„ZeBrass“-Debütkonzert in der Neustifter Kirche

Eine faszinierende Reise durch die Musikepochen

Es ist eine junge Formation mit hohem Anspruch auf Qualität: Am Freitagabend debütierten das Blechbläserensemble „ZeBrass“ in der Neustifter Pfarrkirche St. Peter und Paul. Ein Klangkörper, von dem man in Zukunft sicherlich häufiger hören wird. „Vorhang auf und Altarraum frei“ hieß es für die zehn Musiker in der vollbesetzten Kirche.

Freising – Man kennt ihre Namen zum Teil aus anderen Blasorchestern im Landkreis Freising. Vielleicht ist das ja auch die Basis für die anspruchsvolle Orchesterarbeit, die sich „ZeBrass“ auf die Fahnen geschrieben hat.

Die junge Bläserformation „ZeBrass“ legt bei ihren Interpretationen hohen Anspruch auf Qualität. Das wurde am Freitagabend deutlic h.

Mit der „Fanfare und Chorus“ von Dietrich Buxtehude starteten Konstantin Hofer (Trompete), Jonas Hübenthal (Trompete), Simon Kammerloher (Trompete) Vitus Reiter(Trompete), Erik Fröhlich (F-Horn), Leon Hobelsberger (Posaune), Veronika Maier (Posaune), Marco Moosbauer (Posaune), Irmi Stich (Posaune) und Maximilian Maier (Tuba) in das Debütkonzert. Darauf folgten die Sinfonia „La padavona“ und das feierliche „TrumpetVoluntary“ des Barockkomponisten Jeremiah Clarke, auch bekannt unter dem Titel „Prince of Denmark’s March“, der der erlauchten Gesellschaft bei der Trauung von Prince Charles und Diana im Hause Windsor ebenfalls zu Gehör gekommen war, wie der Moderator des Abends, Thomas Hofstetter, anmerkte.

Apropos englisches Königshaus: Ein weiterer royaler Würdenträger, genauer gesagt der englische König Georg I, soll bereits im 18. Jahrhundert mit wundervollen Klängen – aus der Feder eines deutschen Barockkomponisten – verzaubert worden sein. Während einer Bootstour auf der Themse begleiteten Musiker die königliche Barke mit der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel. Die Sätze „Gigue-Menuetto-Bourree-March“ aus Händels Suite in D-Dur zogen diesmal durch das Kirchenschiff, nicht minder erhaben allerdings. Sogar Pater Maria Soosai lauschte ergriffen.

Nach dem „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber, bei dem Solist Erik Fröhlich mit seinem Instrument, dem F-Horn, glänzte, wandte sich das Ensemble Stücken aus neuerer Zeit zu. Beim Arrangement der Kultband „Mnozil Brass“ auf die Titelmusik der schwedischen Zeichentrickserie „Nils Holgersson“ lehnte sich da Publikum entspannt zurück. Die Interpretation von „Nessun Dorma“ (Solo Posaune: Marco Moosbauer) bewies, dass man nicht unbedingt einen Luciano Pavarotti oder Paul Potts braucht, um diese schöne Komposition von Giacomo Puccini virtuos zu gestalten.

Begeistert war das Publikum vom Debütkonzert von „ZeBrass“ in der Neustifter Kirche. Nach langem Applaus gab es noch eine Zugabe. Foto: Gleixner

Überzeugend war auch „Gabriella’s Song“ mit Solist Konstantin Hofer am Flügelhorn: Hier merkte man deutlich, dass dieser Klassiker aus dem schwedischen Kultfilm „Wie im Himmel“ nicht unbedingt von einem Sänger interpretiert werden muss. Vom kräftig applaudierenden Publikum ließen sich die Musiker zu einer Zugabe überreden. Man darf in jedem Fall gespannt sein, wohin die Reise des jungen Blasorchesters gehen wird.                                                                                       Maria Martin

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