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Ein Vorstadtkino unter der Hochtrasse – der Entwurf „circle cinema“ von Josef Hagenauer und Fabian Schmidt fasziniert.

Zukunftstudien „Hochschule trifft Stadt“

Wie wär’s mit einem runden Kino?

„Hochschule trifft Stadt“ – unter diesem Titel haben sich Architekturstudierende der Technischen Universität München (TUM) und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HWST) ein Semester lang damit beschäftigt, wie sich die Innenstadt von Freising weiter entwickeln lassen könnte. Die hochinteressanten Ergebnisse in Form von Modellen und Plänen sind im Oberhaus des Lindenkellers zu besichtigen. Es sind neue, ungewöhnliche Blickwinkel auf die Domstadt, die sich dem Besucher in den gezeigten Projekten erschließen.

Freising– Die Aufgabenstellungen reichten vom Altstadtkino, Jugendherberge, Neukonzeption des Bahnhofsareals bis hin zu einer Neugestaltung der Freiräume am Domberg mit Verbindung zur Altstadt. Dass die Themen, die die Studierenden aufgegriffen hatten, durchaus einen „Mehrwert“ für die Stadt darstellten, betonte Stadtbaumeisterin Barbara Schelle. Oft hätten Studierende nach Abgabe von Bachelor- oder Masterarbeit das Gefühl, die viele Arbeit „für die Schublade“ gemacht zu haben, gab Professor Christoph Jensen, vom Lehrstuhl für Architektur und Städtebau der HWST zu bedenken. Nicht so bei den Abgängern des diesjährigen Sommersemesters. Denn die Ideen und innovativen Lösungsansätze der Arbeiten seien es wert, dass man sie am Leben erhalte, sagte Franz Bernack, Referent für Stadtplanung im Freisinger Stadtrat. Auch wenn sich einige der ausgestellten Arbeiten über die städtebauliche Gestaltung der eher kleinteiligen Bebauung der Domstadt hinweg setzten,wie dies Marco Neuss, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Raumkunst- und Lichtgestaltung der TUM erläuterte.

Der Entwurf von Josef Hagenauer und Fabian Schmid etwa, die sich mit „circle cinema“, dem Neubau eines Vorstadtkinos, widmen. In ihren Masterarbeiten setzen die beiden Universitätsabsolventen links und rechts der Hochtrasse auf Höhe des früheren Angerbades zwei halbrunde Baukörper, die mit einem öffentlichen Raum unter der Trasse miteinander verbunden sind. Das Projekt sei ein schönes Beispiel dafür, wie man optisch die Trennung aufheben könne, die die Hochtrasse durch das Areal ziehe, sagte Professor Hannelore Deubzer vom Lehrstuhl Raumkunst und Lichtgestaltung der TUM.

Interessant auch die Ideen für ein „kommunikatives Wohnen in Freising-Neustift“. Wenn die Sternschule auf dem Gelände am Steinpark neu gebaut sei, dann werde an oberer Hangkante ein „fantastisches“ Grundstück für Wohnbebauung frei, das nicht nur für „exklusives Wohnen“ genutzt werden sollte, meinte Professor Christoph Jensen.

Witzig auch der Vorschlag von Jakob Taffertshofer, an der Südseite des Dombergs einen Aufzug zu installieren. Erinnerungen an früher lässt ein Modell hochkommen, das eine Jugendherberge mit Naturbad an der Moosach am südlichen Domberg zeigt.

Gut zu wissen

Die Ausstellung „Hochschule trifft Stadt“ ist bis einschließlich Montag, 20. November zu besichtigen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 15 Uhr und Sonntag von 10 bis 13 Uhr. Am Mittwoch, 15. November, findet um 19.30 Uhr ein Diskussionsabend „Kaleidoskop Freising“ statt.

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