Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien

Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien
+
Großer Bahnhof für Christine Obermaier. Bei der Verabschiedung in den Ruhestand wünschten alles Gute: Nachfolger Bernd Friedrich, Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder und Landrat Josef Hauner (v. l.).

Realschul-Chefin Christine Obermaier verabschiedet

Zum Schluss gab’s ein Zeugnis für die „Ausnahme-Chefin“

Nach insgesamt 33 Berufsjahren wurde die Direktorin der Karl-Meichelbeck-Realschule Freising, Christine Obermaier jetzt offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Freising – Zehn Jahre lang wirkte sie an der Spitze der Bildungseinrichtung an der Düwellstraße und hat damit deutliche Spuren hinterlassen, wie dies die Laudatoren bei der Abschiedsfeier in der Aula unisono würdigten. Da war sogar die erfahrene Schulleiterin gerührt – und ein wenig aufgeregt. Denn die große Schulfamilie hatte sich allerhand an Überraschungen ausgedacht, um die beliebte Pädagogin in die „endlosen“ Ferien zu entlassen. Obermaier durfte sogar ein „Zeugnis“ mit nehmen, in dem ihr die Mitglieder des Personalrats den „bestandenen“ Schulabschluss launig attestierten.

Es sei keine einfache Zeit gewesen, als Christine Obermaier 2008 mit der Leitung der Karl-Meichelbeck-Realschule betraut worden war, erinnerte Landrat Josef Hauner. Schon damals habe sich abgezeichnet, dass Freising nicht ohne zweite Realschule auskommen würde. Die Raumnot habe sie von Anfang an begleitet. Doch Christine Obermaier habe die Probleme mit „beeindruckendem Erfolg“ gelöst, wie dies der Sachaufwandsträger betonte.

Unter ihrer Ägide sei der Erweiterungsbau an der Düwellstraße entstanden, die Vergrößerung des Lehrerzimmers, die Erneuerung der Biologie- und Chemiesäle sowei der Neubau der Realschule II in Freising-Lerchenfeld sowie der Realschule in Au angepackt worden. Obermeier sei eine „Mehrfach“- und eine „Ausnahme“-Schulleiterin“, lobte Hauner. Die scheidende Direktorin habe nicht nur die „strikte“ Auslegung des Lehrplans im Auge gehabt, sagte OB Tobias Eschenbacher. Großes „Faible“ für Theater, Musik und die Mint-Förderung habe sie ausgezeichnet. „Sie hat Schule nicht nur als Pauk-Betrieb gesehen“, beschrieb es Eschenbacher.

Die Vorsitzende des Elternbeirates, Tina Weber, dankte Obermaier für die Offenheit und gegenseitige Wertschätzung, mit der die Zusammenarbeit stets geprägt gewesen sei. „Jedes Organ an der Schule hat seine Funktion“, beschrieb es Weber. „Doch Sie, liebe Frau Obermeier, Sie waren das Herz.“

Felix Wöhrl und Pelin Taysi bedankten sich im Namen der Schüler. „Unsere Schule ist nicht nur Lernort, sondern Lebensort“, betonten die beiden. Das „Miteinander“ stehe an erster Stelle. Und wenn man einmal aus der Spur geworfen worden sei, so habe man an der Schule immer mit Unterstützung rechnen dürfe. Für den Start in die neue Lebensphase – „Ruhestand, das passt einfach nicht zu Ihnen“ – überreichten die Schülersprecher einen Gutschein für ein festliches Dinner. Die Bläsergruppen der Schule, untermalten die Feier musikalisch. Zum Schluss stimmte der Lehrerchor den Hit „from a distance“ an.                                                                                                         Maria Martin

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Lauter Ruf nach einer Wasserwachtstation am Pullinger Weiher
Die Pullinger Weiher gehören zu den beliebtesten Seen im Landkreis – trotzdem gibt es dort keine Wasserwacht - warum nicht? Zwei Nichtschwimmern wurde das am Wochenende …
Lauter Ruf nach einer Wasserwachtstation am Pullinger Weiher
Dringender Appell von Sparkassen-Kunden: „Wir wollen die Filiale behalten“
Die geplante Schließung der Sparkassen-Filiale in der Moosburger Neustadt sorgt für Aufregung: Auf Facebook etwa häufen sich die Unmutsäußerungen, die möglicherweise in …
Dringender Appell von Sparkassen-Kunden: „Wir wollen die Filiale behalten“
Die Devise lautet: „Einfach nicht wegschauen“
Seit 2002 lebt Pepito Anumu in Freising. „Freising ist schön“, sagt er. Und Anumu will, dass dieses schöne Freising, dass diese starke Gemeinschaft, die er hier …
Die Devise lautet: „Einfach nicht wegschauen“
„So viel mehr als nur Lagerfeuer, Gitarre und Whiskey“
Wilder Westen, weite Prärie: Indianer und Trapper haben am vergangenen Wochenende auf dem Hausler-Hof ihre Lager aufgeschlagen. Das mutmaßlich größte europäische Treffen …
„So viel mehr als nur Lagerfeuer, Gitarre und Whiskey“

Kommentare