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Bei der Verabschiedung im Asamsaal: Kerstin Hiemeyer (stellvertretende Institutsleiterin), Bernd Buckenleib und Ministerialdirigent Stefan Graf (Kultusministerium).

Förderlehrerinstitut:Leiter Bernd Buckenleib in Ruhestand

„Pionier mit prophetischem Gespür“

Freising – Das Berufsbild des Förderlehrers wird immer wichtiger. Einer, der das Staatsinstitut für Förderlehrer in Freising wesentlich geprägt hat, wurde gestern in den Ruhestand verabschiedet: Bernd Buckenleib. Zahlreiche Wegbegleiter, Ehrengäste und 150 Studierende bereiteten dem langjährigen Institutsleiter im Asamsaal einen festlichen Ausstand.

Pionier, Teamplayer und Ansprechpartner in allen Lebenslagen: Die Liste war lang, mit denen die vielen Festredner die Leistungen des Ausnahmepädagogen würdigten. 2009 wurde der ausgebildete Hauptschullehrer als Institutsleiter in Freising bestellt. Mit der Eröffnung des Förderlehrerzentrums in der früheren St. Georg-Knabenschule im Jahr 2007 sei ein wichtiger Schritt für die gezielte Förderung an Grund- und Mittelschulen erfolgt, betonte Landrat Josef Hauner in seinem Grußwort. Dank der Aufgeschlossenheit des damaligen OB Dieter Thalhammer und der Schulreferentin Eva Bönig konnte die Einrichtung mit einem Budget von zwei Millionen Euro verwirklicht werden

. „Förderlehrer sind ein Segen für die Grund- und Mittelschulen“, sagte Hauner. Noch deutlicher wurde Ministerialdirigent Stefan Graf: „Förderlehrer sind nicht mehr wegzudenken.“ Gerade in Richtung Deutschförderung für Migrantenkinder, Ganztagesschule und Inklusion habe man an den Schulen dank der Förderlehrer einen Mehrwert. „Prophetisches Gespür“ attestierte er Buckenleib, da dieser die Zusatzausbildung „Deutsch als Fremdsprache“ vorangetrieben habe. Der Chef habe die Leitung des Instituts mit „Herzblut“ ausgefüllt.

 Als Leiter habe er stets ein menschliches Antlitz gezeigt. Und noch eines konnte Graf mit Sicherheit behaupten: „Mephisto hätte sich bei Ihnen die Zähne ausgebissen.“ Denn Buckenleib habe stets neue Ausbildungskonzepte entwickelt. Der Stab an der Spitze des Instituts könne derzeit noch keinem geeigneten Nachfolger in die Hand gedrückt werden, bedauerte Graf. Bis zum Beginn des neuen Studienlehrgangs im Herbst werde jedoch eine Nachfolge gefunden sein, versprach der Ministerialdirigent. Die kommissarische Leitung übernimmt bis dahin die stellvertretende Institutsleiterin, Kerstin Hiemeyer. Studieninhalte wie etwa Kompetenzorientierung stellte die Theatergruppe des Instituts ganz plastisch dar. 

Die 13 Studierenden beförderten Buckenleib flugs in den „Olymp der Bayerischen Koryphäen“. Dort sei er in guter Gesellschaft mit dem „Kini“, Franz Beckenbauer, dem König Ludwig, oder dem „Wortakrobaten der bayerischen Sprache“, dem Engel Aloisius. Der frischgebackene Ruheständler, dem wegen eines längeren beruflichen Aufenthalts im Reich der Mitte eine Affinität zum asiatischen Kulturraum nachgesagt wird, freute sich über eine weitere launige Inszenierung seiner ehemaligen Studenten: Sie hatten einen „Ni Hao“-Tanz einstudiert. Den chinesischen Willkommensgruß wird Buckenleib jetzt sicherlich öfter hören. Denn auch Reisen sind im Ruhestand angesagt.

Maria Martin

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