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So könnte Freising an den Radschnellweg von Garching nach München angeschlossen werden (gelbe Linie). Das Thema, das die Freien Wähler angestoßen haben, kommt in der nächsten Straßenbaukonferenz aufs Tapet.

Planungsausschuss

Freising sucht Anschluss an den Radschnellweg

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Freising - Pendler fahren nicht mehr nur mit Bahn oder Auto – das Fahrrad wird mehr und mehr zur echten Alternative. Auch für längere Strecken: Dafür gibt es Radschnellwege. Und an den von Garching nach München soll Freising sich anschließen.

Zur besten Radlerzeit, im Juli, hatten die Freien Wähler bereits eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Ob es denn nicht möglich wäre, dass man Freising an den Radschnellweg von Garching nach München anschließt? Abzielen würde man damit vor allem auf den Alltagsverkehr: Pendler, die morgens nach München fahren, könnten den Weg nutzen. Rund 20 Kilometer pro Stunde sei die Durchschnittsgeschwindigkeit, die auf diesen Strecken gefahren werden würde. Außerdem sei die Straße mit vier Metern relativ breit, so dass man bequem und sicher fahren könne. Allerdings brächte ein solcher Weg auch einiges an Arbeit mit sich: Wegweiser müssten aufgestellt, eine entsprechende Beleuchtung installiert und Servicestationen aufgebaut werden. Darüberhinaus sei es auch möglich, den Schnellweg an das sonstige Radwegenetz anzubinden. 

Anfallende Kosten konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand prognostizieren. Dazu müsse man noch klären, welche Fördermöglichkeiten es gebe und wo genau der Radweg verlaufen soll. Ein Vorschlag kam aus der Verwaltung: Von der Ismaninger Straße aus könnte der Weg am Flughafen vorbei in Richtung Hallbergmoos und dann eine Straße in Richtung Fischerhäuser führen. Danach müsse man nur noch Richtung Mintraching abbiegen, nach Dietersheim fahren – und schon sei man auf direktem Weg nach München (siehe Grafik). 

Robert Weller (FW) bekräftigte nun im Planungsausschuss, „wir würden uns freuen, wenn man unser Radwegenetz anschließen könnte“. OB Tobias Eschenbacher stellte klar, dass die vorgestellte Route nur ein Vorschlag sei. Und Sebastian Habermeyer (Grüne) sprach sich klar für den Anschluss an die Verbindung Garching-München aus: „Das ist die logische Konsequenz eines Ballungsraums.“ 

Kritischer sah das Thema Katrin Stockheim (FSM): „Ist der Bedarf wirklich so groß?“ Reiche denn der Radweg an der Isar nicht aus? Seitens der Verwaltung wurde betont, dass das Verkehrsaufkommen ständig wachse. So müsse man versuchen, die Verkehrsteilnehmer vom Auto auf das Rad zu bringen. Charlotte Reitsam (Grüne) sprach sich für eine Bedarfsanalyse aus, die zeigen soll, wo die Freisinger Pendler überhaupt hinfahren. Den Vorschlag, Freising an den Radschnellweg anzuschließen, hieß die Mehrheit der Räte gut. Die Idee soll weiterverfolgt werden und in der nächsten Straßenbaukonferenz zur Sprache kommen.

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