ist ihr dritter, gestern hatte sie pausiert. „Jetzt bin ich ein echter Profi an der Schaufel“, sagt sie und lacht unter ihrer schwarzen Sturmhaube. „Kalt ist mir nicht, ich trage drei Leggings drunter.“ Aber der Muskelkater in den Armen und Schultern sei heftig. 

„Immerhin ist die Stimmung immer super gewesen. Egal von welcher Feuerwehr: Alle haben zusammengeholfen und eine gemeinsame Strategie ausgearbeitet.“ Dass sie als Erzieherin tagelang der Arbeit fernbleiben könne, verdanke sie der Trägervertreterin des Kindergartens „Weltentdecker“: „Pfarrerin Regine Weller unterstützt mich da voll. Sie sagt, so lange genügend Personal im Dienst ist, kann ich helfen.“ Sarah Schlags Glück: Regine Weller bezeichnet sich selbst als „Blaulicht-affin“ und ist Seelsorgerin eines Johanniter-Ortsverbands.

Bewegende Worte von Traunsteins Feuerwehr-Kommandanten zum Abschied

Bevor es heimwärts geht, sammeln sich die Ehrenamtlichen noch einmal am Traunsteiner Feuerwehrhaus. Den ganzen Tag über haben sie schon mit ihren örtlichen Kollegen zu tun gehabt, nun sitzt man noch bei einem Kaffee oder Spezi beisammen und ratscht über den Katastropheneinsatz, der mit diesem Tag zu Ende geht. Traunsteins Kommandant, der 42-jährige Christian Schulz, wird fast wehmütig, als er sagt: „Mit den Leuten aus dem Landkreis Freising war es von Anfang an so, als ob man sich seit Jahren kennt.“ Alle im Ort – von der Bevölkerung über die Feuerwehrleute bis zum Oberbürgermeister – seien „hoch dankbar“. Und: „Wir konnten viel lernen von der Struktur der Freisinger.“

Und dann, während die ersten Einsatzfahrzeuge vom Hof Richtung Heimat rollen, sagt Kommandant Schulz den Satz, der hier vielen aus der Seele spricht: „Die Freisinger sind als Kameraden gekommen, und sie gehen als Freunde.“

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