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Magische Momente mit Julia Schröter und Uli Wunner gab’s zum Abschluss des Theatersommers am Domberg.

Beleza auf dem Domberg

Wenn Samba mit Jazz verschmilzt

Freising - Der Swing im New Orleans der Dreißiger Jahre, heiße Samba-Rhythmen am Fuße des Zuckerhuts und verrauchte Jazzkneipen in New York: All das wurde im Roten Saal des Kardinal-Döpfner- Hauses vor dem geistigen Auge der Zuhörer lebendig.

Zum Abschluss des diesjährigen Theatersommers am Domberg begeisterte die Freisinger Formation „Beleza“ mit einem faszinierenden Stil-Mix aus New Orleans Jazz und Latin-Musik. Julia Schröter hat sich der Musik Brasiliens verschrieben. Die Freisinger Sängerin liebt die temperamentvollen und leidenschaftlichen Rhythmen.

 Doch auch in die Welt des mitreißenden New Orleans Jazz habe sie sich gerne entführen lassen. Gemeinsam mit dem Freisinger Saxophonisten und Klarinettisten Uli Wunner demonstrierte sie das mit einem wundervoll interpretierten Louis Armstrong Klassiker „Do you know what I mean to Miss New Orleans“. Mit Tiefe und Timbre ihrer schönen Stimme kann die junge Frau durchaus mit großen Namen konkurrieren. Und wenn ein begnadeter „Poet“ an seinen Instrumenten, wie man das von Wunner behaupten kann, mit im Spiel ist, dann klingt das magisch. Doch nicht nur die beiden Bandleader von Beleza waren es, die das heimelige Ambiente im ehemaligen Priesterseminar in einen Jazz-Keller verwandelten. Stephan Treutter am Schlagzeug, Yvo Fischer am E-Bass und Paul Brunton an der Gitarre brillierten mit frei improvisierten Soli und spielten souverän mit Rhythmus und Phrasierung.

 Wie es klingt, wenn eine gefühlvolle Jazz-Ballade mit heißen Sambarhythmen gewürzt wird, das zeigten die Musiker mit ihrer ganz eigenen Interpretation des Jazz-Klassikers „Moonlight in Vermont“: die beiden Musikstile verschmolzen zu einem ganz neuen Sound. Es gab ein Tribut to Billie Holiday, der legendären amerikanischen Jazz-Sängerin, die 1959 gestorben ist. Der schier unerschöpfliche Einfallsreichtum von Uli Wunner ließ auch eine Adaption aus dem Soundtrack der Filmkomödie „Midnight in Paris“ zum Erlebnis werden. Mit Schlagzeuger Stephan Treutter lieferte er sich ein Feuerwerk an extrem schnellen und dynamischen Solo-Interpretationen, bei denen beide Musiker zu Höchstform aufliefen. Wer „Beleza“ noch nicht gehört hat, sollte es nachholen. Der Bandname steht wohl nicht zufällig für „Schönheit“, wie sich das Ensemble aus dem Portugiesischen übersetzt nennt.

Maria Martin

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