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Das Reh und seine Retter: Drei Einsatzkräfte der Feuerwehr Moosburg ziehen das Tier aus dem Moosburger Stauweiher.

Blick in die Vergangenheit

Zurückgeblättert: Wie ein Reh ins Rudern kam

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Das „dritte Programm“ bekommt von einem Schulrat sein Fett weg, der Freisinger Schlachthof wird zu Grabe getragen, ein Bürgermeister sagt seine Geburtstagsfeier ab, und die Feuerwehr rettet ein Reh - was vor 50, 25, 10 und 5 Jahren geschah:

Vor 50 Jahren

Auf Kinder vor der Fernsehröhre reagieren Freisinger Pädagogen nicht mehr mit drohendem Zeigefinger. Im Gegenteil: Sie sehen das noch recht neue Medium inzwischen als Mittel der Erziehung. Allerdings sagt Schulrat Alois Angerpointner: „Das Fernsehen konnte natürlich noch mehr für uns tun. Das Dritte Programm ist für unsere Schüler nicht geeignet. Hier nimmt man auf unsere schulischen Belange noch nicht genügend Rücksicht.“ Pädagogen sollten das Programm mitgestalten dürfen.

Vor 25 Jahren

Seinen 100. Geburtstag wird der Schlachthof in Freising nicht mehr erleben: Der Stadtrat beschließt, die Produktion Ende des Jahres einzustellen. Hintergrund ist, dass der Großschlächter den städtischen Betrieb verlässt und nach Ingolstadt abwandert. Vor allem von Schlachthofreferent Helmut Fischer (Grüne!) gibt es dafür Kritik: „Er hat die Karten nie offen auf den Tisch gelegt, sondern uns ins offene Messer laufen lassen.“ Die Beschäftigten des Schlachthofs werden in den städtischen Dienst übernommen. Auf das Areal wird die Freiwillige Feuerwehr ziehen.

Vor 10 Jahren

Bürgermeister Klaus Stallmeister lässt die öffentliche Feier zu seinem 60. Geburtstag platzen. Das Gemeindeoberhaupt von Hallbergmoos zieht damit die Konsequenz aus der entbrannten öffentlichen Debatte über die Kosten des Festaktes. Der Gemeinderat hatte dafür ein Budget von 10 000 Euro bewilligt. „Ich bin nicht bereit, mir vorwerfen zu lassen, dass für meinen Geburtstag Steuergelder verschwendet werden. Ich habe zu keinem Zeitpunkt eine Feier gefordert oder gewünscht.“ Über den Festakt habe der Rat ohne sein Beisein abgestimmt.

Vor 5 Jahren

Großeinsatz für ein Wild: 17 Einsatzkräfte eilen mit drei Fahrzeugen und einem Boot zum Moosburger Stauweiher. Dort ist ein Reh die Böschung hinuntergerutscht. Erst sträubt sich das Tier, sich von den Feuerwehrkräften an Bord ziehen zu lassen. Doch nach einer halben Stunde ist das Reh gerettet und wird in die Freiheit entlassen. „Es hat einen fitten Eindruck gemacht – allein wie es sich bei der Rettungsaktion gewehrt hat“, resümiert Kommandant Josef Schwertl. „Das Reh hat sehr gute Überlebenschancen.“

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