Über die Zukunft des Oktogons muss jetzt der Gesamtstadtrat entscheiden. 

Zehn Stadträte reklamieren Bauausschuss-Beschluss

Das Oktogon ist noch nicht vom Tisch

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Noch hat das letzte Stündlein für das Oktogon nicht geschlagen. Die Hoffnungen all derer, die für den Erhalt des achteckigen, als Abortturm errichteten Anbaus am Diözesanmuseum kämpfen, liegen dabei nicht nur beim Petitionsausschuss des Landtags, sondern jetzt auch beim Gesamtstadtrat. 

Freising – Den im Bauausschuss gefassten Beschluss, dem Bauantrag des Erzbischöflichen Ordinariats zum Umbau des Diözesanmuseums Grünes Licht zu erteilen und damit auch den Abriss des Oktogons zu genehmigen, haben nun zehn Stadträte reklamiert.

Die Hoffnungen all derer, die für den Erhalt des achteckigen, als Abortturm errichteten Anbaus am Diözesanmuseum kämpfen, liegen dabei nicht nur beim Petitionsausschuss des Landtags, sondern jetzt auch beim Gesamtstadtrat. Grund: Zehn Stadträte aus fünf Fraktionen haben den Bauausschuss-Beschluss des Ordinariats zum Umbau des Diözesanmuseums Grünes Licht zu erteilen, und damit auch den Abriss des Oktogons zu genehmigen, reklamiert. Damit muss nun der Gesamtstadtrat über das Projekt und den Bauantrag beschließen. Am 26. Oktober findet laut Sitzungskalender die nächste Stadtratssitzung statt.

Die zehn Stadträte reagieren damit auch auf zahlreiche Stimmen aus der Bevölkerung, die sich für den Erhalt des Turms einsetzen, der wesentlich zur Stadt-Silhouette gehöre. Zustande gekommen war die Reklamation nach einem Treffen einiger Stadträte am vergangenen Samstag mit Stadtheimatpfleger Norbert Zanker. Der hat, wie berichtet, sogar eine Petition zum Erhalt des Oktogons an den Landtag gerichtet, nachdem auch zahlreiche Gespräche mit den Planern und dem Bauherren den drohenden Verlust des Oktogons nicht verhindern konnten. Nun also gibt es durch die Reklamation der zehn Stadträte noch eine Chance, das Oktogon zu retten. Unterschrieben haben Jürgen Maguhn, Sebastian Habermeyer, Susanne Günther, Manfred Drobny (alle Grüne), Ulrich Vogl, Monika Hobmaier (beide ÖDP), Rosemarie Eberhard, Guido Hoyer (beide Linke), Norbert Gmeiner (SPD) und Robert Weller (Freie Wähler). 

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