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Rätselraten um die Fassade

Freising: Wie schaut das Kino nun aus?

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Freising - Vor den Toren der Stadt entsteht gerade ein großes Fachmarktzentrum. Herzstück: Das neue Kino. Wie es einmal aussehen wird, weiß man selbst im Freisinger Rathaus noch nicht genau.

Auch wenn das neue Kino mit seinen vier Sälen und rund 500 Sitzplätzen der prominenteste Teil des Bauantrags des neuen Gewerbekomplexes von Investor Josef Saller an der St 2350 ist: Die Arbeiter bauen und betonieren seit dem Spatenstich am 4. August doch an weitaus mehr: In zwei Gebäuden neben den denkmalgeschützten Schlüterhallen soll ein riesiges Fachmarktzentrum mit Tiefgarage (und eben dem Kino) entstehen.

Der vordere Gebäudeteil (an der St 2350 situiert), in dem das von den Freisingern so sehnlich erwartete Lichtspiel-Theater als Teilbau Platz findet, wird insgesamt zwei Vollgeschoße aufweisen und hat eine Grundfläche von 3400 Quadratmetern. Der dahinter, also näher an der Bahnlinie gelegene Komplex wird als erdgeschoßiges Haus in L-Form mit einer Gesamt-Grundfläche von 7350 Quadratmeter errichtet.

Nunmehr seit über vier Jahren war das Projekt ein heißes Eisen in der Stadtpolitik – und ist es noch. Denn während die Schalbretter gesetzt werden, die Eisenflechter ihre Arbeit verrichten, die graue Fracht der Betonmischer indie Schalungen rieselt und die Betonwände immer mehr in die Höhe wachsen, steht ein Fragezeichen im Raum: Wie sieht die Fassade des Kinos nun denn eigentlich aus?

Die Saller Gewerbebau hatte sich vor Monaten kurzfristig umentschieden und eine neue Planung für die Fassade vorgelegt – sehr zum Unmut des Gestaltungsbeirats: Man könne keine vertikale Gliederung mehr erkennen, die Fassade werde von Schwüngen und horizontalen Linien unterbrochen. Das halte sich nicht an die Vorgaben des Bebauungsplans, bemängelten die Experten im Beirat. Sie stellten ein Protokoll zusammen, mit dem, wie Hubert Hierl (CSU) in der Gestaltungsbeiratssitzung vom Mai betonte, „sie arbeiten müssen“.

„Uns geht es jetzt erst einmal um den Rohbau. Für das andere Thema wird man einen Konsens finden“, meinte Projektleiter Sascha Schneider im Juni. Und das bestätigte jetzt auch OB Tobias Eschenbacher: „Die Firma Saller hat einen genehmigten Vorbescheid. Jetzt werden die Anregungen zur Fassadengestaltung wohl von ihnen abgearbeitet.“ Man stehe weiterhin in engem Kontakt.

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