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Da floss viel Geld rein: So wie in der Prechtlstraße (Bild) hat die Wohnungsbau- und -verwaltungs GmbH der Stadt Freising insgesamt mehr als 20 Millionen Euro in Sanierung, Instandhaltung und Neubau von öffentlich geförderten Wohnungen investiert.

Bezahlbarer Wohnraum

Freising steckt Millionen in Sanierung von Sozialwohnungen

Freising – Es ist keine Pflichtaufgabe der Stadt, dennoch investiert man jedes Jahr Millionenbeträge. Trotzdem „geht es oft unter“, klagt Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher.

Eschenbacher meint damit das Engagement der Stadt Freising und vor allem der Wohnungsbau- und -verwaltungs GmbH der Stadt Freising & Co. Immobilien KG (kurz WVG) auf dem Immobiliensektor. Über 20 Millionen Euro hat man in den vergangenen fünf Jahren in Instandhaltung, Sanierung und Neubau der 670 Sozialwohnungen gesteckt. Hinzu kommen über 100 weitere öffentlich geförderte Wohnungen, die im Besitz der Freisinger Stadtbau GmbH sind und die von der WVG verwaltet werden. 

Bezahlbarer Wohnraum, gerade auch öffentlich geförderte Wohnungen – das ist in der Stadt und im Landkreis seit längerem ein großes Thema. Immer wieder höre er Vorwürfe, so der OB, dass die Stadt mehr oder überhaupt etwas in diesem Bereich tun müsse. Dabei mache man schon jede Menge, wie Andreas Voigt, der Geschäftsführer der Stadtwerke Freising und der WVG, jetzt bei einem Pressegespräch darlegte: Seit Übertragung der Wohnungen im Jahr 2009 von der Stadt an die WVG habe man 162 Wohnungen neu gebaut oder grundsaniert. Und das sei durchaus schwierig, denn schließlich stammten die meisten Wohnungen aus einer Zeit, als die Zimmer noch klein waren, es keine zentrale Heizung gab oder auch die Toilette auf dem Flur lag. Wer sich heute die sanierten und neu errichteten Blöcke an der Angermaierstraße oder auch an der Prechtlstraße anschaut und sie mit den alten Bestandsgebäuden an der Johann-Braun-Straße vergleicht, der weiß, wo seit 2010 zirka 4,2 Millionen Euro für Instandhaltung und 16,7 Millionen Euro für Sanierung und Neubau geblieben sind. 

Und 2016 wird es weiter gehen, kündigte Voigt an: Für 625 000 Euro wird man vorhandene Wohnungen instandhalten und insgesamt 5,8 Millionen Euro investieren: Da ist die energetische Sanierung der Wohnanlage Prechtlstraße 14 und 14a, zudem Brandschutzmaßnahmen an mehreren Wohnanlagen, vor allem aber auch für drei Millionen Euro der Abriss und Neubau der Wohnanlage an der General-von-Stein-Straße 16-18 – ein Projekt, das insgesamt neun Millionen Euro kosten wird. Und für das Areal an der Johann-Braun-Straße 2-8 wird man einen Architektenwettbewerb starten. Voigts Fazit: „Die Arbeit wird uns nicht ausgehen."

Andreas Beschorner

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