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Chormusik auf höchstem Niveau. 

Heinrich-Schütz-Ensemble in der Christi-Himmelfahrtskirche

Chormusik als Seelenbalsam

Geistliche Chormusik zur Passionszeit erklang am Freitag Abend in der Christi-Himmelfahrtskirche. Nach der Johannes-Passion und der Matthäus Passion in den beiden zurück liegenden Jahren interpretierte das Heinrich-Schütz-Ensemble unter Leitung von Zoltan Ambrus in diesem Jahr kontemplative Musik vorwiegend aus der Romantik. Unter dem Titel „Was die Welt braucht . . .“ durfte man unter anderem stimmungsvolle Preziosen von Felix Mendelssohn-Bartholdy genießen. An der Orgel war Domorganist Benedikt Celler zu hören.

Freising Gott als Kraftquelle sehen, als Nahrung für die Seele, das sei es, was die Menschen bräuchten, begrüßte Pfarrerin Dorothee Löser die Zuhörer. Mitmenschlichkeit, Anteilnahme, Rücksichtnahme und Toleranz seien Werte, die in der heutigen Zeit gefragt seien. Das gab einer der Sänger zu bedenken, der sich im Namen des Chores dafür bedankte, im schönen Ambiente der Kirche auftreten zu dürfen. Trotz der vielen Arbeit, die durch den geplanten Neubau des Gemeindezentrums entstünde, seien die Vorbereitungen für das Konzert von der Kirchengemeinde unterstützt worden.

Mit dem Psalm „Richte mich Gott“ richtete der Chor gleich die Messlatte hoch ein. Es folgten Gesänge mit biblischen Texten aus dem Oratorium „Elias“, die die Solisten Sabine Tonhauser (Sopran), Gabriele Goerge (Sopran) und Barbara Ambrus (Alt) klangschön interpretierten. „Denn er hat seinen Engeln befohlen“: mit diesem stimmungsvollen Wiegenlied aus dem „Elias“ und dem „Mein Herz erhebet Gott, den Herrn“ leitete der Chor über zu anderen Kompositionen der Romantik. Mit einem Solo war Johannes Arneth(Bass) mit einem biblischen Lied „Gott, Höre mein Gebet“ von Antonin Dvorak zu hören. Fast verträumt und die Seele berührend ein Stück von Heinrich Fidelius Müller: „Sehet, welche Liebe hat uns der Herr geschenket“, interpretiert von Gabriele Goerge. Zwischen Chor und Soli erklang auch immer wieder die Orgel als Soloinstrument.

Ganz besonders romantisch wurde es noch am Ende des hochkarätigen Konzertes. Das „Abendlied“ von Josef Rheinberger setzte einen ausgewogenen Schlusspunkt. Allerdings „erklatschten“ sich die Zuhörer noch zwei Zugaben: kaum enden wollender Applaus für diesen emotionalen Abend war ein schöner Lohn für die Chormitglieder, die Solisten und den Organisten, die ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten.

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