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Zug statt Flug: Minister Herrmann stimmt nicht dafür – Bürgerverein übt massive Kritik

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Flughafen München
Die Mitglieder des Bürgervereins Freising kritisieren, dass Staatsminister Herrmann „nichtssagend immer für den Flugverkehr“ stehe. © Symbolbild dpa / Sven Hoppe

In einem offenen Brief hat der Bürgerverein Freising seinem Ärger über Staatsminister Florian Herrmann Luft gemacht. Der BV kritisiert sein Verhalten in der „Zug-zum-Flug“-Debatte.

Landkreis – Zug statt Flug: SPD und Grüne haben kürzlich im Landtag gefordert, Bahnfahren attraktiver zu machen. CSU und Freie Wähler stimmten dagegen, der Antrag wurde abgelehnt. Nun wendet sich der Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen in einem offenen Brief an Staatsminister Florian Herrmann.

Staatsminister sollte „die Einwohner hier vertreten“

Die Mitglieder können nicht verstehen, warum er nicht für den Antrag gestimmt hat. „Die Vermeidung von Kurzstreckenflügen würde den Bewohnern der Flughafenregion eine deutliche Erleichterung bezüglich Lärm und Luftschadstoffe bringen. Nach Ihren eigenen Aussagen sind Sie gegen eine 3. Startbahn“, heißt es in dem Schreiben – und weiter: „Gerade Sie, als Abgeordneter des Wahlkreises Freising, sollten doch die Einwohner hier vertreten, die sich schon immer und wiederholt mit großer Mehrheit gegen die 3. Bahn ausgesprochen haben.“

BV kritisiert Abstimmungs-Verhalten

Der BV kritisiert, dass Herrmann bei solchen Abstimmungen „nichtssagend immer für den Flugverkehr und für die 3. Startbahn“ stehe oder sich der Stimme enthalte. Außerdem habe die CSU mittlerweile drei Anträge zum Ultrafeinstaub-Monitoring abgelehnt. Herrmann falle der Bevölkerung „in den Rücken“, wenn es darum gehe, die Belastungen durch den Flugverkehr zu reduzieren. Die BV will nun wissen, was der Minister konkret gegen die Ultrafeinstaub-Belastung unternimmt, was er umsetzen möchte und wie die nächsten Schritte aussehen, um die Bewohner der Flughafenregion zu entlasten. ft

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