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Hund Fini ging in Deckung als beim ersten Spatenstich der Kies flog. An den Schaufeln: Martin Eberl, Rita Eberl, Michael Gaenßer (Architekt), Josef Popp (1. Vorsitzender), MdL Benno Zierer, Wolfgang Müller-Werther (Architekt), Vizelandrat Robert Scholz, Hans Mayer (2. Bürgermeister Neufahrn) und Heike Scheffler (2. Vorsitzende).  

Spatenstich für Landkreis-Tierheim

„Ihr verdient einen Orden“!

Die Mitglieder des Tierschutzvereins Freising hörten es gerne, das Lob von Vizelandrat Robert Scholz. „Ihr verdient einen Orden, Respekt!“ Seit Jahren kämpfen sie für ein Tierheim im Kreis. Am Samstagvormittag flog nun der erste Kies für das Projekt an der B 11 bei Mintraching. Der symbolische Spatenstich – ein Meilenstein.

Mintraching Endlich können damit nun die Arbeiten für den Rohbau starten: Nach vielen Steinen, die aus dem Weg geräumt werden mussten, wie dies in den Grußworten deutlich wurde. Neun Jahre lang absolvierte Vorsitzender Josef Popp eine Art Hindernislauf. Mit unermüdlichem Engagement haben er und seine Mitstreiter in diesen Jahren für das Projekt gekämpft. Dass die Baukosten in Höhe von 1,67 Millionen gestemmt werden können, ist zum einen der Einigung mit 15 von 24 Landkreisgemeinden zu verdanken, die pro Einwohner 50 Cent jährlich für den Tierschutz spenden, zum anderen vielen Gönnern, die Patenschaften angeboten haben.

Architekt Michael Gaenßer erinnerte an die vielen bürokratischen Hürden, die bei der Planung auftraten. Nachdem durch Vermittlung des früheren Neufahrner Bürgermeister Rainer Schneider ein passendes Grundstück an der B11 gegenüber dem Klärwerk Mintraching gefunden war, mussten die Baupläne fünf Mal neu angepasst werden. Natur- und Wasserschutzrechtliche Belange hätten dies nötig gemacht. Zum Schluss hätten die Jäger Widerstand angemeldet, weil auf dem Gelände angeblich Rebhühner beheimatet waren. Ein neuerliches Gutachten habe erstellt werden müssen.

Mehr Förderung des Tierschutzes und der Tierheime durch den Freistaat Bayern sei dringend nötig, das gab die Justitiarin des Deutschen Tierschutzbundes, Evelyn Ofensberger, in ihrem Grußwort zu bedenken. Etwa zwei Drittel aller Tierheimtiere stammten aus Beschlagnahmungen oder seien Fundtiere, für deren Unterbringung Behörden und Gemeinden zuständig seien. Die Führung eines Tierheims, das die gesetzlichen Auflagen erfülle, könne nicht alleine aus Spendengeldern finanziert werden. Ofenberger kritisierte, dass sich Bayern als eines der reichsten Bundesländer seit 20 Jahren hartnäckig gegen einen entsprechenden Haushaltstitel zur Tierheimförderung ausspreche.

Respekt für das überdurchschnittlich hohe Durchhaltevermögen zollte Landtagsabgeordneter Benno Zierer den Tierfreunden. Ob die ursprünglich von einem anderen Träger anvisierte Reptilienstation gleich in der Nachbarschaft doch gebaut werden könne, darüber gebe es leider immer noch keine gesicherten Auskünfte. Sechs Hundezwinger, fünf Katzenzimmer, drei Kleintierzimmer und vermutlich ein medizinischer Tierarzt- und Tierpflegetrakt sind vorgesehen. „Für den Innenausbau und die Außenanlagen werden wir weiterhin auf Spenden angewiesen sein“, betonte Popp. Der Kampf geht weiter.

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