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Aufmerksam zugehört: OB Tobias Eschenbacher (l.) kündigte bei der Bürgerversammlung ein Entwicklungskonzept für den Ort an, um Potenziale und Defizite aufzuzeigen.

Bürgerversammlung

Pulling soll einen „Stadtentwicklungsplan im Kleinen“ bekommen

Pulling - Brisante Themen wie Transgourmet oder die dritte Startbahn bestimmten den Bericht von OB Tobias Eschenbacher bei der Bürgerversammlung im Pullinger Sportheim. Außerdem stellte er einen Ortsentwicklungsplan in Aussicht. Ein Aufreger war das vogelwilde Parken an den Pullinger Seen.

Der Bericht, den Tobias Eschenbacher vor fast 70 Zuhörern abgab, war geprägt von der Stadtentwicklung, von großen Baustellen wie der Westtangente oder auch der kostspieligen Sanierung des Asamgebäudes. Den Rückzug der Firma Transgourmet bedauert der OB ausdrücklich. Das Bürgerbegehren hält er dennoch für sinnvoll, weil er sich die Erkenntnis verspricht, ob die Bevölkerung lieber kleinteilige oder größere Gewerbeansiedlungen will. 

Enttäuscht zeigte sich Tobias Eschenbacher von der Kehrtwende, die Ministerpräsident Horst Seehofer in Sachen dritte Startbahn vollzogen hat. Er setze jetzt darauf, dass der Münchner OB Dieter Reiter zu seinem Wort stehe und das Referendum der Münchner Bevölkerung Gültigkeit behält, machte Eschenbacher deutlich. 

„Zu Pulling selbst“ sagte der Freisinger Stadtchef, dass es Beschwerden gegeben habe, „was die Parksituation an den Pullinger Seen angeht“. Rettungsgassen seien nicht zu bilden gewesen, Rettungsfahrzeuge kaum durchgekommen. Damit traf Eschenbacher einen wunden Punkt: Landwirt Josef Pellmeyer beschwerte sich darüber, dass mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen entlang des Pullinger Weihers kaum noch ein Durchkommen sei. Der OB gab zu bedenken, dass teilweise die Straßen zugeparkt, doch auf den Parkplätzen noch Kapazitäten frei gewesen seien. Mit einer Beschilderung lasse sich das vielleicht in den Griff bekommen. 

Zum Ortsentwicklungskonzept erklärte Eschenbacher, dass es jetzt ein Stadtplanungsbüro gebe und dass man im Frühjahr noch einmal eine Versammlung anberaumen wolle, um sich Gedanken über Potenziale und Defizite zu machen – zum Beispiel über die Ortsmitte oder die Ansiedlung von Gewerbe. Er stelle sich, so der OB, „einen Stadtentwicklungsplan im Kleinen“ für den Ortsteil Pulling vor.

Alexander Fischer

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