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Mit Privat-Pkw zum Brandherd

„Schwer ist leicht was“ bei der Feuerwehr

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Freising - Noch immer gibt es im Landkreis kleine Feuerwehren, die mit dem eigenen Pkw zum Einsatzort ausrücken. In Leonhardsbuch ist das der Fall, weil der Einsatz-Lkw bei Vollbesetzung überladen wäre. Drum müsse ein bezuschusster Mannschafts-Transporter her. Doch der Kreisbrandrat sieht da keine Chance.

Es ist ziemlich umständlich: Wenn die Feuerwehr Leonhardsbuch gerufen wird, müssen sich die Feuerwehrkameraden ganz schnell besprechen, wie man zum Ort des Geschehens kommt. Denn die Ortsteilfeuerwehr von Allershausen verfügt – wie die beiden anderen Ortsteilfeuerwehren Aiterbach und Tünzhausen auch – über ein Tragspritzenfahrzeug (TSF) mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Wenn nun, wie es die Regel ist, sechs Mann zum Einsatzort ausrücken, müssen einige von ihnen mit Privatautos fahren, weil mit sechs Mann an Bord das Einsatzfahrzeug um eine halbe Tonne überladen wäre. Oder aber die Kameraden entscheiden ganz fix, ob ein Teil der Ausrüstung – etwa das Notstromaggregat – im Feuerwehrgerätehaus bleiben kann und dafür mehr Kameraden im TSF mitfahren können. 

Über diesen Ist-Zustand berichtet Allershausens Gemeinderat Sepp Lerchl, seines Zeichens auch Kassier der FFW Leonhardsbuch, dem FT auf Nachfrage. „Es ist eine Zumutung für den einzelnen Feuerwehrmann, mit dem Privatauto zu fahren“, sagt er. Denn die Reinigung danach nehme oft Stunden in Anspruch. Deshalb ist sich die Vorstandschaft der FFW Leonhardsbuch auch einig: Ein Mannschaftstransportwagen muss her. Ein Neunsitzer für etwa 40 000 Euro, der auf einen Schlag all diese Probleme lösen würde. Aber: Wer soll den Mannschaftstransportwagen bezahlen? Da hakt Kreisbrandrat Heinz Fischer ein: „Wer zu einem normalen TSF einen Mannschaftswagen will, bekommt keinen Zuschuss.“ Das sei klar in den Bestimmungen geregelt. Ein TSF sei im übrigen nicht von vornherein bei Vollbesetzung zu schwer. Im norm-beladenen Zustand sei es problemlos zu besetzen, erklärt er. Würden aber im Laufe der Jahre Zusatzgeräte angeschafft, werde das Gesamtgewicht irgendwann halt überschritten. Generell gelte: Zuschuss für einen Mannschaftstransporter gibt es erst bei dem TSF mit Wassertank (TSFW) oder einem LF 8 (Löschfahrzeug): „Ich war auch schon auf der Jahreshauptversammlung bei den Leonhardsbuchern und habe ihnen das gesagt.“ 

Abseits dieses Falls gebe es laut Fischer noch rund zehn von insgesamt 86 Feuerwehren im Landkreis, bei denen es tatsächlich Alltag ist, im Einsatzfall mit dem Privat-Pkw auszurücken: „Das sind zumeist kleine Wehren in der Holledau, die nur einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) haben. Aber wir sind gerade mit Hochdruck dabei, diese Situation zu ändern.“ Die Gemeinde Allershausen hat dennoch einen Förderantrag bei der Regierung gestellt. „Wenn der bewilligt wird, ist zu befürchten, dass andere Ortsteilfeuerwehren ebenfalls einen solchen Mannschaftstransportwagen wollen“, ist Lerchl klar. Kreisbrandrat Heinz Fischer kann sich jedenfalls nicht vorstellen, dass wegen des Wunsches der Wehr von Leonhardsbuch „ein Präzedenzfall für ganz Bayern“ geschaffen werde.

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