Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Dem Rassisimus entgegentreten wollen Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig, Albert Baumgartner-Murr (Arbeitskreis Asyl) und die ehrenamtliche Asylhelferin Barbara Gohritz  (v. l.).

Ausstellung in der Stadtbibliothek eröffnet

Plakatives gegen Populismus

Freising – Um die sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Asyl und der Flüchtlingsproblematik zu fördern, organisierte der Arbeitskreis Asyl eine Ausstellung in der Stadtbibliothek Freising. Bis zum 7. Mai sind diverse Plakate unter dem Motto „Asyl ist Menschenrecht“ zu sehen. Susanne Beck, die Leiterin der Stadtbibliothek betonte dass die Macher der Ausstellung „populistischen Stimmen in der Bevölkerung“ eine objektive Betrachtung der Fluchtproblematik entgegensetzen wollen.

Susanne Beck, die Leiterin der Stadtbibliothek betonte dass die Macher der Ausstellung „populistischen Stimmen in der Bevölkerung“ eine objektive Betrachtung der Fluchtproblematik entgegensetzen wollen. Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig hob bei der Ausstellungseröffnung hervor, dass ihr jedes Verständnis dafür fehle, dass wegen der zunehmend „nationalistischen Politik vieler europäischer Staaten entlang der Flüchtlingsrouten“ Kinder hungern und frieren müssten. Albert Baumgartner-Murr vom Arbeitskreis Asyl Freising schließlich nahm in seinem Beitrag die menschenverachtende Rhetorik („Flüchtlingsflut“, „Flüchtlingsschwemme“) und die Weigerung vieler europäischer Staaten, Menschen auf der Flucht aufzunehmen, zum Anlass für einen Rückblick in die europäische Geschichte. 

Im Juli 1938 fand auf Einladung von US-Präsident Franklin D. Roosevelt im französischen Evian-les-Bains eine internationale Flüchtlingskonferenz mit Vertretern aus 32 Staaten statt: Es ging damals um die Aufnahme von Juden aus dem Deutschen Reich. Doch während deren Situation immer bedrohlicher wurde, befand die Schweizer Regierung, „das Boot sei voll“. Das neutrale Land schloss damals nicht nur die Grenzen, sondern schob noch dazu illegal eingewanderte Juden nach Deutschland zurück. Frankreich, Grossbritannien, die USA, Kanada, Australien – niemand wollte Menschen aufnehmen, sondern alle verschärften ihre Grenzkontrollen. Die Konferenz scheiterte kläglich mit ihrem Ziel, freiwillige Aufnahmequoten in den einzelnen Ländern festzulegen.

 Abschließend stellte Albert Baumgartner-Murr in seinem Vortrag die Frage in den Raum: „Wie werden spätere Generationen über uns und unsere Reaktionen urteilen?“ Derzeit herrsche jedenfalls in vielen Ecken Deutschlands eine beunruhigende „Das Boot-ist-voll’-Mentalität. Und es gebe unverhohlen geäußerten Rassismus – in der EU, aber auch direkt „vor unserer Haustüre in Deutschland. Ein Indiz für diese Tendenz sei im übrigen der stetig zunehmende Zulauf bei der AfD, meinte Murr

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