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Am Freisinger Rathaus flogen am Samstag die Skifahrer vorbei. 

Winter-Games-Spektakel auf dem Marienplatz

Heiße Show im Eiskeller - Die Winter Games am Freisinger Marienplatz

Action pur, ein Spektakel sondergleichen, eine Outdoor-Attraktion mitten in der Stadt: Die zweiten Winter Games in Freising waren wirklich heiß – trotz eisiger Temperaturen wie in einer Tiefkühltruhe.

Freising Der Aufwand war immens. Nicht nur Schnee und Rampen mussten bis Samstagnachmittag auf den Freisinger Marienplatz transportiert werden. Weil man heuer das Freestyle-Event als „Cable Contest“ durchführte, musste auch die Seilzuganlage installiert werden, die in rasender Geschwindigkeit die Snowboarder und Freeski-Könner über die Rampe und die Schanze zogen. Rückwärtssalti, Drehungen, Schrauben und was es sonst noch so an atemberaubenden Kunststücken in fünf Meter Höhe zu zeigen gibt – alles war zu sehen.

Mit 19 Teilnehmern war das Starterfeld zwar relativ klein, woran das aber lag, konnte Martina Giesen von der Stadtjugendpflege leicht und einleuchtend erklären: Weil das Wetter traumhaft und der Schnee hervorragend sind, wollten einige Freeski- und Snowboard-Profis lieber ihre Künste in den Alpen zeigen, waren einige auch von ihren Sponsoren zu Filmaufnahmen und sonstigen Veranstaltungen in die Berge zitiert worden. Doch wie sagte Giesen so treffend? „Wenn die 19 gut sind und gute Tricks zeigen, dann ist es egal.“ Und genau das taten die mutigen Cracks. Zwar hielt man jedes Mal die Luft an, ob nach einem Trick die Akrobaten es noch schafften, vor dem Abgrenzgitter die stoppen, aber es ging jedes Mal gut.

Die Finalruns im Re-Live

Wer sich das Finale nochmal ansehen möchte, kann das im Re-Live unseres Streams tun.

Zwischen den Qualifikationsruns und den Finals, bei denen die Snowboarder und Freeski-Helden eine Jury überzeugen mussten und von Mal zu Mal waghalsiger und risikobereiter wurden, war für die zahlreichen, oft staunenden Zuschauer selbstverständlich auch etwas geboten. Da war zunächst die Miniramp-Session für Sakteboarder: Sieben Könner auf dem Brett mit Rollen zeigten bei Cash for Tricks, dass sie freilich nicht nur für Geld Tricks in der Ramp zeigten, sondern auch aus Spaß an der Körperbeherrschung und der Akrobatik.

Und dann gab es da noch auf der anderen Seite des Marienplatzes eine andere, extrem steile und hohe Rampe. Die war für die BMX-Fahrer da. Und die zeigten allesamt eine Air-Show, bei der die Zuschauer oft genug die Luft anhielten und manchmal erst wieder durchschnaufen mussten, bevor sie den Helden der Lüfte den gerechten Beifall zollten.

Dass so ein Sportevent freilich nicht allein von Luft und Liebe zu den Freestylern lebt, sondern auch drumherum einiges bieten muss, versteht sich von selbst. Und da ließ man sich in Freising bei den Winter Games nicht lumpen. Diverse Foodtrucks, Getränkestände allenthalben und ein Red-Bull-Super-SUV als fahrbare DJ-Station sorgten dafür, dass man auch eisigste Temperaturen aushalten konnte – und zwarfür eine ganze Weile.

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