Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Mit vollem Einsatz gestaltete der Chor „Miteinander“ auch sein Geburtstagskonzert in der Kirche St. Jakob in Vötting.

20 Jahre Frauenchor Miteinander

Wie gut das Singen tut

Vor den Chormitgliedern in Vötting steht Leiterin Gabi Kreitenweis und beginnt, auf ihrem Akkordeon zu spielen, eine Variation von „Rock mi“ der Gruppe voXXclub. Das Lied klingt ungewohnt in dem gut gefüllten Gotteshaus. Die Besucher klatschen und stampfen sofort mit. Es ist das Geburtstagskonzert des Frauenchors „Miteinander“, der heuer sein 20-jähriges Bestehen feiert.

1996, wollten acht Mütter der Pfarrei St. Jakob modernere Musik in die Familiengottesdienste bringen. Sie trafen sich zunächst im Wohnzimmer von Gabi Kreitenweis, der heutigen Kirchenmusikerin von St. Jakob. Dort übten sie, während die Kinder Brotzeit machten und miteinander spielten. 

Die Frauen hatten immer wieder Probleme mit dem Einsatz, bis Gabi Kreitenweis genervt rief: „Könnten wir nicht einmal miteinander anfangen?!“ Irgendwann klappte der Einsatz und einen Namen hatte der Frauenchor damit auch. Heute treffen sich 24 Frauen im Alter zwischen 13 und 72 Jahren jeden Mittwoch im Pfarrheim St. Jakob, einige sind schon Jahre dabei, in den vergangenen Monaten sind wieder vier neue Sängerinnen dazugekommen. Werden sie gefragt, warum sie mitmachen, fällt immer wieder der Satz: „Ich spüre, wie gut mir das Singen tut.“

Platz ist für jede, die Freude am Singen hat. Gerne darf sie auch ein Instrument einbringen. Das Repertoire des Chors umfasst mittlerweile über 500 Lieder, Neue Geistliche Lieder, aber auch Klassik, bayerische bis afrikanische, traditionelle bis moderne Musik. „Bei uns gibt es wenig Zwang und Muss und viel Raum, um sich auszuprobieren“, sagt Barbara Zandt. Die Tochter von Gabi Kreitenweis singt seit acht Jahren im Chor, auch ihre jüngere Schwester Elisabeth Kreitenweis ist mit dabei. Das Singen mit der Mama als Chorleiterin bezeichnet die 31-Jährige als unproblematisch und fügt hinzu: „Auch wenn wir ein reiner Frauenchor sind, gibt es bei uns wenig Zickereien, im Gegenteil, jede empfindet das Singen als Bereicherung.“ Rund 15 Auftritte haben die Damen pro Jahr, sie singen natürlich in der Kirche, aber auch auf Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagen. Einmal im Jahr verbringen sie ein Wochenende auf einer Hütte, wo sie „Tag und Nacht singen“, wie Barbara Zandt erzählt. „Dort haben alle die Möglichkeit sich auszuprobieren, vielleicht einmal die Stimme zu wechseln oder den Chor mit einem neuen Instrument wie einer Trommel zu begleiten.“ 

Diese entspannte Grundstimmung merkt man den Chormitgliedern auch während ihres Geburtstagskonzerts an. Sie schauen sich immer wieder an und lächeln, Gabi Kreitenweis Daumen zeigt oft nach oben. Die meisten Zuhörer nehmen wie von selbst die bereitgelegten Liederzettel in die Hand und singen mit.

Teresa Pancritius

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