Asylbewerber: Derzeit nur wenig Zuweisungen an den Landkreis

135 Plätze könnten bis Jahresende reichen

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Landkreis - Die aktuellen Zuweisungen von Flüchtlingen an den Landkreis Freising sind sehr gering. Einstellig ist die Zahl der Asylbewerber, die derzeit pro Woche nach Freising kommen.

Und so hofft man im Landratsamt, dass die noch vorhandenen 135 Plätze in den Flüchtlingsunterkünften bis zum Jahresende reichen könnten. Freilich: Wie es 2017 weitergeht, weiß noch niemand so genau.

 Bei der traditionellen Bürgermeisterdienstbesprechung im Rahmen der Moosburger Herbstschau gab es für die Rathauschefs und Gemeindevertreter nicht nur Kaffee und Wasser, später dann Bier und Brotzeit im Festzelt, sondern im Sitzungssaal des Feuerwehrhauses auch aktuelle Informationen zur Lage der Asylbewerber im Landkreis. Thomas Fritz, der Leiter der für Flüchtlingsunterbringung zuständigen Abteilung II im Landratsamt, hatte zunächst Zahlen mitgebracht: 2254 Flüchtlinge in 77 Unterkünften, dazu 162 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – das war die Situation Ende 2015. Derzeit biete der Landkreis 2297 Asylbewerbern in 85 Unterkünften und 137 Jugendlichen eine Bleibe. Die meisten Flüchtlinge kämen inzwischen aus Nigeria (540), Afghanistan (510) und Syrien (280). Zähle man die dezentralen und zentralen Unterkünfte zusammen, so habe man noch 135 Plätze frei.

 Fritz erläuterte auch die seit 1. September geltende neue Durchführungsverordnung (DV) Asyl: Danach seien sowohl für Bayern als auch innerhalb des Freistaats für Oberbayern die Aufnahmequoten auf 15,6 beziehungsweise 35,6 Prozent angehoben worden. Für den Landkreis bleibe es bei 3,8 Prozent der Asylbewerber in Oberbayern, was aber ein Plus bedeute, weil ja mehr Flüchtlinge nach Bayern und Oberbayern kämen. Neu geregelt sei in der DV Asyl auch der Familiennachzug, für deren Unterbringung die Gemeinden zuständig sein sollen. Die große Masse an Flüchtlingen ist da aber nicht zu erwarten. Im den ersten acht Monaten des Jahres 2016 habe es elf Anträge gegeben, die 35 Familienangehörigen den Nachzug ermöglichen sollten. Zu erwarten seien für heuer noch neun weitere Anträge auf Familiennachzug für 25 Personen. In allen Fällen handle es sich um Eritreer und Syrer.

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