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Die alte Brücke ist bereits verschwunden. Jetzt wurden Betonpfähle für den neuen Übergang in den Boden getrieben. Und das war Gift für den angrenzenden Asamkomplex. Da bildeten sich Risse und Putz löste sich.

Brückenarbeiten am Ende der Fischergasse

Tröpfelnde Moosach, bröckelndes Asam

Freising - Die Moosach hinter dem Asamtrakt ist leer, aber dafür der Parkplatz dort voll. Vollgestellt mit Baumaschinen, denn gerade entsteht die neue Brücke über die Moosach. Ohne die kann nämlich nächstes Jahr der Umbau des ehemaligen fürstbischöflichen Lyzeums nicht starten. Und der wird immer dringender, denn im Asamgebäude bröselt es zunehmend.

Riesige Rohre sind dort zu sehen, wo normalerweise die Moosach am Asamgebäude vorbeiplätschert. Der Stadtbach darf aber erst wieder Mitte August ins angestammte Bett: Denn ab diesem Zeitpunkt soll ihn eine neue Brücke zwischen Asamgebäude und Gefängnis überspannen. Die alte Moosachbrücke zwischen Asamgebäude und Gefängnis ist bereits abgebrochen. „Dann wurden Pfahlgründungen für die neuen Brücken- und Uferfundamente ins Erdreich verpresst“, meldet Stadtpressesprecherin Christl Steinhart: „Deswegen musste auch der Stadtbach vorübergehend in diesem Bereich trockengelegt werden.“ Was allerdings auch in diese Zeit fiel: Im Asamkomplex löste sich während dieser Bauarbeiten vor einigen Wochen an einzelnen Stellen wieder einmal der Putz von Decken und Wänden.

 Zudem gab es neue Risse. All das ist zwar bereits wieder geflickt worden, zeigt aber den drastischen Zustand des Komplexes. Offiziell heißt es dazu: „Ein Einfluss auf die angrenzenden Gebäude ist wegen der Erdbewegungen nicht auszuschließen.“ Und nicht zuletzt wegen der trockengelegten Moosach sind „Setzungen am Asamtrakt möglich.“ Aber das ausführende Ingenieurbüro hat die nächste Zeit ein wachsames Auge auf das ehemalige Lyceum. Die Moosach indes bekommt ein interessantes Innenleben verpasst: In Schutzrohren werden Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen in etwa drei Metern Tiefe unter dem Bachbett verlegt. Steinhart: „Erst dann kann mit dem Neubau der 3,20 Meter breiten Brücke begonnen werden.“ Die wird als Stahlbetonrahmen-Tragwerk ausgeführt.

 In die Brückenplatte werden Leerrohre für Strom- und Telekommunikationsleitungen eingelassen. Das Ufer bekommt im Zuge des Projekts ebenfalls eine Frischzellenkur verpasst. „Die bisherige Betonmauer wird durch eine Stahlbetonplatte ersetzt, die auf unterirdischen Rahmen aufliegt“, erklärt Steinhart. Und diese Träger werden auch auf Verpresspfählen montiert. Bis zum Ende der Bauarbeiten im August müssen also die Freisinger wie auch Besucher einen Parcours bewältigen, wollen sie vom Marienplatz aus zum hinteren Domberg-Aufgang. Dahin geht’s derzeit nur über den Asam-Innenhof-Zugang, denn die Brennergasse ist während der Baustellenphase dicht. Und wer derzeit ins Alte Gefängnis will, muss den Hintergang (am Behördenparkplatz der Stadt) an der Fischergasse nutzen.

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