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Erweckten facettenreich mit Gesang und Instrumenten die Bedeutung und das Wirken von Claudio Monteverdi zum Leben. Die neun Musiker beim Auftaktkonzert in der Reihe „Musik im Marstall“. 

Sommernachtsserenade zu Ehren des 450. Geburtstags von Claudio Monteverdi  

Instrumentalisten und Sänger bescheren akustischen Genuss

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Das Plätschern des Brunnens musste man sich vorstellen. Denn das Wetter ließ es am Sonntagabend einfach nicht zu, dass ein außergewöhnliches Musikerlebnis unter freiem Himmel, nämlich im Brunnenhof des Landratsamtes, stattfand. Die Sommernachtsserenade zu Ehren des 450. Geburtstags von Claudio Monteverdi wurde in den Marstall verlegt.

Freising – An der Qualität des Konzerts und am akustischen Genuss änderte das freilich nichts. Eigentlich waren es drei Konzerte in einem, denen die Zuhörer da lauschen konnten: Da war der Musica sacra-Teil, dazu ein Ausflug in die Oper, und zum Schluss ein Ausschnitt aus den weltlichen Madrigalen – drei Genres, in denen Monteverdi glänzte und wegen derer er als der größte Meister des musikalischen Stilwandels um 1600 herum gilt.

Da werden Neuerungen der Liebeslieder auf die Kirchenmusik übertragen, da entsteht mit „L’Orfeo“ die – angeblich – erste Oper, da gehen Genres Querverbindungen ein und wenden sich hin zum solistischen Konzertieren.

Das freilich ist alles Theorie: Um die Bedeutung und das Wirken Monteverdis auch in der Praxis zum Leben zu erwecken, braucht es Könner – sowohl Instrumentalisten als auch Sänger. Und genau die hatten sich für jenen Sonntagabend im Landratsamt zusammengefunden, begeisterten unter Leitung von Christoph Eglhuber das Publikum. Angelika Fichtner und Friederike Eglhuber (beide Barockvioline), Sabina Lehrmann (Violone) und Eglhuber (Theorbe) selbst sind ausgewiesene Spezialisten für original barocke Interpretationen. Dazu die beiden Sopranistinnen Roswitha Schmelzl und Birgit Schöneberger, Tenorino Rainer Seifert, Tenor Gerhard Hölzle und Bass Klaus Schredl – fertig war ein „Monteverdi-Consort“, das einem der ganz Großen der Musikgeschichte alle Ehre machte.

Mal leichtfüßig und voller italienischer Lebendigkeit und Freude, mal romantisch und bukolisch-schmachtende Atmosphäre erzeugend, mal scherzhaft und locker, mal ernst und getragen – sämtliche Facetten, die das Oeuvre Monteverdis aufzuweisen hat, waren bei den neun Musikern bestens aufgehoben. Und so mag die erste gesungene Zeile des Konzerts, das in der Reihe „Musik im Marstall“ gegeben wurde, für das gesamt Konzert gelten: die Vertonung von Psalm 122 „Laetatus sum“ – „Ich habe mich gefreut.“

Andreas Beschorner

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