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Genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer: Diese Aufnahme zeigt die verbreiterten Radwege sowie Verschwenkungen der B 13, die den Verkehr etwas einbremsen sollen.

Zwei Jahre Einschränkungen vorbei

„Viele Verbesserungen“ auf 2,1 Kilometern: Fahrenzhausener feiern Erneuerung der B13

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Zwei Jahre mit großen Einschränkungen sind endlich vorbei: Mit großer Erleichterung feierten die Gemeinde Fahrenzhausen, die Anlieger und das Straßenbauamt den Abschluss der kompletten Erneuerung der Bundesstraße 13.

Fahrenzhausen – Zwei Jahre mit großen Einschränkungen sind endlich vorbei: Mit großer Erleichterung feierten die Gemeinde Fahrenzhausen, die Anlieger und das Straßenbauamt den Abschluss der kompletten Erneuerung der Bundesstraße 13 auf 2,1 Kilometern. Gebaut wurde das Ganze in zwei Jahren, aufgeteilt in zwei großen Abschnitte. 

Maßnahmen zur Sicherheit der Anlieger

Hans Jörg Oelschlegel vom Staatlichen Bauamt war mit seiner Behörde so etwas wie der Vater des Verfahrens. Dieses Jahr hatte er den mit 1,2 Kilometern Länge größten Bereich zu betreuen – inklusive der Sanierung des Brückenbauwerks über die Amper. Die Brücke musste mehrere Wochen gesperrt werden. Er betonte, dass nicht einfach nur eine Straße erneuert, sondern einige Maßnahmen zur Sicherheit der Anlieger erfolgten seien. Vor allem habe man nun breite, komfortable Gehwege auf beiden Seiten.

Acht Mal wurde das B 13-Band durchschnitten: von (v. l.) Hans Jörg Oelschlegel (Staatliches Bauamt), Benno Zierer (Landtagsabgeordneter), Heinrich Stadlbauer (Bürgermeister Fahrenzhausen), Josef Hauner (Landrat), Manuel Mück (Kreisrat), Johannes Becher (Landtagsabgeordneter), Peter Felbermeier (Bürgermeister Haimhausen) und Hermann Hammerl (Bürgermeister Kranzberg).

In den 1970er Jahren wurde die Straße einst gebaut – mit einer Breite zwischen 7,50 und 8,50 Metern. Das wurde nun reduziert auf durchgängig sieben Meter, sodass neuer Platz für Fußgänger, Radfahrer und auch Begleitgrün frei wurde. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer hofft, dass die geringere Straßenbreite die Autofahrer einbremst – und nicht gerast wird. Eine weitere Maßnahme für die Anwohner ist der lärmmindernde Asphalt auf der Ortsdurchfahrt.

11.000 Fahrzeuge nutzen Weg täglich

„Wenn die Hauptschlagader durch einen Ort gesperrt wird, ist das immer sehr problematisch“, sagte Oelschlegel und verwies darauf, dass täglich rund 11.000 Fahrzeuge diesen Weg nutzen würden. Die Anlieger wurden vom Staatlichen Bauamt sowie vom Bürgermeister sehr für ihr Verständnis gelobt. Immer wieder einmal waren die Grundstücke nicht erreichbar, sodass die Einkäufe vom Sammelparkplatz in Unterbruck nach Hause getragen werden mussten.

Es ist geschafft: Anlieger und Bauarbeiter gemeinsam am Lagerfeuer.

„Das war die größte Straßenbaumaßnahme der letzten Jahrzehnte bei uns“, sagte Stadlbauer, „und es ist wirklich gut gelaufen.“ Der Rathauschef hatte aber auch beobachtet, dass so manche Bürger in der Baustellenzeit das Fahrrad wiederentdeckten. „Meine 500 Meter von zu Hause zum Rathaus dauerten oftmals 15 und mehr Minuten, weil ich mit so vielen Leuten ratschen musste“, erinnerte er sich an die „Bürgersprechstunden“ an der Baustelle. Auch jetzt nach der Freigabe der B 13 würde er sich wünschen, dass die Bürger für kurze Strecken das Auto stehen ließen. Vor allem aber hofft er auf einen Aufschwung der lokalen Einzelhändler, für die eine harte Leidenszeit zu Ende geht. Nun müsse man laut Gemeindechef die lokalen Angebote nutzen, um sie langfristig zu erhalten.

„Das Geld ist gut angelegt“

Stadlbauer gratulierte auch den Bürgermeistern Hermann Hammerl (Kranzberg) und Peter Felbermeier (Haimhausen) zum Ende ihrer Leidenszeit. „Ihr hattet noch nie so viel Verkehr wie in den letzten zwei Jahren.“ Gerade in Haimhausen war das Aufkommen auf der Umfahrung in Richtung des nördlichen Kreisverkehrs von Fahrenzhausen extrem.

Insgesamt wurden in die Baumaßnahmen acht Millionen Euro investiert. Den Löwenanteil mit sieben Millionen übernahm die Bundesrepublik Deutschland. Aber auch die Gemeinde Fahrenzhausen musste sich beteiligen – als Besitzer der Geh- und Radwege. „Das Geld ist gut angelegt“, sagte Hans Jörg Oelschlegel mit Blick auf die erneuerte B 13. Man habe nicht nur Straßenschäden oder die überall bröckelnden Bordsteine erneuert, „sondern wir haben hier viele Verbesserungen erreicht“.

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