SPD-Bilanz: Sozialer Wohnungsbau tut not

„Da rollt eine Lawine auf uns zu“

Freising - Die SPD macht sich für den Sozialen Wohnungsbau stark. In der Stadt und im gesamten Landkreis, wie die Spitze beim Neujahrsgespräch deutlich machte. Wenn es sein muss auf Kosten anderer Projekte.

Sozialer Wohnungsbau tut not. Gerade vor dem Hintergrund, dass anerkannte Asylbewerber auf den Markt drängen und die Mieten nicht zahlen können. „Da rollt eine Lawine auf uns zu“, warnte Kreisrat Anton Neumaier. Dass Landrat Josef Hauner „nicht in den Bau von bezahlbarem Wohnraum einsteigen“ wolle, bezeichnete Neumaier als wenig hilfreich. Er sehe aber nicht nur den Landkreis, sondern etwa auch den Staat in der Plicht, erklärte Neumaier. Seiner Meinung fehlten insgesamt 500 bis 700 Wohnungen im Landkreis Freising. Die Investitionsgrenze liege bei 100 Millionen Euro. Da reiche es nicht wenn der Staat nur Darlehen gewähre, es müssten Zuschüsse fließen. 

Der Kreisvorsitzende Peter Warlimont regte ein Aktionsprogramm „Bezahlbares Wohnen“ an. Es komme darauf an, zu „koordinieren und zu kooperieren“, sagte Warlimont.  Ortsvorsitzender Markus Grill forderte in dem Zusammenhang einen qualifizierten Mietspiegel für die Stadt Freising. Der sei zwar in einem Ausschuss abgelehnt worden, man werde aber Druck machen und das Thema noch einmal zur Sprache bringen, kündigte Grill an. Als Alternative erscheint den Sozialdemokraten auch von privat finanzierte sozialer Wohnungsbau. Zu reduzierten Mietpreisen mit einer Bindung auf zehn Jahre. Man dürfe den Investoren allerdings nach Ablauf der Frist keine Steine in den Weg legen, erklärte Stadtrat Helmut Weinzierl. Andreas Mehltretter, stellvertretender Kreisvorsitzender, hielt es für bedauerlich, dass bei der Stadt Freising momentan „Null Euro“ für den Neubau von Sozialwohnungen zu Buche schlagen. 

Stellte sich die Frage, wo man bei der der angespannten Haushaltslage der Stadt Geld für den Wohnungsbau hernehmen soll? Peter Warlimont zog das Projekt Innenstadtkonzeption, sprich die Maßnahmen an der Oberen Hauptstraße, und den Bau eines Radwegs nach Sünzhausen, ins Kalkül. Maßnahmen wie diese zu verschieben, müsse laut Helmut Weinzierl ja nicht unbedingt sein. Sie „zu strecken“, würde ja schon reichen, erklärte er im Hinblick auf das Innenstadtkonzept.

Alexander Fischer

Rubriklistenbild: © dpa

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